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Kulinarischer Film
 
 
Süsser Slow Food

Sie hängen an sogenannte Hochstammbäumen, verteilt im ganzen Baselbiet und im Fricktal - im sogenannten Tafeljura mit seinen kleinen Hochebenen: Die Hochstamm-Zwetschgen. Jahrelang wurden sie fast nicht mehr beachtet, weilten nur noch als Grabsteine einer vergangenen Ära. Doch jetzt hat man sie wiederentdeckt, in Erinnerung an Vergangenes, an Tradition, an Gutes und Echtes aus der Region, im Rahmen der «Förderung von Produkten von Hochstammbäumen aus dem Tafeljura».
 

 
     
 
Seiteninhalt
 
Einfaches Prozedere

Gedörrte Posamenter Zwetschgen

Handarbeit wird grossgeschrieben

Fussballfieber

Heim-Posamenter

Das Ende

Posamenter-Infos

Bezugsquelle

Vorschau

Archiv

 

 Dörren nach alter Sitte – auf dem Blech im Backofen.
Einfaches Prozedere

Jetzt ist der Absatz für die Bauern garantiert. 15 Lieferanten von Hochstamm-Zwetschgen im Baselbiet verarbeiten heute diese Zwetschgensorte. Bei der Familie Schweizer in Buus werden die kleinen Zwetschgen geerntet, halbiert, entsteint und dann - nach alter und einfacher Methode - im Ofen getrocknet bzw. gedörrt.  


 Die gedörrten Zwetschgen werden in der Konditorei bearbeitet.
Gedörrte Posamenter Zwetschgen

Im Rahmen der Förderung traditionell handwerklich hergestellter, regionaltypischer Nahrungsmittel galt es, einen Konditor zu finden, der sich dem überlieferten Zwetschgentörtchen annimmt und damit auch ein gewisses Risiko eingeht. Man fand in Ernst Schmid aus Zunzgen einen Konditor, der sich dafür begeistern liess und mit seinen Söhnen und Angestellten mit grossem Engagement aus den angelieferten Dörrzwetschgen die inzwischen äusserst beliebten Posamenter Zwetschgentörtli hergestellt.



 Die aromatische Zewtschgenfüllung aus dem Dressiersack.
Handarbeit wird grossgeschrieben

Dieses Slow-Food-Produkt wird vor allem durch Coop gefördert. Dank der regelmässigen Abnahme dieses Grossverteilers ist es möglich, die Posamenter Zwetschgentörtchen in einem Umfang zu produzieren, die sowohl den Bauern als auch dem Konditor ein gesichertes Zusatzeinkommen garantieren - und somit diese Tradition neu zu beleben. Törtchenboden und -deckel sind aus Mürbeteig, die Zwetschgenmasse besteht aus Zwetschgen, Zucker und Wasser und wird im Cutter (Blitz) vermantscht. Mittels Dressiersack wird der Teig mit der Zwetschgenmasse aufgefüllt.


 Frisch aus dem Ofen: An Abnehmern fehlt es nicht …
Fussballfieber

Weshalb ausgerechnet Posamenter Zwetschgentörtchen zum Thema EURO2008, haben Sie sich vielleicht gefragt? Nun, das Schweizerkreuz sympolisiert unsere Nation. Und ganz bestimmt werden neben anderen auch Bäcker und Konditoren so einige Einfälle zu dieser Thematik haben - von den Fussball-Pralinées bis zu Fussballtor-Torten … Die Slow-Foot-Paramenter-Zwetschgentörtchen gehören ebenfalls dazu!


 Webstuhl bzw. «Bändelstuhl» in der Bauernwohnstube.
Heim-Posamenter

Sogar im Baselbieter-Lied werden die Heim-Posamenter, die «BändelmacherInnen» besungen: «… Die einte mache Bändel, die andre schaffe s'Feld».
Im Jahr 1546 nahm aus einer materiellen Notlage heraus die Seidenband-Weberei im Baselbiet und im Fricktal ihren Anfang. 1800 gab es, neben den Webstühlen in den verschiedensten Band-Webereien, 3000 Bauernfamilien, die als Heim-Posamenter arbeiteten. In der Hochblüte um 1880 gingen bereits über 5000 Bauernfamilien diesem für sie überlebenswichtigen Nebenerwerb nach.




 Hutbändel waren im 18. Jahrhundert absolut in - bis der Bubikopf Einzug hielt.
Das Ende

Spazierte man durch die Dörfer, hörte man aus allen Bauernhäusern die lauten Webstühle, auch «Bänderstüel» genannt. Mit der Bubikopf-Mode und auch durch die Modeveränderungen an sich nahm die Nachfrage nach Hut- und anderen Seidenbändern rasant ab. 1972 beispielsweise gab es nur noch 60 Webstühle im Kanton Baselland. Die Bandherstellung hat sich heute vor allem auf die Verpackungs- und Dekorationsindustrie fokussiert - man denke nur an Orstereierbänder und Ähnliches.

Posamenter-Infos

Im Buch «Modeband» finden Sie Interessantes und Schönes über die Posamenterei und die Mode.

Textil- und Seidenbandsammlung Museum.BL
Amtshausgasse 7
CH-4410 Liestal
Tel. +41 61 906 44 71
www.museum.bl.ch

Förderung von Produkten von Hochstammbäumen aus dem Tafeljura: www.posamenter.ch, E-Mail: info@erlebnisraum-tafeljura.ch 




 Bäckermeister Ernst Schmid schiebt die Posamenter Zwetschgentörtchen in den Ofen.
Bezugsquelle

Direktbezug bei:

Bäckerei-Konditorei
Ernst Schmid (-Pfeiffer)
Hauptstrasse 58
CH-4455 Zunzgen BL

Tel. 061 971 51 51
Fax 061 971 75 81
ernst.schmid@beckschmid.ch

Weiter Infos auch bei Coop unter: www.coop.ch/slowfood


 

Der Käser Willi Schmid aus Lichtensteig stellt Blauschimmelkäse her.

Vorschau

Am Montag, 9. Juni 2008, fährt das al dente Filmteam ins Toggenburg und schaut bei der Herstellung eines Blauschimmelkäses zu.


 In unserem Filmarchiv finden Sie Informationen zu früheren Filmbeiträgen.
Archiv

Erdbeer-Joghurt aus Hochfelden
Toggenburger Blauschimmelkäse
Fernweh rund ums Mittelmeer
Smoothies - Essen oder Trinken?
Tessiner Tofu
Kirschstängeli
Posamenter Zwetschentörtchen
Waadtland: Hechte aus dem Genfersee
Bauernkost ab Hof
Zimt aus Sri Lanka
Lobster - Hummer aus Amerika
Adventsfenster
Tortenkünstlerin Wencke Schmid
Quitten - das vergessene Obst
Trüffel aus der Schweiz
Mohnöl - aus Flawil SG
Mohnöl - aus Flawil SG
Bärendreck aus Kalabrien
Zuckereili
Integration von Migrantinnen und Migranten
Zincarlin - Slow Food
Marillenessig
Raz el Hanut
Fasnachtschüechli
Pasta
Churer Beinwurst
Dresdner Christstollen
Asphaltschinken
Salz aus Trapani
Kastanienhonig
Walliserbrot
Cranberrys
Pilzsuche
Arganöl
Römerfest
Sirup
Juniorenkoch-Nationalmannschaft
Kräuter-Raritäten
Culatello
Spargeln
Strausse
Tartufo
Blumenfrauen
Damastmesser - ein uraltes Handwerk
Rapsöl - das Öl aus einer alten Kulturpflanze
Schoggi-Osterhasen: Handgefertigt
Gazosa - In-Getränk aus dem Tessin
Salame aus dem Säulimamt
Currywurst: Ein Stück Berliner Esskultur
Suurchäs: eine Rheintaler Besonderheit
Hopfen: die Blüte fürs Bier
Donuts
Valentinstag
Meerrettich
Mobile Militärküche
Kandierte Veilchen
Linsen
Büffelmozzarella
Ananas - Königin der Früchte
Zitronat-Zitrone: vom Himalaya ans Mittelmeer
Biodiversität - frisch vom Hof
Rückblick auf 200 mal al dente
L'Etivaz - der Käse von der Alp
Linzertorte - 300 Jahre alt und noch immer zart
Schokoladenträume und -kreationen aus Bougy-Villars / VD
Macarons – süss und zerbrechlich
Slow Food Bienenhong von einheimischen Dunklen Bienen
Wildschwein-Spezialitäten aus dem Malcantone
Münsterkäse AOP zertifiziert - aus den Vogesen.
Tropenhaus Frutigen
Engadiner Leckerbissen
Gruyère d'Alpage AOC
Güggeli
Swiss Cowboys
Heubrot
Grosses Kino
Ratafià
Dinner in the Sky
Räuchern
Feuerzangenbowle
Harissa - nordafrikanisches Feuer
Farina bóna
Car-Cooking
Kaffee einst und heute
Schulküche
Fleischkäse - der Käse, der keiner ist
Curry - die Gewürzmischung
Fischen hoch zu Ross
Läckerli: das süsseste Basler Geheimnis
Pain Paillasse
Kakao, die Speise der Götter
Marzipanfrüchte: unecht, aber süss!
Ostschweiz - ein Genusspaket
Leinenweberei
Dörrbirnen
Bio-Bauern
Silberbesteck - wieder im Trend
Marroni - Seelenfutter für eisige Tage
Datteln aus Tunesien





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