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Kulinarischer Film
 
 
Alte Bäume gross im Kommen

Der Arganbaum ist rund 80 Millionen Jahre alt und hat  «früher» - nämlich im Tertiär-Zeitalter - grosse Flächen in Südeuropa und Nordafrika bedeckt. Heute wachsen Arganbäume nur mehr auf einem Gebiet von knapp 8000 Quadratkilometern: im Süden von Marokko, zwischen den Städten Essaouira und Agadir. Diese heisse, trockene Gegend ist Berbergebiet und ideale Umgebung für die Riesenbäume, deren Durchmesser im ausgewachsenen Zustand bis zu 15 Meter erreichen kann.
 

 
     
 
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Der Baum, der ein «Schatz» ist

Biosphärenreservat in Marokko

Heiss geliebte harte Nüsse

Rösten, mahlen, kneten - und geniessen

Bezugsquellen

Vorschau

Archiv

 

 Handarbeit erledigen Berberfrauen am liebsten in der Gruppe.
Der Baum, der ein «Schatz» ist

Die Berber haben sich die positiven Eigenschaften des Arganbaums seit jeher zu Nutze gemacht. Er liefert hochwertiges (Speise-)Öl, das ebenso gesund wie köstlich nussig im Geschmack sein soll. Dieses Öl wird in mühevoller Handarbeit von den Berberfrauen gewonnen. Sie haben sich grösstenteils zu Kooperativen zusammengeschlossen und bewirtschaften und vermarkten ihre Produkte gemeinsam. Was sowohl die soziale Stellung der Frau in Marokko verbessert als auch die Erhaltung der Arganwälder sicherstellt.


 Stark gefährdetes Kleinod.
Biosphärenreservat in Marokko

Diese waren in den letzten Jahrzehnten immer stärker bedroht; einerseits durch die Überweidung oder vielmehr durch Ziegen und Kamele, welche die Früchte des Arganbaums frassen. Andererseits durch Brennholz sammelnde Menschen, zunehmende Trockenheit und die Ausbreitung der Wüste. Die verbliebenen Arganerien wurden von der Unesco deshalb bereits 1990 zum Biosphärenreservat erklärt; eine Ehre, welche 2001 auch dem Schweizer Entlebuch zuteil wurde. Diese Auszeichnung soll einzigartige Gebiete schützen und in ihrer Eigenständigkeit bewahren.


 Kerne - in Nüssen verborgen.
Heiss geliebte harte Nüsse

Basis des Arganöls bilden die Früchte, welche Ähnlichkeit mit einer überdimensionalen Olive haben. Sie werden an der Sonne getrocknet und anschliessend von Hand aufgeschlagen; in ihrem Innern tragen sie Nüsse, von den Berbern Afiasch genannt. Diese Nüsse sollen 16-mal härter als Haselnüsse sein und sind entsprechend schwer zu öffnen. In deren Innerem wiederum verbergen sich drei bis vier kleine Kerne - und aus diesen kleinen Dingern entsteht schliesslich das begehrte Arganöl.

 Eine weiche Paste fliesst aus der Handmühle.
Rösten, mahlen, kneten - und geniessen

Die Kerne werden anschliessend geröstet und gemahlen - wiederum in langwieriger Handarbeit auf Steinmühlen. Die Masse wird schliesslich mit Wasser gemischt, gut geknetet und von Hand ausgepresst - bis das kostbare flüssige Gold Marokkos Tropfen für Tropfen gewonnen ist. Rund 8 Arbeitsstunden und 4 (!) Kilogramm Samen sind nötig, um 1 Liter Arganöl zu produzieren. Was den hohen Verkaufspreis dieses einzigartigen Öls verständlich(er) macht.


 Arganöl: Eine wichtige Einnahmequelle der Berberfrauen im Süden Marokkos.
Bezugsquellen

Arganöl ist in Spezialitäten-Abteilungen von Grossverteilern und Gourmetshops erhältlich.
Informationen und Links:

Marokkanisches Fremdenverkehrsamt:
Schifflände 5
8001 Zürich
Tel. 044 252 77 52

info@marokko.ch
www.maroc.net


 Typisch Pilz: Sein «Käppchen».
Vorschau

Am Montag, 17. September, können Sie mit dem al dente Filmteam auf Pilzsuche gehen.


 In unserem Filmarchiv finden Sie Informationen zu früheren Filmbeiträgen.





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