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Eine Knolle für alle Lebenslagen Kartoffeln sind das wohl vielseitigste Gemüse, das es überhaupt gibt: Butterzarte Salzkartoffeln, feiner Gratin Dauphinois, Rösti in allen Variationen, Pommes frites, Gnocchi oder würziger Kartoffelsalat - die Zubereitungsarten sind unerschöpflich! Kartoffeln begleiten ein zartes Stück Fleisch oder kommen als vollwertiges, vegetarisches Menü auf den Tisch. Sie belasten weder schmale Haushaltsbudgets noch schaden sie der schlanken Linie, sie sind Kraftnahrung und Schonkost in einem. Kurz: Die tolle Knolle ist ein kulinarisches Universalgenie! |
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Aus den Anden nach Glarus Die Kartoffel stammt ursprünglich aus dem Andenländern Peru, Bolivien, Chile und Ecuador, wo sie schon vor über 7000 Jahren von den Indianern als wichtiges Nahrungsmittel in vielen Sorten kultiviert wurde. Mit den Seefahrern gelangte sie im 16. Jahrhundert als Mitbringsel an die europäischen Fürstenhöfe, wo sie zuerst wegen ihrer schönen Blüten als Zierpflanze in den Pärken gehegt und gepflegt wurde. In der Schweiz tauchte sie erstmals 1590 im Glarnerland auf: Schweizergardisten hatten sie aus Italien in ihre Heimat mitgebracht. Den Durchbruch in Europa schaffte das südamerikanische Gewächs während der grossen Hungersnöte im 17. und 18. Jahrhundert, als man infolge der Getreidemissernten die noch ungewohnte Kartoffel vermehrt anbaute. Andererseits verursachte sie selber grosse Not, als es in Irland wegen der gefürchteten Knollenfäule, der Kartoffelpest, vor 1850 mehrmals zu schrecklichen Missernten kam. Über eine Million Menschen verhungerten, wer konnte, wanderte nach Amerika aus. Eine preussische Statistik aus dem Jahr 1900 belegt einen Kartoffelkonsum von jährlich unglaublichen 286kg - pro Person! Im Vergleich dazu sind die aktuellen Zahlen bescheiden: Herr und Frau Schweizer essen aktuell noch knapp 44kg Kartoffeln pro Jahr, der Konsum ist aber ziemlich konstant. |
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Ausgekochtes Früchtchen im Trend Die Kartoffel hat sich von der Überlebensnahrung zum modernen Gemüse gemausert und ist Grundlage für kreative Rezepte. Selbst gewöhnlicher Kartoffelstock wird zum Blickfang, wenn man ihm etwas Farbe und Form verpasst. Verblüffende Kombinationen wie die in Akazienhonig gekochten Kartoffelschnitze harmonieren ausgezeichnet zu Kaninchenragout. Zu zarten Fischfilets passen Zitronenkartoffeln, Pommes Duchesse mit Kakao serviert man zu einem kräftigen Braten und solche mit Orangen natürlich zur Ente! Mit Kartoffeln kann man problemlos jeden Tag im Jahr ein anderes Gericht zubereiten, ohne zweimal dasselbe zu kochen! Je nach Sorte eignen sie sich zum Dämpfen, Backen oder Frittieren. Gekochte Kartoffeln kann man zu einem luftigen Soufflé oder Kartoffelstock weiterverarbeiten, zu festen Gnocchi formen oder als Gschwellti in den Brotteig mischen. Auch als Salat ist sie unentbehrlich: Man stelle sich die Vereinsparty oder den Grillabend ohne Kartoffelsalat vor! Weil die Kartoffel einen dezenten Eigengeschmack hat, kann man sie mit nahezu allen Kräutern und Gewürzen kombinieren. Klassisch zur Kartoffel ist Muskatnuss, aber auch andere exotische und einheimische Gewürze passen wunderbar dazu: Probieren geht über Studieren. |
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Kartoffelrezepte aus aller Welt Die Kartoffel ist nicht nur für moderne kulinarische Höhenflüge gut. In vielen Ländern basieren typische Nationalgerichte auf der unverzichtbaren Knolle:
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Charlotte oder Désirée? Für jedes Kartoffelgericht gibt es die ideale Knolle! Man unterscheidet folgende Kartoffeltypen:
Mehr Infos über Schweizer Kartoffeln finden Sie bei der Branchenorganisation swisspatat. |
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Kartoffeln machen eine gute Figur! Bis vor einigen Jahren war man der Ansicht, dass Kohlenhydrate (Brot, Kartoffeln, Teigwaren usw.) zu einem grossen Teil in Fette umgewandelt werden und zur Zunahme des Fettgewebes beitragen. Zu Unrecht, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen! Was wirklich dick macht, ist, wenn wir zu viel essen und zu viel Fett zu uns nehmen. Ist unser Energieverbrauch zudem durch mangelnde körperliche Aktivität gering, wird die überschüssige Menge im Fettgewebe eingelagert. Kartoffeln sind also keine Übeltäter, im Gegenteil: In einer ausgewogenen Ernährung sollten sie ein fester Bestandteil sein. Sie enthalten neben Wasser auch hochwertiges Eiweiss, Stärke, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Kartoffeln haben ein grosses Volumen, was den Magen füllt und satt macht. Die Kohlenhydrate, die wir essen, werden hauptsächlich zur Energiegewinnung genutzt. Hinweis: Grüne Stellen, Keime und Augen restlos entfernen. Sie enthalten Solanin, das für den Menschen giftig sein kann. |
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Kartoffeln - so süss! Wer meint, nach dem Hauptgang sei Schluss für die Kartoffel, der irrt sich, denn selbst als Dessert macht die Knolle eine gute Figur. Mit einer Kartoffel-Schokoladetorte oder dem Kartoffel-Rahmfladen verblüffen Sie selbst ausgebuffte Dessert-Fans! In Österreich serviert man zum Kaffee Marillenknödel: frische Aprikosen im Kartoffelteigmantel. Doch Vorsicht: Die Kartoffel hat zwar ihren Ruf als Dickmacherin erfolgreich abgelegt, aber so viele süsse Zutaten kann die schlankste Kartoffel kalorienmässig nicht wettmachen. Text: Gina Graber |
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2008: Internationales Jahr der Kartoffel Zu Ehren der Wunderknolle hat die UNO das Jahr 2008 zum Internationalen Jahr der Kartoffel erklärt. Dadurch soll die Bedeutung der Kartoffel als wichtiges Nahrungsmittel in den Entwicklungsländern verdeutlicht werden. Sie ist weltweit ein Basisnahrungsmittel für die ganze Bevölkerung und kann weitgehend dazu beitragen, die Nahrungssicherheit zu gewährleisten und die Armut zu vermindern. Offizielle Website zum Internationalen Jahr der Kartoffel: www.potato2008.org (engl./franz./span.). Zum Internationalen Jahr der Kartoffel gibt die Schweizerische Post eine Sonderbriefmarke zu 85 Rappen mit einem Kartoffelsujet heraus; sie ist ab 4. März erhältlich. Das Grüne Zentrum widmet der Kartoffel ebenfalls eine informative Sonderschau im Rahmen der BEA/PFERD in Bern (25. April bis 4. Mai). Dort kann man den Anbau vom Pflanzgut über das Feld bis zum Teller direkt erleben und die Geschichte der Kartoffel nachvollziehen. Besonders erlebnisreich ist das Eintauchen in eine lange Erdhöhle, vorbei an Kartoffelwurzeln, Knollen, Bodenlebewesen und geheimnisvollen Geräuschen. Weitere Infos siehe www.grueneszentrum.ch. |
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Raffinierte Pommes Anna Zarte Kartoffelscheiben, im Förmchen knusprig gebacken und mit Rosmarin verziert: Pommes Anna sind so einfach wie raffiniert, ein kleines Bijou zum festlichen Menü. Dieses und viele andere gluschtige Kartoffelrezepte finden Sie in unserem Bestseller «Feines aus Kartoffeln». |
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