Raps wird schon seit Jahrhunderten wegen des hohen Ölgehaltes seiner Samenkörner kultiviert. Ursprünglich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde zur Gewinnung von Speise- und vor allem Lampenöl verwendet. In Mitteleuropa wird Raps etwa seit dem 14. Jh. angebaut, aber erst ab dem 17. Jh. in grösserem Stil.
Rapsfelder können mit modernen Mähdreschern abgeerntet werden.
Ernte
Die Ernte beginnt ca. Mitte Juli und kann nur bei trockenem Wetter erfolgen. Der Mähdrescher drischt die Körner aus den Schoten und trennt sie vom Stroh. Dieses wird gehäckselt und als Dünger auf den Feldern belassen. Bevor die Rapskörner zu Öl verarbeitet werden, müssen sie noch gereinigt und getrocknet werden. Die Rapspflanze ist mit dem Kohl verwandt, deshalb riechen abgeerntete Rapsfelder auch stark nach Kohl.
Leuchtend gelbe Rapsblüten.
Wann blüht der Raps?
Raps wird von Mitte August bis Anfang September ausgesät. Bis Ende Oktober bildet die Rapspflanze eine dichte Wurzel und Blattmasse, welche im Winter den Boden vor Erosionen schützt. Ab Ende April leuchtet der blühende Raps in hellem Gelb und kündigt definitiv den Frühling an. Die Rapsernte beginnt ca. Mitte Juli und kann nur bei trockenem Wetter erfolgen. Das Stroh wird gehäckselt und auf den Feldern belassen. Es ist ein sehr guter Dünger für den Boden und seine Organismen.
Aus diesen Samen wird später das Rapsöl gewonnen.
Ölpressung
Die gereinigte Rapssaat wird ausschliesslich durch mechanischen Druck und die Bewegung der Samenkörner in einer kleinen, sich kontinuierlich drehenden Schneckenpresse gewonnen.
Das Öl der Familie Kressibucher wird nur einmal kalt gepresst (Temperatur unter 30 Grad) und anschliessend mehrmals gefiltert. Es enthält keinerlei chemische Zusätze oder Farbstoffe.
Rapsöl: Ein wertvolles Schweizer Naturprodukt.
Geschmack und Verwendung
Rapsöl hat einen leicht nussigen Geschmack. Die bitteren Noten früherer Rapsöle sind bei den heutigen Züchtungen nicht mehr vorhanden. Kalt gepresstes Rapsöl sollte dunkel gelagert und nicht stark erhitzt werden, weil es viele hitzeempfindliche, mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Es eignet sich vor allem für die kalte Küche, hervorragend für Salatsauchen, Dipps und Marinaden.
Familie Kressibucher im thurgauischen Lanzenneunforn.
Bezugsquelle
Naturoel GmbH Veronika und Daniel Kressibucher Im Sulz 8506 Lanzenneunforn