Betty Bossi Homepage
  
      Login  
         einloggen   
  
 
Kulinarischer Film
 
 
L’Etivaz - der Käse, der nach Alpen schmeckt

Er war der erste Schweizer Käse mit der AOC-Auszeichnung. Kein Wunder, denn der L’Etivaz aus den Waadtländer Alpen ist von Natur aus ein Bio-Produkt. Die Milch dazu kommt nur im Sommer ins Chessi. Während dieser Zeit kauen die Kühe ausschliesslich feine Alpengräser, die dank besonderer Atlantik-Luftmassen hier oben besonders schmackhaft werden. Und genau dieses Aroma macht den L’Etivaz aus.
 

 
     
 
Seiteninhalt
 
Muskelkraft und Kopfarbeit

Frühe Tagwacht

Natürlichkeit ist Trumpf

Feuer und Eis

Fichtenbretter und Brandzeichen

Infos

Archiv

 

 Rund 2800 Tiere sömmern auf den Alpweiden von L’Etivaz.
Muskelkraft und Kopfarbeit

Das Melken allein macht noch keinen Käse. Die Arbeit auf der Alp ist hart und vielseitig. Neben dem Käsen muss gemistet, Feuerholz gehackt, das Heu eingebracht und gegen die Verbuschung der Weiden gekämpft werden. Und am Abend, während die Kühe gemütlich im Gras liegen und wiederkäuen, muss der Käser hinter die Buchführung. Aber seine Hauptaufgabe bleibt die Herstellung eines feinen Käses nach allen Regeln der Kunst - und des Bio-Suisse-Labels.


 Die Hütte von Michel Mottier ist 300 Jahre alt. Sie zu renovieren, hiesse ihr den Charme zu nehmen.
Frühe Tagwacht

Nach dem Aufstehen kommen zuerst die Kühe an die Reihe. Denn die Käseherstellung ist Morgenarbeit. Während die Milch im Chessi wärmer wird, die Masse sich langsam von der Sirte scheidet, gibts bei Michel Mottier Kaffee, Brot, Käse und Niidle - und ein Ritual: Rund um den Tisch wird mit dem geschnitzten Löffel an den Rand des hölzernen Rahmhafens geklopft. Das soll dem Käser Glück bringen. Wenn die nötigen 56 bis 57 Grad im Chessi erreicht sind, wird das Rührwerk abgestellt. Steckdosen gibt es hier oben auf 1380 Metern übrigens nicht, der Strom kommt vom Akku.


 Szenen wie aus einem Gotthelf-Film: Aber die Romantik bedeutet harte Arbeit.
Natürlichkeit ist Trumpf

Für die Herstellung des Alpkäses L’Etivaz AOC gelten strenge Regeln. Ein wichtiger Teil davon ist die Kunst des Holzfeuers, das die Milch erwärmt. Die natürlich entrahmte Abendmilch wird im grossen Kupferchessi mit der Morgenmilch vermischt. Dann wird eine Starterkultur aus natürlichen Milchfermenten beigemischt und das vom Käser vorbereitete Lab hinzugegeben. Es besteht aus Enzymen, die ausschliesslich aus dem Labmagen von jungen Kälbern stammen. Sie dürfen keinerlei genetisch veränderte Organismen enthalten.


 Ein Käser darf nicht hitzeempfindlich sein. Er muss immer wieder in die heisse Masse greifen.
Feuer und Eis

Die Käsemasse aus den riesigen Chessi zu heben, ist Muskelarbeit. Immer wieder taucht Michel Mottier seine nackten Arme in den heissen Brei. Zwischendurch spritzt er sich mit eiskaltem Wasser ab. Das genüge, um die Hitze zu vertreiben, erklärt er fachmännisch. Dann wird die Masse in die Formen gefüllt, damit sie abtropfen kann.


 Jeder Laib wird mit einer Marke versehen. Sie gibt Auskunft über die Herkunft und das Herstellungsdatum.
Fichtenbretter und Brandzeichen

In den Kellern reifen die Käselaibe auf ungehobelten Fichtenbrettern. Täglich werden sie mit Salz abgerieben, das ebenfalls aus dem Waadtland stammt, aus der Saline von Bex. Alle fünf Tage werden die Laibe gewendet und kommen erst nach mindestens sieben Monaten in den Verkauf. Vorher bekommt jeder Käse eine sogenannte Kaseinmarke mit dem Namen des Produzenten und dem Herstellungsdatum. Seit dem Alpabtrieb 2005 prägt auch ein Brandzeichen die Laibe des wunderbar chüschtigen L’Etivaz aus den Waadtländer Alpen.


 Für den grossen Alpabzug im Herbst werden die Kühe herausgeputzt.
Infos

Seinen Namen verdankt der Käse dem gleichnamigen Dorf L’Etivaz im Herzen der Waadtländer Alpen. Wegen seines feinen Aromas, welches von den vielen zarten Gräsern und Kräutern stammt, wird er auch Gruyère der Alpen genannt.

Wer den Geschmacksunterschied feststellen will: Den Waadtländer Käse L’Etivaz AOC gibt es in jeder grösseren Coop Filiale.


Text: Elisabeth Schwander


 In unserem Archiv finden Sie Informationen zu früheren Filmbeiträgen.
Archiv

Erdbeer-Joghurt aus Hochfelden
Toggenburger Blauschimmelkäse
Fernweh rund ums Mittelmeer
Smoothies - Essen oder Trinken?
Tessiner Tofu
Kirschstängeli
Posamenter Zwetschentörtchen
Waadtland: Hechte aus dem Genfersee
Bauernkost ab Hof
Zimt aus Sri Lanka
Lobster - Hummer aus Amerika
Adventsfenster
Tortenkünstlerin Wencke Schmid
Quitten - das vergessene Obst
Trüffel aus der Schweiz
Mohnöl - aus Flawil SG
Mohnöl - aus Flawil SG
Bärendreck aus Kalabrien
Zuckereili
Integration von Migrantinnen und Migranten
Zincarlin - Slow Food
Marillenessig
Raz el Hanut
Fasnachtschüechli
Pasta
Churer Beinwurst
Dresdner Christstollen
Asphaltschinken
Salz aus Trapani
Kastanienhonig
Walliserbrot
Cranberrys
Pilzsuche
Arganöl
Römerfest
Sirup
Juniorenkoch-Nationalmannschaft
Kräuter-Raritäten
Culatello
Spargeln
Strausse
Tartufo
Blumenfrauen
Damastmesser - ein uraltes Handwerk
Rapsöl - das Öl aus einer alten Kulturpflanze
Schoggi-Osterhasen: Handgefertigt
Gazosa - In-Getränk aus dem Tessin
Salame aus dem Säulimamt
Currywurst: Ein Stück Berliner Esskultur
Suurchäs: eine Rheintaler Besonderheit
Hopfen: die Blüte fürs Bier
Donuts
Valentinstag
Meerrettich
Mobile Militärküche
Kandierte Veilchen
Linsen
Büffelmozzarella
Ananas - Königin der Früchte
Zitronat-Zitrone: vom Himalaya ans Mittelmeer
Biodiversität - frisch vom Hof
Rückblick auf 200 mal al dente
L'Etivaz - der Käse von der Alp
Linzertorte - 300 Jahre alt und noch immer zart
Schokoladenträume und -kreationen aus Bougy-Villars / VD
Macarons – süss und zerbrechlich
Slow Food Bienenhong von einheimischen Dunklen Bienen
Wildschwein-Spezialitäten aus dem Malcantone
Münsterkäse AOP zertifiziert - aus den Vogesen.
Tropenhaus Frutigen
Swiss Cowboys
Engadiner Leckerbissen
Gruyère d'Alpage AOC
Ratafià
Schulküche
Heubrot
Grosses Kino
Dinner in the Sky
Räuchern
Feuerzangenbowle
Kaffee einst und heute
Güggeli
Farina bóna
Car-Cooking
Dörrbirnen
Fleischkäse - der Käse, der keiner ist
Curry - die Gewürzmischung
Fischen hoch zu Ross
Läckerli: das süsseste Basler Geheimnis
Pain Paillasse
Kakao, die Speise der Götter
Marzipanfrüchte: unecht, aber süss!
Bio-Bauern
Ostschweiz - ein Genusspaket
Leinenweberei
Datteln aus Tunesien
Dreikönigskuchen - luftig und süss
Silberbesteck - wieder im Trend
Marroni - Seelenfutter für eisige Tage





Seite drucken
 
 








© 2012 Betty Bossi AG