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Kulinarischer Film
 
 
Schinken im heissen Schwarz

Man benötigt ihn beispielsweise für die Strasse, aber dass man in ihm auch Schinken heiss machen kann, das wissen die wenigsten. Wie kann das gehen? Riecht der Schinken etwa nach Asphalt? Pfui! Nein, so ist es nicht! Es handelt sich um eingepackten Schinken, der im heissen Asphalt gegart wird. In stillgelegten Minen im Val-de-Travers wird dieser einmalige Schinken serviert. Speziell am St.-Barbara-Tag.

 

 
     
 
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Die Bergleute und ihre Heilige

Die Minen vom Val-de-Travers

Im Schweisse des Angesichts

Bitte gut einpacken!

Bezugsquelle

Reise auch ins kulinarische Abenteuer

Vorschau - festliche Weihnachtssendung

Archiv

 

 

Am Tag der heiligen Barbara treffen sich die alten Mineure bei «ihrer» Mine.

Die Bergleute und ihre Heilige

Die heilige Barbara ist eine historisch nicht belegte, christliche Märtyrerin. Sie soll in Nikomedia, dem heutigen türkischen Izmit, gelebt haben. Der Legende nach soll sie von ihrem Vater geköpft worden sein. Barbara ist eine der saligen Frauen (auch als Kinder- oder Schicksalsfrauen bekannt), die die göttliche Muttertrinität darstellten. Mit «saligen Frauen» bezeichnet man hehre und lichte Gestalten.
Als Schutzpatronin (Schutzheilige) verehrt, soll sie Bergleute, Geologen, Glöckner, Architekten, Artilleristen, Feuerwerker, Dachdecker, Gefangene und noch viele andere vor Unheil bewahren.
Diese Barbara ist es, die die ehemaligen Mineure und deren Frauen alljährlich am 4. Dezember im Minen-Restaurant zusammenbringt, um der Tradition des Asphaltschinkens und dem geselligen Beisammensein zu frönen.


 

Die stillgelegten Minen von Travers sind heute ein interessantes Museum.

Die Minen vom Val-de-Travers

Der griechische Arzt Eirini d'Eyrinys setzte sich als erster moderner Wissenschaftler mit dem Thema Asphalt auseinander und entdeckte 1711 die Vorkommen des natürlichen Asphalts (auch Erdpech oder Bergteer genannt) im Val-de-Travers.
Eigentlich interessierte er sich nur für die medizinische Anwendung dieses Materials, das aus Erdöl durch Sauerstoffaufnahme entsteht. Asphalt wurde bereits vor rund 5000 Jahren von Babyloniern und Sumerern zur Abdichtung von Bauwerken verwendet. Die Ägypter benutzten ihn zur Mumifizierung. Heute können die stillgelegten Minen von Travers mit ihrem Stollenlabyrinth besichtigt werden.



  Nach dem Sprengen wurden die Asphaltbrocken in schwerer körperlicher Arbeit aus dem Berg gebracht.
Im Schweisse des Angesichts

Von 1712 bis 1986, also während rund drei Jahrhunderten, haben die Mineure und andere Angestellte der Minen im Val-de-Travers Industriegeschichte geschrieben, indem sie unzählige Tonnen dieses Mineralstoffes in mühseliger Arbeit zu Tage gefördert haben. Es handelt sich um ein gigantisches Labyrinth von Stollen und Gängen mit einer Länge von über 100 Kilometern.
Überwiegend assen die Bergleute mittags unter Tag, packten ihr Essen mehrfach in spezielles Papier ein, legten es in Kessel mit aufgeheiztem Asphalt und garten es darin. Daraus entstand die Tradition des sogenannten Asphaltschinkens.


 Ein absolut dichtes Einpacken ist genauso wichtig wie eine gute Qualität des Schinkens.
Bitte gut einpacken!

Die Tradition des Koch-Schinkenmachens in der Schweiz ist sehr verbreitet und regional unterschiedlich. In der unverfälschten Gegend  des Neuenburger Juras, in Travers, sticht vor allem die Metzgerei von Stéphane Dänzer hervor: Rund 20 Tonnen Schinken produziert der Metzger mit seinen Leuten jährlich, davon gehen die meisten Stücke an das Restaurant der Asphalt-Minen.
Damit kein einziger Tropfen des Asphalts eindringen kann, werden die grossen Schinkenstücke mehrfach in sogenanntes Metzgerpapier und erst noch in verschiedene Spezialpapiersäcke eingepackt und verschnürt.


 

Saftig und schmackhafter Asphalt-Schinken.

Bezugsquelle

Stéphane Dänzer
Boucherie Rue des Moulins 2
2105 Travers NE

Tel. 032 863 35 36
Fax 032 863 49 63

 

Schinken, im Asphalt gekocht, Kartoffelgratin und Gemüse: Das ist die traditionelle Speise im Restaurant der Minen.

Reise auch ins kulinarische Abenteuer

Die Minen können das ganze Jahr hindurch besichtigt werden. Kleine und grosse Gruppen nach Vereinbarung.
Details erfährt man unter:

Restaurant des Mines
Rue des Mines
2105 Travers NE
Tel. 032 864 90 64
Fax 032 863 19 25

info@gout-region.ch  

www.gout-region.ch/mines.php


 

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