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Kulinarischer Film
 
 
Vom Himalaya ans Mittelmeer

Sie gehört zur Gattung der Zitrusfrüchte und kommt wie diese ursprünglich aus Asien, von den Ausläufern des Himalaya: die Zitronat- oder Zedrat-Zitrone. Bereits vor Jahrhunderten hat sie die lange Reise über die Seidenstrasse nach Europa angetreten. Für eine Verbreitung im gesamten Mittelmeerraum sorgten später die Juden. Sie verwendeten bzw. verwenden die Zitronat-Zitrone für religiöse Feste, allen voran für das herbstliche Laubhüttenfest.
 

 
     
 
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Dicke Schale ohne innere Werte

Kalabrien und seine Cedri

Touristisch interessant ...

... und kulinarisch appetitlich!

Infos

Vorschau

Archiv

 

 Gut eingepackt: Zedrat-Zitrone mit dicker, aber wertvoller Schale.
Dicke Schale ohne innere Werte

Kulinarisch wichtig ist die Zitronat-Zitrone - anders als ihre Verwandten Orange und Zitrone - nicht aufgrund ihrer «inneren Werte»: Sie verfügt weder über viel Saft noch über viel Fruchtfleisch. Weit mehr Bedeutung kommt ihrer intensiv grünen Schale zu. Diese ist ziemlich dick und wird zu Zitronat (z.B. für Panettone), Konfitüre und Likör - ähnlich dem Limoncello - verarbeitet. In Süditalien werden viele Desserts und Süssigkeiten mit Zitronat-Zitronen aromatisiert bzw. veredelt: Kuchen, Torten, Granite, Cremen, Glacen und Cassata.


 Gepflegt und gehegt: Cedri-Feld in Kalabrien.
Kalabrien und seine Cedri

Besonders hochwertige Zitronat-Zitronen wachsen in der Region Kalabrien: an der Riviera dei Cedri (Küste der Zitronat-Zitronen) an der Tyrrhenischen Küste. In den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden hier Zitronat-Zitronen (ital. Cedri) im grossen Stil auf Hunderten von Hektaren kultiviert. Fast die Hälfte der jährlichen Produktion ging damals in den Export nach den USA.

Doch die (Hand-)Arbeit auf den Feldern ist beschwerlich und langwierig, die Preise konnten und können mit jenen der (Billig-)Konkurrenz aus Übersee auf Dauer nicht mithalten. Inzwischen ist die jährliche Ausbeute auf knapp 10t Cedri geschrumpft, viele Kulturen verwildern zusehends. Verschiedene lokale Organisationen und Kartelle wie die Accademia del Cedro und das Consorzio del Cedro versuchen deshalb mit Events, Rezepten und Informationen eine breite(re) Öffentlichkeit für diese uralte Pflanze zu sensibilisieren.


 Ursprüngliche Landschaft: Nationalpark Pollino im kalabresischen Hinterland.

Bild: Luca Raimondi
Touristisch interessant ...

Wer mehr über Cedri und deren Bedeutung für Kalabrien erfahren möchte, dem sei eine Reise entlang der Costa dei Cedri empfohlen. Die Küste zwischen Tortora und Paola ist landschaftlich ebenso schön wie interessant, der Nationalpark Pollino im Hinterland eines der grössten Naturschutzgebiete Europas. In der Umgebung des Ortes Santa Maria del Cedro sind kleine und grössere Zitronat-Zitronen-Kulturen beheimatet. Die stattlichen Früchte - ein einzelnes Exemplar kann bis zu 7kg wiegen (!) - wachsen an niedrigen Bäumen und Sträuchern. Zur Erntezeit im Spätherbst kann ein Zitronat-Zitronen-Strauch bis zu  150 Cedri tragen!


 Strand, Meer und gutes Essen: Diamante in Kalabrien.
... und kulinarisch appetitlich!

In den Restaurants und Lebensmittelgeschäften entlang der Costa dei Cedri gibt es eine Vielzahl von Spezialitäten mit Zitronat-Zitronen zu probieren und zu kaufen. Ebenso interessant und typisch für die Region sind Peperoncini! Die kleinen, heissen Schoten sind aus der kalabresischen Küche nicht wegzudenken. Häufig werden sie in Restaurants unaufgefordert separat gereicht; so bestimmt jeder Gast den Schärfegrad von Pasta & Co. selbst. Ein Highlight für Fans der «heissen» Küche ist das jährliche Peperoncino-Festival im Küstenort Diamante Anfang September - ein Fest für Augen und Sinne!


 Malerische Marina im kalabresischen Städtchen Diamante.
Infos

Infos über Zitronat-Zitronen, Peperoncini (Italienisch)

Consorzio del Cedro di Calabria
Corso del Tirreno 243
I-87020 S.Maria del Cedro
Tel. +39 985 42 598
www.cedrodicalabria.it

Accademia del Peperoncino
Via Fausto Gullo 1.
I-87023 Diamante
Tel. +39 985 81130 
www.peperoncino.org

Infos über das touristische Kalabrien (Deutsch)

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Uraniastr. 32
8001 Zürich
Tel. 043 466 40 40
www.enit.ch
E-Mail: zurich@enit.ch


 Aus dem Blütenstand entsteht später die Ananasfrucht.
Vorschau

Bananen und Ananas waren die ersten exotischen Früchte, welche unsere Menüs bereicherten. Heute haben Banane und Ananas viel Konkurrenz bekommen. Kein Wunder: Exotische Früchte schmecken herrlich, sind reich an Vitaminen und geben vielen Rezepten eine besondere Note. In unserer nächsten al dente Sendung haben Ananas, Mango, Papaya und andere Exoten einen Hauptauftritt.

Mehr dazu in der Sendung von Montag, 10. Mai, 20.05 Uhr, SF 1.


 In unserem Archiv finden Sie Informationen zu früheren Filmbeiträgen.
Archiv

Erdbeer-Joghurt aus Hochfelden
Toggenburger Blauschimmelkäse
Fernweh rund ums Mittelmeer
Smoothies - Essen oder Trinken?
Tessiner Tofu
Kirschstängeli
Posamenter Zwetschentörtchen
Waadtland: Hechte aus dem Genfersee
Bauernkost ab Hof
Zimt aus Sri Lanka
Lobster - Hummer aus Amerika
Adventsfenster
Tortenkünstlerin Wencke Schmid
Quitten - das vergessene Obst
Trüffel aus der Schweiz
Mohnöl - aus Flawil SG
Mohnöl - aus Flawil SG
Bärendreck aus Kalabrien
Zuckereili
Integration von Migrantinnen und Migranten
Zincarlin - Slow Food
Marillenessig
Raz el Hanut
Fasnachtschüechli
Pasta
Churer Beinwurst
Dresdner Christstollen
Asphaltschinken
Salz aus Trapani
Kastanienhonig
Walliserbrot
Cranberrys
Pilzsuche
Arganöl
Römerfest
Sirup
Juniorenkoch-Nationalmannschaft
Kräuter-Raritäten
Culatello
Spargeln
Strausse
Tartufo
Blumenfrauen
Damastmesser - ein uraltes Handwerk
Rapsöl - das Öl aus einer alten Kulturpflanze
Schoggi-Osterhasen: Handgefertigt
Gazosa - In-Getränk aus dem Tessin
Salame aus dem Säulimamt
Currywurst: Ein Stück Berliner Esskultur
Suurchäs: eine Rheintaler Besonderheit
Hopfen: die Blüte fürs Bier
Donuts
Valentinstag
Meerrettich
Mobile Militärküche
Kandierte Veilchen
Linsen
Büffelmozzarella
Ananas - Königin der Früchte
Zitronat-Zitrone: vom Himalaya ans Mittelmeer
Biodiversität - frisch vom Hof
Rückblick auf 200 mal al dente
L'Etivaz - der Käse von der Alp
Linzertorte - 300 Jahre alt und noch immer zart
Schokoladenträume und -kreationen aus Bougy-Villars / VD
Macarons – süss und zerbrechlich
Slow Food Bienenhong von einheimischen Dunklen Bienen
Wildschwein-Spezialitäten aus dem Malcantone
Münsterkäse AOP zertifiziert - aus den Vogesen.
Tropenhaus Frutigen
Swiss Cowboys
Engadiner Leckerbissen
Gruyère d'Alpage AOC
Ratafià
Schulküche
Heubrot
Grosses Kino
Harissa - nordafrikanisches Feuer
Dinner in the Sky
Feuerzangenbowle
Kaffee einst und heute
Güggeli
Farina bóna
Car-Cooking
Dörrbirnen
Fleischkäse - der Käse, der keiner ist
Curry - die Gewürzmischung
Fischen hoch zu Ross
Läckerli: das süsseste Basler Geheimnis
Pain Paillasse
Kakao, die Speise der Götter
Marzipanfrüchte: unecht, aber süss!
Bio-Bauern
Ostschweiz - ein Genusspaket
Leinenweberei
Datteln aus Tunesien
Dreikönigskuchen - luftig und süss
Silberbesteck - wieder im Trend
Marroni - Seelenfutter für eisige Tage





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