Verjus, das ist - wie der Name (jus vert) schon sagt - der Saft grüner, unreifer Trauben. Schon im Mittelalter war er als Würze und Medizin beliebt. Bei uns lange unbekannt, hat ihn nun der junge Walliser Winzer Diego Mathier aus Salgesch wieder entdeckt.
Schon im August erntet der vife Weinbauer die grünen Trauben. Statt sie - wie früher - einfach liegen zu lassen, verarbeitet er sie zu Verjus. Das Schneiden der Reben bringt zudem eine höhere Qualität der Weine. Der beschnittene Rebstock konzentriert seine Kraft auf weniger Trauben.
Trockeneis und Trauben.
Presse-Arbeit
Nach der Ernte werden die säuerlichen, unreifen Trauben gequetscht und gepresst.
Trockeneis verhindert, dass die Früchte oxidieren und sich verfärben.
Die noch grünen Trauben werden mit den Stielen gequetscht und gepresst.
Fein säuerlich
Schliesslich wird der frische, saure Saft sorgfältig gefiltert, unvergoren pasteurisiert und dann abgefüllt.
Herr und Frau Mathier probieren den Verjus so ernsthaft wie ihre Weine.
Frisch, raffiniert und mild
Diego Mathier und seine Frau Nadia degustieren den neuen Verjus. Er wird in der Küche anstelle von Zitronensaft und Essig verwendet. Der grüne Saft schmeckt allerdings milder und raffinierter als jener der Zitrusfrucht. Und eignet sich beispielsweise ausgezeichnet zum Abschmecken und Verfeinern von Saucen.
Weinberge in der Walliser Gemeinde Salgesch.
Bezugsquelle
Adrian Mathier
Nouveau Salquenen AG
Bahnhofstrasse 50
3970 Salgesch