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Saison

 
 
Trauben: Süsse Power für alle Fälle

Üppige Trauben, dunkelblau oder zartgrün, versüssen uns jetzt den Spätsommer. Die prallen Früchte kommen aus den Mittelmeerländern zu uns und bringen uns nicht nur saftigen Genuss, sondern auch wertvolle Vitamine. Trauben schmecken immer: zum Frühstück, zu zartem Fleisch und zum Dessert.
 

 
     
 
     
 
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Saftige Herbstschönheiten

Vielseitig verwendbar, süss und pikant

Tafeltrauben - die Minderheit

Biotrauben auf dem Vormarsch

Kinder mögen keine Kerne

Blau oder weiss?

Trauben: Reif kaufen - kühl lagern!

Rezept: Champagnersauce zu Kalbfleischröllchen

Archiv

 

 Für jeden Geschmack gibt es die richtige Sorte Tafeltrauben.
Saftige Herbstschönheiten

Herbstzeit ist Traubenzeit, gelbgrün und blau locken die saftigen Trauben an den Marktständen, im Quartierladen und beim Grossverteiler. Die Haupterntezeit der Trauben dauert in unseren Breitengraden von August bis Ende Oktober. Einige frühe Sorten reifen schon im Juni.

Die einen mögen die kleinen, kernenlosen, die anderen wollen grosse, saftige Früchte, und weitere bevorzugen biologisch angebaute Beeren. Für alle gibt es das Passende! Ist die Wahl der Traube getroffen, so kommt es zur nächsten Entscheidung: Wird sie als frisches Obst, als Teil einer Mahlzeit oder eines Gerichts verspeist?


 Zum Frühstück, zum Dessert oder zu gebratenem Fleisch: Trauben sind immer eine Gaumenfreude.
Vielseitig verwendbar, süss und pikant

Frische Trauben schmecken gut als Zwischenverpflegung für Gross und Klein, sie verfeinern Blatt- oder Käsesalate und sie ergänzen eine Käseplatte. Ja selbst zum warmen Käse passen sie: Die Beeren halbiert zur Raclettekäsescheibe geben und in den Ofen schieben.

Pikante Gerichte mit Wild, wie etwa ein Hirschgeschnetzeltes mit Trauben und Kastanien, wie auch mit Geflügel erhalten mit Trauben zusätzliche Frische und Süsse. Wer zum Abschluss einer Mahlzeit etwas Feines mit Trauben auftischen will, hat die Wahl zwischen Fruchtsalat oder Muffins mit Trauben, einem Trauben-Haselnuss-Auflauf oder einem Traubenkuchen. Die Trauben werden bei Letzterem roh mit einer Creme auf den vorgebackenen Mürbeteigboden gelegt. Selbst zum Frühstück muss man nicht auf sie verzichten, sei es ganz einfach als Frucht im Müesli oder dann verarbeitet in einem Traubengelee.


 Zum Trinken eigentlich zu schade, aber: Nur jede zehnte Traube wird als Frucht gegessen.
Tafeltrauben - die Minderheit

Von der weltweiten Traubenproduktion gelangt nur etwa jede zehnte Traube auf den Esstisch, die Mehrheit wird zu Wein verarbeitet. Tafeltrauben aus Schweizer Anbau gibt es erst seit wenigen Jahren, denn auch hierzulande werden hauptsächlich Weintrauben produziert. Vor gut 30 Jahren waren Tafeltrauben in einigen Familien noch ein seltener Genuss, es war vor allem die Regina aus Italien erhältlich. Eine in der Schweiz sehr bekannte Traube, die weisse Chasselas, verarbeitet(e) man hauptsächlich zu Wein, als Tafeltraube kam sie in den Handel, wenn die Ernte zu reichlich ausfiel. Im Wallis werden jährlich 350 Tonnen dieser Sorte geerntet.

Die Schweiz importiert pro Jahr rund 40'000 Tonnen Tafeltrauben. Der Grossteil der in der Schweiz verspeisten Tafeltrauben wächst in Italien. Im Wallis und im Thurgau laufen Bestrebungen, der Tafeltraube mehr Anbaufläche zu geben. Der Vorteil der einheimischen Trauben ist der kürzere Transportweg, so ist es den Produzenten viel eher möglich, reife Früchte in den Verkauf zu bringen. Ausserdem ist es für die einheimischen Produzenten finanziell interessant, ein gefragtes Nischenprodukt anzubauen.


 Ein feines Dessert aus Tafeltrauben der einheimischen Sorte Muscat bleu.
Biotrauben auf dem Vormarsch

Insgesamt werden in der Schweiz auf ca. 9 Hektaren biologische Tafeltrauben angebaut, grösstenteils in der Westschweiz. Führend ist mit rund 50% die Muscat bleu, ergänzt wird das Sortiment an kleinbeerigen Trauben durch Nero und Muscat de la Birse (Birstaler Muscat). Die weissen, grossbeerigen Lilla, Angela und Fanny schätzen die Konsumenten ebenso.

Interessanterweise bevorzugt die Kundschaft die gross- gegenüber den kleinbeerigen, ob weiss oder blau, ob konventionell oder biologisch angebaut. Seit wenigen Jahren ist die biologisch angebaute Traube auch bei den Grossverteilern anzutreffen. 2005 kamen neun Tonnen in den Verkauf. Das sieht nach viel aus, deckt aber nicht einmal ein Fünftel der nötigen Menge, denn insgesamt isst jede der 7,5 Mio. Personen in der Schweiz rund 7kg Trauben pro Jahr.


 Kernenlose Trauben haben keinen bitteren Nachgeschmack.
Kinder mögen keine Kerne

Kernenlose Trauben stammen von den alten griechischen Korinthertrauben ab. Die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr. Bei den weissen Sorten gibt es die sehr süsse Sultana (aus ihr werden die Sultaninen gemacht), Perlette, Thompson Seedless und Sonaka Seedless. Zu den blauen gehören die Flame Seedless, Red Flame, Flame Tokay und Ribol.

Es gibt nur wenige kernenlose Traubensorten, die aber v.a. von Kindern bevozugt werden. Weshalb? Der leicht bittere Geschmack eines angebissenen Kerns und überhaupt die Existenz eines Hartkörpers im saftigen Fruchtfleisch empfinden viele als störend. Bitterkeit wird ausserdem seit Menschengedenken als Warnzeichen für Ungeniessbarkeit betrachtet: Was bitter ist, könnte schädlich, ja sogar giftig sein und wird instinktiv nicht gern gegessen.

Text: Alexandra M. Rückert


 Früher eine seltene Delikatesse, heute in vielen Sorten erhältlich: Blaue und weisse Tafeltrauben.
Blau oder weiss?

Optisch und kulinarisch gibt es für jeden Geschmack die passende Traube:

Weisse Sorten:
  • Die Regina mit mittelgrossen Beeren stammt aus Italien, der Geschmack ist dezent, zwischen leicht säuerlich bis süss.
  • Die Uva Italia kommt aus Italien und Spanien zu uns. Sie hat einen sehr süssen Geschmack und eine zarte Haut, die einzelnen Früchte sind recht gross.
  • Die Aledo (New Cross) ist eher eine spätere Sorte aus Spanien mit weicher Haut.

Blaue Sorten:

  • Die Alphonse Lavallée und die Paglieri sind wichtige dunkle Sorten aus Italien und Frankreich.
  • Der gute Geschmack der blauen Michele Palier erhält nur bei gut ausgereiften Früchten seinen Höhepunkt. Auch sie wächst in Italien.
  • Die Regina Nera ist das dunkle Pendant zur Regina und kommt aus Italien und Griechenland.
Wer seiner Verdauung etwas zu Liebe zu tun möchte, der isst Trauben mit den Kernen, denn so nimmt man zusätzliche Ballaststoffe auf und kurbelt damit die Verdauung an.


 Trauben sollen möglichst reif gepflückt, kühl gelagert und schnell gegessen werden.
Trauben: Reif kaufen - kühl lagern!

Trauben reifen nach der Ernte nicht nach, d.h., wenn die Trauben unreif gepflückt werden, wird der Geschmack mit der Zeit nicht besser. Zu Hause sollen die Trauben atmen können, idealerweise hat der Behälter Lüftungsschlitze, oder man nimmt die Trauben aus dem Plastiksack und legt sie in einen Papiersack. Die optimale Lagerungstemperatur ist bei 5-7 Grad im Gemüsefach des Kühlschranks oder im dunklen, kühlen Keller. Die Trauben kurz vor dem Essen mit lauwarmem Wasser waschen. Und zwar nicht die einzelnen abgepflückten Beeren, sondern die ganze Traube, die Beeren am Stiel, denn sonst werden die wasserlöslichen Vitamine weggespült.


 Diese Champagnersauce zu Kalbfleischröllchen ist eine Hommage an die Trauben.
Champagnersauce zu Kalbfleischröllchen

In diesem zauberhaften Rezept aus dem Buch «Feine Saucen und passende Gerichte» kommen Trauben gleich doppelt zu Ehren: einmal in Form von prickelndem Champagner und als i-Tüpfelchen noch als ganze Beeren.

Champagnersauce zu Kalbfleischröllchen

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Muttertag: Genuss mit Herz
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Trauben: Süsse Power für alle Fälle
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