Donuts sind ein süsses, frittiertes Gebäck aus Hefeteig. Heute werden Donuts oft als amerikanisches Traditionsgebäck bezeichnet. Der Sage nach wurden sie jedoch von holländischen Einwanderern während der Kolonialzeit durch Zufall entdeckt, als eine Kuh einen Topf mit heissem Öl umstiess und das Öl sich über eine bereitstehende Teigmasse ergoss.
Mit der Erfindung der ersten Donut-Maschine in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts traten die süssen Teig-Kringel ihren Siegeszug von New York aus an und eroberten die Herzen der Gebäckliebhaber auf der ganzen Welt. Heute werden in den USA jährlich über 10 Milliarden Stück produziert und verkauft.
Donatli-Donuts werden noch von Hand ausgestochen.
Weshalb haben Donuts ein Loch?
Erklärungen, weshalb die Donuts in der Mitte ein Loch haben, gibt es viele. Welche stimmt, ist der Phantasie eines jeden Einzelnen überlassen. Einige Historiker sind der Meinung, dass durch das Loch in der Mitte des Gebäcks Teig und somit auch Kosten gespart werden sollten. Andere sagen, das Loch im Teig sei eine vorbeugende Massnahme gegen Krankheiten gewesen, weil in der damaligen Zeit oft in der Mitte des Gebäcks ein Teil des Teiges nach dem Backen roh blieb und somit eine Quelle für die Verbreitung von Infektionskrankheiten war. Als Letztes wird noch von einem Mann berichtet, der jeweils die Nüsse, die die Frau in die Mitte des Gebäcks steckte, herausdrückte, weil er diese nicht mochte. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.
Donuts werden frittiert.
Hättens Sies gewusst?
Donuts müssen nur ca. drei Minuten im heissen Fett gebacken werden, weil sie durch das Loch in der Mitte eine grössere Oberfläche haben als Berliner. Deshalb wird von den Donuts beim Backen nur etwa halb so viel Fett aufgenommen.
Kinder lassen beim Dekorieren ihrer Phantasie freien Lauf.
Donatli - ein Lebensgefühl
Eigentlich ist Stephan Rathgeb Journalist. Bei einer Dienstreise in Amerika entdeckt er jedoch seine wahre Leidenschaft, das Donut-Backen. Er beschliesst, aus dem amerikanischen Junkfood ein Feingebäck zu machen, und tüftelt ein halbes Jahr an seinem Geheimrezept, das von einem Donut-Bäcker aus Texas inspiriert ist. Herausgekommen sind «Donatli» in verschiedensten Formen und Farben. Sie werden mit viel Liebe von Hand zubereitet. Das Wichtigste, abgesehen von den Zutaten, ist die Zeit, die man für die Produktion investiert. Rund zwei Stunden dauert es, bis das Gebäck fertig ist und anschliessend noch warm über die Gasse verkauft werden kann.
Stephan Rathgeb im Verkaufsfenster seiner Donutbäckerei in Meilen.
Bezugsquelle
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