Ob Bohnen, Erbsen, Linsen oder Sojabohnen: Hülsenfrüchte galten über Jahrhunderte hinweg als Grundnahrungsmittel - weltweit. Sie wuchsen überall, waren billig und erst noch sättigend. Die Auswahl ist riesig: Allein bei den Bohnen existieren über 100 Sorten, die sich in Form, Farbe, Geschmack und Nährstoffgehalt teils stark unterscheiden. Und die Linsen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde.
Gerade weil sie billig, schmackhaft und darüber hinaus wertvolle Eiweisslieferanten sind, wurden Hülsenfrüchte häufig etwas abschätzend als Fleisch der Armen bezeichnet und in industrialisierten Ländern zunehmend vom Speiseplan verdrängt. Wer erinnert sich nicht an das arme Aschenputtel, das Linsen aus der Asche lesen musste! Mit zunehmendem Interesse an der aussereuropäischen Küche erfreuen sich Linsen, Bohnen, Erbsen & Co. erneut grosser Popularität. Sie sind zum wichtigen Fleischersatz geworden und stehen selbst bei Gourmetköchen hoch im Kurs.
Die Auswahl an alten Sorten ist auch bei Hülsenfrüchten riesig.
Alte Sorten neu entdeckt
Um alte, teils fast vergessene Sorten vor dem Aussterben zu bewahren, baut die Stiftung Pro Specie Rara seit einigen Jahren Hülsenfrüchte wieder neu an. Darunter Spezialitäten und Raritäten wie Lupinen, gestreifte Linsen und Crimson-Linsen. Dieser Versuchs- und Lustgarten befindet sich an schönster Lage auf dem Schloss Wildegg im Aargau und ist öffentlich zugänglich. Hier werden auch seltene Sorten von Gemüse, Beeren, Getreide und Kräutern kultiviert. Alljährlich im Frühling findet eine Raritätenschau samt Samenverkauf statt (Daten auf Anfrage bei Pro Specie Rara).
Schloss Wildegg: Märchenhafte Aussicht auf Pflanzen und Historie.
Hier werden Sie fündig
Pro Specie Rara Pfrundweg 14 5000 Aarau Tel. 062 823 50 30 www.psrara.org/