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Schweizer Küche

 
 
Kirschen in aller Munde

«Rooti, schwarzi, gibeligääli» - kaum eine Frucht weckt so süsse Kindheitserinnerungen wie die Kirsche! Lassen Sie Ihre Kindheit doch wieder einmal aufleben und geniessen Sie die kurze Kirschen-Saison aus vollen Zügen: Ob als marktfrischer, knackig-gesunder Snack, als süsses Znacht oder als Konfitüre für einen fruchtigen Start in den Tag - Kirschen sind der süsseste Hit der Saison!
 

 
     
 
     
 
     
 
     
 
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Es ist Kirschensaison!

Frisch vom Baum, reif gepflückt

Kirschen - nicht nur zum Dessert!

Fantasievoll: Clafoutis, Mijeule und Tschu

Schweizer Traditionen rund um die Kirsche

Kirschenlinks und Ausflugstipps

Archiv

 

 Knackig-reife Kirschen geniesst man am besten sofort!
Es ist Kirschensaison!

Endlich, es ist so weit, die einheimischen Kirschen liegen verlockend in den Läden, auf den Marktständen oder im Hoflädeli. Wer schöne Kirschen sieht, soll zugreifen, denn die Saison dauert nur etwa zehn Wochen. Je nach Witterungsverhältnissen sind die Kirschen früher oder später reif, normal ist der Zeitraum von Juni bis August. Als Kind, daran erinnert sich wohl jede und jeder, hat man sich die Kirschen an die Ohren gehängt oder ein Wettspucken mit den Kernen gemacht. Wohl kaum jemand hat das Gefühl, während der Saison zu viele Kirschen gegessen zu haben. Kirschen sind in verschiedenen Farben zu haben: gelb, orange, rot, blau bis blauschwarz; geschmacklich gibt es auch Unterschiede, mal zuckersüss, mal fruchtig frisch.


 Die Weichsel eignet sich zum Einmachen, aber auch für gluschtige Kirschenküchlein.
Frisch vom Baum, reif gepflückt

Heutzutage sind die Regionen Aargau (Fricktal), Baselland und Zug die bekanntesten Kirschengebiete. Doch auch in anderen Gegenden sind Kirschen zu haben. Besonders fein schmecken Kirschen, wenn sie prall sind und eine glänzende Haut haben.

In der ganzen Schweiz ist es möglich, Kirschen selber zu pflücken. Einige Bauernhöfe machen auf Schildern am Wegrand oder auf Webseiten im Internet auf diese Möglichkeit aufmerksam. Was macht das Pflücken so speziell? So frische Kirschen wie direkt vom Baum gepflückt gibt es im besten Geschäft nicht, so günstige Schweizer Kirschen sind kaum zu kriegen, das sind nur zwei der Vorteile. Ein weiterer Punkt betrifft die Mitmenschen: Bauern werden so unterstützt und Kinder erleben, woher Nahrungsmittel kommen.

Beim Pflücken und Verarbeiten von roten Kirschen zieht man besser kein weisses T-Shirt an, denn der Saft ist färbend. Roh gegessen werden vor allem Süsskirschen (z.B. Kneller- oder Duronikirsche). Zum Einmachen eignen sich Sauerkirschen, die bekannteste ist die Weichsel. In beiden Gruppen herrscht eine Vielfalt von Aromen. Kirschen sind nur wenige Tage haltbar, einmal gepflückte Kirschen reifen nicht nach.


 Kirschen-Chutney ist vielseitig und passt nicht nur zu indischen Gerichten.
Kirschen - nicht nur zum Dessert!

Kinder und Erwachsene haben sich vorerst satt gegessen an den frischen Früchten. Es sind noch einige Kilos übrig - was tun damit? Es gibt unzählige Kirschenrezepte: Einige haben ein ehrwürdiges Alter, denn Früchte wurden früher viel mehr zu Hauptmahlzeiten verwendet als heutzutage.
  • Kirschen für den Vorratsschrank:
    Neben der Konfitüre kennt man auch die Kirschen-Latwerge, bei der man die gekochten Kirschen durch den Geleesack giesst und erst im zweiten Kochdurchgang mit dem Zucker mischt. Zu einer würzigen, indischen Mahlzeit passt hingegen ein fruchtiges Kirschen-Chutney.
  • Kirschen als Beilage und/oder Hauptmahlzeit:
    Traditionelle Schweizer Gerichte sind etwa die Luzerner Chriesisuppe mit Mehl und Milch, die kalt gegessen wird, und Knöpfli mit Chriesiprägel. Wer den Gegensatz zwischen salzig und süss besonders schätzt, kombiniert Chriesibrägel mit Röschen vom Tête de Moine, dem Käse aus dem Jura.
  • Süsses Znacht oder Dessert?
    Gerichte, die zwischen Hauptgericht und Dessert stehen, sind etwa ein Kirschen-Clafoutis, ein Kirschen-Mijeule oder ein Kirschen-Tschu.



 Der Kirschen-Tschu ist ein kuchenartiger Auflauf und wird kalt gegessen.
Fantasievoll: Clafoutis, Mijeule und Tschu

Clafoutis, Tschu, Mijeule und Tütschli - welch spezielle Bezeichnungen! Alle haben eine Verbindung zu Frankreich:
  • Clafoutis
    Clafoutis ist ein französisches Dessert, das ein Mittelding zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. Es besteht klassischerweise aus Kirschen und einem flüssigen, süssen Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt. Gebacken wird es normalerweise in einer Auflauf- oder Quicheform. Zuerst werden die Kirschen auf den Boden gelegt und dann mit Teig übergossen. Es wird empfohlen, Kirschen mit Stein zu nehmen, da diese den Geschmack verbessern und nicht entsteinte Kirschen den Saft besser in sich behalten. Das Wort soll aus dem Dialekt kommen und für «fixer avec les clous» stehen, also «mit Nägeln befestigen», die Nägel wären in diesem Fall die Kirschen, die aus dem Teig hervorschauen.
    Rezept: Kirschen-Clafoutis
  • Tschu
    Das Wort Tschu steht für ein Gebäck und ist von «chou», dem Kohl, entlehnt: Man verglich die Form eines schön aufgegangenen Küchleins mit der eines Kohlkopfs und übernahm die Bezeichnung für das Gebäck! Beim Tschu handelt es sich um einen Berner Auflauf aus Schwarzbrot, Eiern, Zucker, Kirschen und Mandeln. Zürcher nehmen anstelle des Schwarzbrotes Zwieback. Er wird kalt gegessen.
    Rezept: Kirschen-Tschu
  • Mijeule
    Mijeule ist einfach gesagt ein Brotgratin mit Kirschen, der kalt, lauwarm oder ofenwarm gegessen werden kann. Das Gericht stammt aus dem Jura.
    Rezept: Kirschen-Mijeule
  • Chriesitütschli
    Bei den Chriesitütschli bleibt nicht nur der Kern in der Frucht, nein, der Stiel muss auch noch dran bleiben: Mehrere Kirschen mit Stiel werden durch einen Ausbackteig gezogen und im heissen Fett hellbraun gebacken. Ob wieder die französische Sprache den Namen gab? Tütschen von toucher (berühren)? Solche «gebackene Kirschen» waren schon vor der Gründung der Eidgenossenschaft bekannt!
    Rezept: Chriesitütschli



 Kirschen-Tiramisu aus einheimischen Früchten: Kirschbäume prägen vor allem im Frühling das Landschaftsbild einiger Schweizer Regionen.
Schweizer Traditionen rund um die Kirsche

Wer erleben möchte, welche Arbeit hinter dem Konservieren von Kirschen steckt, aber selber nicht anpacken will, fährt am besten nach Wimmis. In diesem Dorf oberhalb des Thunersees wird einmal pro Jahr das «Chirschmues» gemacht. Kirschenmus wurde auch in anderen Gegenden der Schweiz hergestellt, doch zu beobachten ist diese Tradition nur noch in Wimmis.

Aus Kirschen werden auch sehr haltbare und vielseitig verwendbare Produkte hergestellt, wie etwa das gebrannte Kirschwasser. In 200 Jahre alten Reiseführern wird empfohlen, auf Reisen in die Berge Kirsch mitzunehmen, und zwar entweder um wieder zu Energie zu kommen (ein schlechter Rat!) oder um die müden Füsse damit zu erfrischen. Inzwischen ist die Auswahl an Energielieferanten und Fusspflegemitteln zum Glück besser geworden.

Kirsch kommt - nicht zu knapp - in jede Zuger Kirschtorte sowie in Kirschstängeli vor. Auf der Schweizer Kirschstrasse erfährt man Wissenswertes über Kirschen in der Schweiz in wunderschöner Umgebung: Die Route bewegt sich zwischen Kirschbaumkulturen und Kirschbrennereien und ist in der Innerschweizer Voralpenregion eingebettet. Verschiedene Führungen und Kurse werden angeboten.

Text: Alexandra M. Rückert


 Beim Kirschenpflücken können Sie viele süsse Früchtchen entdecken!
Kirschenlinks und Ausflugstipps


 Aprikose - süsses, frühreifes Früchtchen
Schmorbraten: Gut Ding will Weile haben
Schmorbraten: Gut Ding will Weile haben
Süsse Chilbi-Zeit
Gratins: Genuss mit Guss
Trockenwurst - Liebe bis zum Zipfel
Sommerfrischer Kartoffelsalat
Die Rösti - ein Schweizer Klassiker
«Tour de Soupe» - kulinarische Schweizreise
Auf zum Gipfelsturm
Pikante Wähen - herzhaft gut!
Schoggi-Mousse: Ein Traum wird wahr
Most - sonnengereifter Trinkgenuss
Safranrisotto - mmh, der mundet!
Cakes - die grössten Betty Bossi Hits
Marktfrisch auf den Tisch
Kartoffelstock - der heimliche Star
Raclettegrill - Plausch für alle!
Zum Verlieben: Fotzelschnitten und Vogelheu
Cordon bleu - ausgezeichneter Genuss!
Vermicelles: Süss und zart
Der Zopf - sonntäglicher Zmorge-Genuss
Berner Küche: Bodenständig und gut
Wir schwören auf den Wurstsalat!
Käseküchlein - an jeder Party dabei!
Znüni und Zvieri - mach mal Pause!
Capuns - spezialidad dal Grischun
Ofenguck - Nostalgie auf dem Teller
Fondue: Heiss auf Käse
Neu entdeckt: Voressen
Rüeblitorte - süsser Gruss aus dem Aargau
Apfelküchlein - so fein!
Käseschnitten - zum Dahinschmelzen!
Pfiffig: Fleischvögel
Wow - Wähen!
Zürcher Geschnetzeltes: zünftig gut
Polenta - kulinarischer Gruss aus dem Süden
Kirschen in aller Munde
Aprikose - süsses, frühreifes Früchtchen
Mmmh... Meringue!
Spätzli und Knöpfli: Klein und fein!
Ostergitzi: Ein Fest nach dem Fasten
Süsse Sünden aus dem Vully
Fleischkäse: Delikatesse aus dem Ofen
Fasnachtsgebäck: Feines vor dem Fasten
Hackbraten: Alle Tage Sonntag!
Grandson - Stadt der Genüsse
1. August auf dem Teller
Fischers Fritz fischt Schweizer Fische
Vielfältige Schweizer Spezialitäten
Suppen: Tradition im Trend
Raclette: Gemütlich und unkompliziert!





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