Mit ihrer Blattkrone hat die gelb-grüne Frucht wirklich etwas Königliches. Ursprünglich stammt sie aus Südamerika und soll Christoph Columbus, als er 1493 auf der Insel Guadeloupe ankam, als Gastgeschenk überreicht worden sein. Heute wird die Ananas in allen tropischen Zonen angebaut. Die exotische Frucht ist aber nicht nur als Dessert beliebt, sondern dient auch der Gesundheit.
In der Mitte der rosettenförmig angeordneten, spitzen Blätter wächst die Ananasblüte. Eigentlich sind es viele einzelne Blüten, die in spiralförmigen Reihen rund um den Stil angeordnet sind. Die Ananasfrucht besteht aus vielen einzelnen Beeren, die zusammengewachsen sind. Im Zentrum des Fruchtfleisches befindet sich die faserige, harte Blütenstandsachse.
Vermehrt wird die Ananas vegetativ durch Stecklinge, die aus den Blattachseln oder den Wurzeln der Ananaspflanze hervorwachsen.
Ein Ananasfeld in Ghana in Westafrika.
Sortenvielfalt
Ananas wächst in den tropischen Zonen rund um den Erdball. In den Anbaugebieten gibt es viele lokale Sorten, die sich nicht für den Export eignen. Bei den Schweizer Detailhändlern findet man vor allem die Sorten Smooth Cayenne, die eine grünliche Schale hat, und die neuere Züchtung Extra Sweet mit gelblicher Schale und hohem Zuckergehalt
Hauptanbaugebiete für frische Ananas sind heute Costa Rica für den amerikanischen sowie Afrika und die Philippinen für den europäischen Markt.
Aufschneiden der Ananas auf dem Feld.
Ananas: süss und gesund
Noch auf dem Feld wird der Zuckergehalt bestimmt, um den optimalen Erntezeitpunkt zu erwischen.
Einmal geerntet reift die Ananas aber nicht mehr nach. Ananas enthält ungefähr gleich viele Kalorien wie Äpfel, viel Vitamin C und E, Spurenelemente und Enzyme. Vor allem das eiweissspaltende Enzym Bromelain fördert die Verdauung und wirkt gegen Entzündungen.
Ananasernte auf der Bomarts Farm.
Beliebte Exotin
Während die Arbeiter auf einem Teil der Farm die reifen Früchte ernten, stehen auf dem Nachbarfeld die Pflanzen in voller Blüte. Jährlich werden weltweit über 18 Millionen Tonnen Ananas produziert. Rund 70 Prozent der Welternte werden direkt in den Herkunftsländern als Frischfrüchte verkauft. Ananas hat das ganze Jahr Saison. 150 Tage nach der Blüte ist die Ananas reif für die Ernte. Der Erntezeitpunkt lässt sich so vorausplanen und auf die Konsumgewohnheiten der Kundinnen abstimmen. Hochsaison für Ananas ist in der Schweiz die Weihnachtszeit.
Fairer Handel, ein Modell mit Zukunft.
Bomarts - fair produzierte Ananas aus Ghana
Fairer Handel heisst, dass die Bauern für ihre Produkte einen gerechten Preis bekommen. In der Schweiz stammen rund 10 Prozent der Frischananas aus fairem Anbau. Unter dem Namen Bomarts produziert eine Farm in Ghana faire Ananas für den Schweizer Markt. Neben einem höheren Lohn für die Arbeiter geht ein Teil des Mehrpreises, den die Kunden in der Schweiz für die Max-Havelaar -Ananas bezahlen, in die Bomarts Fairtrade Premium Stiftung. Die Arbeiter auf der Bomarts Farm bestimmen, welche Projekte aus den Stiftungsgeldern finanziert werden sollen.
Schweizer Geld für einen Brunnen in Afrika.
Ohne Wasser kein Leben
Auf der Hitliste der Projekte stehen Brunnen für die Dorfgemeinschaft ganz oben. Fliessendes Wasser zu Hause ist für weite Teile der Bevölkerung Afrikas ein unerreichbarer Luxus. Die Gemeinschaftsbrunnen helfen mit ihrem sauberen Wasser Krankheiten wie Durchfall oder Cholera zu verhindern. Da die neuen Brunnen oft näher bei den Dörfern liegen, müssen die Kinder die Wassereimer nicht mehr so weit nach Hause tragen und haben mehr Zeit zum Spielen und Lernen.
Der neue Kindergarten.
Geld für eine bessere Zukunft
Ein weiterer Wunsch der Arbeiter auf der Bomarts Farm war ein Kindergarten, in dem ihre noch nicht schulpflichtigen Kinder betreut werden. Über 50 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren lernen hier lesen, schreiben und rechnen und erhöhen damit ihre Chancen auf eine bessere Zukunft.
Die Max-Havelaar-Ananas - eine gerechte Königin der Früchte.
Susanne Kunz, Sven Epiney, Röbi Koller (v.l.n.r.).
Vorschau
al dente feiert seine 200. Sendung und lädt zum grossen Party-Buffet ein. Star des Abends ist ein Braten, der in Grösse und Zusammensetzung Kultstatus erreichen dürfte.
In der Jubiläumssendung versuchen sich die TV-ModeratorenSusanne Kunz und Röbi Koller die Preise für einen guten Zweck abzujagen.
Auf keinen Fall verpassen: Montag, 31. Mai, 20.05 Uhr, SF1.
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