Sie ist ein verkanntes und fast vergessenes Obst: die Quitte. Aussen ist die Frucht fein und flauschig, was ihr auch schon den Namen Baumwollapfel eingetragen hat. Es gibt allerdings auch birnenförmige Quitten. Welche Form auch immer: Innen sind die Früchte steinhart!
Die samtigen, gelben Quitten - sie gehören zu den Rosengewächsen - sind ein Symbol für Schönheit und (wie die Rosen) ein Sinnbild für die Liebe.
Kein Wunder, haben Künstler die Frucht in unzähligen Stilleben immer und immer wieder verewigt. Heute ist die Schöne hierzulande leider durch Feuerbrand - eine Pflanzenkrankheit - gefährdet.
Quittenwürfel am Kochen.
Roh macht keinen froh
So wie ihre feine Haut ein weiches Innenleben vortäuscht, macht uns auch der feine, sinnliche Duft der reifen Quitte etwas vor: Geschmack.
Die Frucht schmeckt aber roh überhaupt nicht. Erst gegart entwickelt sie ihr unvergleichliches Aroma.
Das Quittenmus wird dick.
Geliert ungeniert
Quitten sind reich an Pektinen, einem pflanzlichen Gelier- und Verdickungsmittel. Die Früchte eignen sich deshalb ausgezeichnet zur Herstellung von Konfitüren oder Gelees - Letztere als Brotaufstrich oder schnittfeste Quittenpaste.
Bäuerin Gertrud Preisig stellt das Quittenmus zum Trocknen beiseite.
Beste Pästli
Solche Quittenpästli stellt auch die Bäuerin Gertrud Preisig im appenzellischen Schwellbrunn her. Das gekochte und gezuckerte Fruchtmus wird - etwa einen Zentimeter dick - auf ein Blech gestrichen und dann auf dem Ofen getrocknet.
Dorfladen Schwellbrunn.
Bezugsquelle
Quittenpästli und andere Quittenprodukte wie Konfitüren, Gelees, Sirupe und Liköre sind erhältlich bei:
Familie Preisig
Landersberg
9103 Schwellbrunn (Appenzell)