
| | Der Kirschen-Tschu ist ein kuchenartiger Auflauf und wird kalt gegessen. |
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Fantasievoll: Clafoutis, Mijeule und Tschu
Clafoutis, Tschu, Mijeule und Tütschli - welch spezielle Bezeichnungen! Alle haben eine Verbindung zu Frankreich:
- Clafoutis
Clafoutis ist ein französisches Dessert, das ein Mittelding zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. Es besteht klassischerweise aus Kirschen und einem flüssigen, süssen Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt. Gebacken wird es normalerweise in einer Auflauf- oder Quicheform. Zuerst werden die Kirschen auf den Boden gelegt und dann mit Teig übergossen. Es wird empfohlen, Kirschen mit Stein zu nehmen, da diese den Geschmack verbessern und nicht entsteinte Kirschen den Saft besser in sich behalten. Das Wort soll aus dem Dialekt kommen und für «fixer avec les clous» stehen, also «mit Nägeln befestigen», die Nägel wären in diesem Fall die Kirschen, die aus dem Teig hervorschauen.
Rezept: Kirschen-Clafoutis
- Tschu
Das Wort Tschu steht für ein Gebäck und ist von «chou», dem Kohl, entlehnt: Man verglich die Form eines schön aufgegangenen Küchleins mit der eines Kohlkopfs und übernahm die Bezeichnung für das Gebäck! Beim Tschu handelt es sich um einen Berner Auflauf aus Schwarzbrot, Eiern, Zucker, Kirschen und Mandeln. Zürcher nehmen anstelle des Schwarzbrotes Zwieback. Er wird kalt gegessen.
Rezept: Kirschen-Tschu
- Mijeule
Mijeule ist einfach gesagt ein Brotgratin mit Kirschen, der kalt, lauwarm oder ofenwarm gegessen werden kann. Das Gericht stammt aus dem Jura.
Rezept: Kirschen-Mijeule
- Chriesitütschli
Bei den Chriesitütschli bleibt nicht nur der Kern in der Frucht, nein, der Stiel muss auch noch dran bleiben: Mehrere Kirschen mit Stiel werden durch einen Ausbackteig gezogen und im heissen Fett hellbraun gebacken. Ob wieder die französische Sprache den Namen gab? Tütschen von toucher (berühren)? Solche «gebackene Kirschen» waren schon vor der Gründung der Eidgenossenschaft bekannt!
Rezept: Chriesitütschli
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