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Schweizer Küche

 
 
Hackbraten: Alle Tage Sonntag!

Wer bei Hackbraten die Nase rümpft, ist selber schuld! Zwar gilt Hackbraten landläufig als Arme-Leute-Sonntagsbraten, aber die schier unendlichen Zubereitungsarten machen das Hackfleischgericht zu einem Gaumenschmaus für Gourmets. Die Eigenschaften «günstig» und «köstlich» ergänzen sich beim Hackbraten zu einer genussvollen Sinfonie.
 

 
     
 
     
 
     
 
Seiteninhalt
 
Hackbraten: Ergiebig und abwechslungsreich

Hackfleisch: Die Qualität machts!

Kein Einerlei mit Dreierlei

Hackbraten: Thema mit Schweizer Variationen

Internationale Hackbraten-Trends

Rezept: Falscher Hase mit Herz

Das neue Buch: «Gschnätzlets & Ghackets»

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 Der Sonntagsbraten für jeden Tag: Hackbraten ist nie langweilig und schmeckt Jung und Alt.
Hackbraten: Ergiebig und abwechslungsreich

Ob man ihn nach dem Rezept der Grossmutter zubereitet oder lustvoll neue Kreationen mischt - Hackbraten ist nie langweilig! Ist er einmal im Ofen, kann man sich in aller Ruhe den Beilagen oder den Gästen widmen. Besonders beliebt ist der unkomplizierte Braten auch bei Kindern, weil er sich mühelos mit der Gabel zerteilen lässt. Ganz nebenbei kann man in der Fleischmasse auch noch das eine odere andere Gemüse «verstecken», das die Jungmannschaft sonst kategorisch verschmäht! Mit einer sämig feinen Sauce oder klarem Bratenjus und Beilagen nach Wahl ist das beliebte Menü perfekt, ohne dass das Haushaltsbudget über Gebühr strapaziert wird.

Übrigens: Auch für kleine Haushalte lohnt sich die Zubereitung eines üppigen Hackbratens: Er schmeckt nämlich auch kalt wunderbar, z.B. fein geschnitten auf einem Stück Brot. So lässt sich das Sonntagsfeeling auch am Montag noch als Sandwich mit ins Büro transportieren.


 Hackfleisch sollte möglichst rasch verwendet werden.
Hackfleisch: Die Qualität machts!

Der Begriff Hackfleisch stammt aus der Zeit, als man das Fleisch noch mit dem Messer fein hackte. Heute werden die Fleischstücke durch den Fleischwolf gedreht, doch der Effekt ist derselbe: Durch die Zerkleinerung wird selbst das zäheste Fleisch geniessbar. Das heisst nicht, dass im Gehackten nur «Abfallfleisch» verwertet wird.

Das Zerkleinern hat einen Nachteil: Das gehackte Fleisch wird anfälliger für Keime und verdirbt schneller als ganze Fleischstücke. Im Umgang mit Hackfleisch sollte man deshalb besonderes Augenmerk auf die Hygiene legen. Je frischer das Fleisch verwendet wird, desto besser schmeckt es, desto unbedenklicher ist der Genuss. Gehacktes Fleisch sollte bis zu seiner raschen Verwendung bei maximal 2°C im unteren Teil des Kühlschranks (nicht in der Gemüseschublade!) aufbewahrt werden, dort ist es am kältesten.


 Lustvolles Kneten von Hand (ohne Fingerringe!) macht den Hackbraten schön kompakt.
Kein Einerlei mit Dreierlei

Auch für einen Hackbraten braucht es qualitativ gutes Fleisch, Fleischwolf hin oder her. Je nach Vorliebe mischt man gehacktes Rind-, Kalb- und/oder Schweinefleisch gründlich untereinander. Die Dreierlei-Mischung ist sinnvoll: Schweinfleisch macht den Braten saftiger, Rindfleisch aromatischer und Kalbfleisch feiner.

Für die nötige Feuchtigkeit und den Zusammenhalt der Fleischmasse gibt man je nach Rezept Ei, eingeweichtes und ausgedrücktes, altbackenes Weissbrot, Hartweizengriess, Paniermehl und/oder Kalbsbrät dazu.

Fantasie macht den Braten unwiderstehlich: Zwiebeln, Knoblauch, Rüebli, Kürbis, Pilze, Käse oder Tofu, alles fein gehackt oder gerieben, verpassen dem Hackbraten die ganz persönliche Note des Kochs oder der Köchin. Damit der Braten mit allen Zutaten schön kompakt bleibt, muss die Masse ausgiebig geknetet werden. Am besten und lustvollsten geht das von Hand.


 Eine von vielen beliebten Variationen: Der Hackbraten im Schlafrock.
Hackbraten: Thema mit Schweizer Variationen

Schweizerinnen und Schweizer sind Hackbraten-Fans. Die Variationen sind fantasievoll und unerschöpflich! Eine schweizerische Spezialität ist die Beigabe von Kalbsbrät in die Fleischmasse. Als Bindemittel kommen eingeweichtes Weissbrot und Eier zum Einsatz.

Der Hackbraten wird entweder zu einem Laib geformt oder in einer Cakeform geschmort, ja sogar mit Teig umhüllt als «Braten im Schlafrock» macht er eine gute Figur. Die Zubereitung im geschlossenen, ofenfesten Bratbeutel ist etwas aus der Mode gekommen, eignet sich aber nach wie vor sehr gut, weil der Hackbraten dadurch schön saftig bleibt.

Als Beilage gibts Kartoffelstock, Polenta, Risotto oder Teigwaren, dazu raffiniertes Saisongemüse und einen frischen Salat - erlaubt ist, was gefällt!


 Der kleine Bruder aus dem Balkan: Die pikanten Cevapcici werden mit Reis zubereitet.
Internationale Hackbraten-Trends

Hackbraten und Hackfleischbällchen sind eine internationale Angelegenheit. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wo Fleisch als Nahrungsmittel zur Verfügung steht, wird es bis auf die letzte Faser verwertet. So hat jedes Land seine Hackfleischspezialitäten, die Zutaten richten sich jeweils nach dem regionalen Angebot:
  • Im Norden Europas zieht man geschlagenes Eiweiss unter die Fleischmasse. In Norwegen und Russland verwendet man zudem Kartoffelstock - nicht als Beilage, sondern als Lockerungsmittel in der Fleischmasse.
  • In den Küchen Italiens und Griechenlands kommt gekochter Reis in den Braten.
  • In der Türkei verwendet man Hammelfleisch und Bulgur für köstliche Hackfleischgerichte.
  • In Indien bevorzugt man pürierte Linsen als Ergänzung zum Gehackten.
  • Und last, but not least: Ein amerikanischer Hamburger enthält weder Brot noch Ei, bei Bedarf höchstens etwas Wasser.



 Hackbraten mit Hingucker: Der «Falsche Hase» hat ein Ei-Herz.
Falscher Hase mit Herz

Eine besonders hübsche Hackbraten-Variante kommt aus Deutschland: Die Berliner, bekannt für ihren unverwechselbaren Grossstadt-Dialekt, nennen ihren Hackbraten «Falschen Hasen». Diese liebevoll despektierliche Bezeichnung unterstreicht den Arme-Leute-Ruf der beliebten «Riesenbulette des kleenen Mannes». Der falsche Hasenbraten ist eine echte Berliner Spezialität. Seine Besonderheit ist das hart gekochte Ei, das in der Mitte der Fleischmasse quasi als Hasenherz versteckt wird.

Zum Ausprobieren und geniessen: Unser Rezept aus dem neuen Buch «Gschnätzlets & Ghackets» enthält sowohl den «Falschen Hasen» als auch den klassischen Hackbraten mit Rüebli und Sauce.

Text: Gina Graber


 Das neue Buch «Gschnätzlets & Ghackets» bietet eine Fülle an feinen Alltagsgerichten für jedes Budget.
«Gschnätzlets & Ghackets»

Das neuste Betty Bossi Buch ist ein echter Knüller: «Gschnätzlets & Ghackets» bietet Genuss im Alltag im Handumdrehen und gehört in jeden Haushalt! 101 neue, zeitgemässe, kreative Rezepte garantieren Abwechslung und schonen das Budget.

«Gschnätzlets & Ghackets» jetzt zum Aktionspreis für Abonnentinnen und Abonnenten. Profitieren Sie!


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