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Kulinarischer Film
 
 
Einer, keiner oder zehn?

Henri-Daniel Champier ist seit 30 Jahren Berufsfischer. Auf die Hechtsaison freut er sich jedes Mal wieder. «Kein Tag ist wie der andere», sinniert der Vater von sechs Kindern. Ob er am Ende des Tages mit keinem, einem einzigen oder mit 15 Hechten heimkommt, weiss er nie. Auch wenn er sein Revier des Genfersees wie seine Westentasche kennt, bleibt der See unberechenbar. Sein Fischereigebiet liegt rund um den Port du Bosset in Clarens, einem Vorort von Montreux.
 

 
     
 
Seiteninhalt
 
Imposanter Fisch

Das ist erlaubt

In den Tiefen des Genfersees

Tolle Hechte zu kaufen

Vereinigung der welschen Berufsfischer

Fischgenuss am Genfersee

Bezugsquelle

Lust auf Montreux und den Genfersee

Vorschau

Archiv

 

 Ein Raubfisch aus einheimischen Seen: Der Hecht.
Imposanter Fisch

Der Hecht gehört zur Familie der Raubfische. Sein gfürchiges Gebiss umfasst 700 spitze Zähne. Er frisst andere Fische ganz sowie, falls nichts anderes vorhanden, auch Frösche, Mäuse und Ratten. Er frisst sogar seine Artgenossen. Man liest immer wieder, dass Hechte auch hierzulande über einen Meter lang werden können. Solche Rekordfänge sind aber selten. Durchschnittlich wiegen die Hechte in Monsieur Champiers Netzen zwischen 8 und 15kg, die Filets wiegen pro Stück um die 700g.


 Schonzeit ja, Schonung nein: Dieser Hecht landet im Teller.
Das ist erlaubt

Der Fischfang in der Schweiz ist im Sinn der Nachhaltigkeit klar reglementiert. Die kantonalen Jagd- und Fischereiinspektorate regeln, wer was wann in Schweizer Gewässern fischen darf. Das betrifft Berufs- wie auch Hobbyfischer. Im Genfersee ist der Hechtfang im April und Mai verboten. Das ist die Schonzeit. Dieses Jahr ist diese Regel jedoch aufgehoben, weil die Hechtpopulation besonders gross ist.


 

Aus 15m Tiefe.

In den Tiefen des Genfersees

Die professionelle Hechtfischerei wie sie Henri-Daniel Champier im Genfersee betreibt, erfolgt mit Netzen. 55 dürfte er pro Fischgang auswerfen, er nimmt jeweils nur acht mit. Mehr wäre nicht zu bewältigen. Jedes Netz ist 100m lang. Der Fischer bringt sie senkrecht wie Vorhänge in Position. Über dem Seeboden stehen sie nun in 15 bis 20m Tiefe. Denn hier fühlt sich der Hecht im Frühling am wohlsten. So belässt der Fischer die Netze während rund acht Stunden - tagsüber oder während der Nacht. Zieht der Fischer die Netze hoch, verfangen sich pro Netz unterschiedlich viele Hechte. Der Fischer zieht sie lebendig an Land und tötet sie vorschriftsmässig mit einem gezielten Schlag auf den Schädel. Die Fische sollen nicht lang leiden. Ebenfalls geregelt ist die Maschengrösse. 8 x 8cm beträgt sie und ist gross genug, damit kleinere (oder jüngere) Fische problemlos passieren können. 


 Der Chef empfiehlt: Hechteier.
Tolle Hechte zu kaufen

Die Pêcherie du Haut-Léman von Henri-Daniel Champier verkauft ausschliesslich Fisch aus eigenem Fang. Hecht verkauft er frisch oder geräuchert. Als Delikatesse empfiehlt er auch, speziell im Frühling, Hechteier. Er verrät gerne, wie man diese zubereiten kann! Henri-Daniel Champier ist jeweils dienstags und samstags auf dem Markt in Vevey.

Direktverkauf in der eigenen Fischerei: Mi 18-20 Uhr, Do und Fr 9-12 Uhr
Pêcherie du Haut-Léman
Port du Basset
1814 Clarens
Tel. 021 981 11 10
www.pecherie.ch


 Gewusst wie: Filetieren.
Vereinigung der welschen Berufsfischer

Henri-Daniel Champier ist Mitglied der Association Suisse Romande des Pêcheurs Professionnels.
www.pechepro.ch.

Richtlinien des Fischerei- und Jagdinspektorats Kanton Waadt.


 Der Genfersee von Montreux aus.
Fischgenuss am Genfersee

Folgende Restaurants bieten fast ausschliesslich Fische aus dem Genfersee an. Das Angebot kann limitiert sein. Reservation sind deshalb dringend empfohlen!


 Fisch essen: Ja, aber ...
Bezugsquelle

Fischverzehr: Eine Gewissensfrage? Viele Fische sind bedroht. Der WWF setzt sich stark für umweltverträgliche Fischerei ein, und Coop hat bedrohte Fische wie Zackenbarsch, Rochen, Beryx und Blauflossenwal aus dem Sortiment genommen.

Grundsätzlich wird empfohlen:
  • Geniessen Sie Fisch als nicht alltägliche Delikatesse (weniger ist «Meer»!)
  • Bevorzugen Sie einheimische Seefische.
  • Setzen Sie auf Fischprodukte mit MSC-Label (Wildfang) oder mit Bio-Label (Zuchten). MSC (Marine Stewardship Council) steht für umweltverträgliche Meeresfischerei. Es darf nur so viel gefischt werden, wie wieder nachwächst.
  • Benutzen Sie den WWF-Einkaufsführer Fisch und essen Sie Fisch aus empfehlenswerten Beständen.
  • Wer bei den Fischen auf Bio-Qualität achten möchte, muss Fische aus Bio-Zuchten mit dem Knospen-Label kaufen. In Bio-Zuchten haben die Fische genügend Platz im Wasser und bekommen Naturfutter statt Hormone und Antibiotika. www.bio-suisse.ch.
  • Fische mit dem Fair-Fish-Label: Das sind die einzigen Fische, bei deren Gewinnung erstens der Tierschutz, zweitens die Nachhaltigkeit und drittens der faire Handel garantiert sind. www.fair-fish.ch.



 Das legendäre Montreux Palace: Jugendstil vom Feinsten.
Lust auf Montreux und den Genfersee

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Montreux: www.montreuxtourism.ch

Weiter Infos zum Waadtland finden Sie hier.

Auf dem offiziellen Internetportal des Genferseegebietes im Waadtland finden Sie viele Angaben zu Events, Unterkünften und Ausflügen: www.waadtland.ch


 

Welche drei Kandidaten verstecken sich wohl hinter diesen Fussballerwädli?

Vorschau

Am Montag, 2. Juni 2008, zählt auch al dente die Tage bis zur Euro08. Nur noch 5 Tage: Zeit genug also, einige Snacks vorzubereiten.
Drei prominente Kandidaten spielen bei al dente für einen guten Zweck. Sie kennen sich mit Fussball ebenso gut aus wie mit kulinarischen Fragen.


 In unserem Filmarchiv finden Sie Informationen zu früheren Filmbeiträgen.
Archiv

Toggenburger Blauschimmelkäse
Posamenter Zwetschentörtchen
Fernweh rund ums Mittelmeer
Smoothies - Essen oder Trinken?
Kirschstängeli
Bärendreck aus Kalabrien
Waadtland: Hechte aus dem Genfersee
Tessiner Tofu
Bauernkost ab Hof
Zimt aus Sri Lanka
Lobster - Hummer aus Amerika
Adventsfenster
Tortenkünstlerin Wencke Schmid
Quitten - das vergessene Obst
Trüffel aus der Schweiz
Mohnöl - aus Flawil SG
Mohnöl - aus Flawil SG
Zuckereili
Integration von Migrantinnen und Migranten
Zincarlin - Slow Food
Marillenessig
Raz el Hanut
Fasnachtschüechli
Pasta
Churer Beinwurst
Dresdner Christstollen
Asphaltschinken
Salz aus Trapani
Kastanienhonig
Walliserbrot
Cranberrys
Pilzsuche
Arganöl
Römerfest
Sirup
Juniorenkoch-Nationalmannschaft
Kräuter-Raritäten
Culatello
Spargeln
Strausse
Tartufo
Blumenfrauen
Damastmesser - ein uraltes Handwerk
Rapsöl - das Öl aus einer alten Kulturpflanze
Schoggi-Osterhasen: Handgefertigt
Gazosa - In-Getränk aus dem Tessin
Salame aus dem Säulimamt
Currywurst: Ein Stück Berliner Esskultur
Suurchäs: eine Rheintaler Besonderheit
Hopfen: die Blüte fürs Bier
Donuts
Valentinstag
Meerrettich
Mobile Militärküche
Kandierte Veilchen
Linsen
Büffelmozzarella
Ananas - Königin der Früchte
Zitronat-Zitrone: vom Himalaya ans Mittelmeer
Biodiversität - frisch vom Hof
Rückblick auf 200 mal al dente
L'Etivaz - der Käse von der Alp
Linzertorte - 300 Jahre alt und noch immer zart
Schokoladenträume und -kreationen aus Bougy-Villars / VD
Macarons – süss und zerbrechlich
Slow Food Bienenhong von einheimischen Dunklen Bienen
Wildschwein-Spezialitäten aus dem Malcantone
Münsterkäse AOP zertifiziert - aus den Vogesen.
Tropenhaus Frutigen
Pain Paillasse
Engadiner Leckerbissen
Gruyère d'Alpage AOC
Güggeli
Swiss Cowboys
Heubrot
Grosses Kino
Ratafià
Dinner in the Sky
Räuchern
Feuerzangenbowle
Harissa - nordafrikanisches Feuer
Farina bóna
Car-Cooking
Kaffee einst und heute
Schulküche
Curry - die Gewürzmischung
Fischen hoch zu Ross
Dreikönigskuchen - luftig und süss
Fleischkäse - der Käse, der keiner ist
Kakao, die Speise der Götter
Marzipanfrüchte: unecht, aber süss!
Läckerli: das süsseste Basler Geheimnis
Ostschweiz - ein Genusspaket
Leinenweberei
Dörrbirnen
Bio-Bauern
Silberbesteck - wieder im Trend
Marroni - Seelenfutter für eisige Tage
Datteln aus Tunesien





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