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Inselparadies im karibischen Meer Die Inseln und Inselgruppen der Karibik liegen nördlich des Äquators auf einem rund 3'500 Kilometer langen Bogen im Karibischen Meer. Dazu gehören unter anderem Kuba, Jamaika, Puerto Rico, die Bahamas, Haiti und die Dominikanische Republik. Vergleicht man die verschiedenen Inseln miteinander, unterscheiden sie sich mehr als erwartet in Bezug auf Landschaft, Klima und Vegetation. Viele der Inseln sind vulkanischen Ursprungs und sehr gebirgig. Tropischer Regenwald ist genauso zu finden wie Kakteenlandschaften, Zuckerrohr-Plantagen und Sandstrände. |
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Kulinarischer Inselspaziergang In der Karibik spiegeln sich die historischen Begebenheiten in ihrer Küche wider, wie es kaum in einer anderen Region der Fall ist. Die karibischen Inseln waren vor ihrer Entdeckung durch die Europäer von Indianerstämmen, den Arawak und den Kariben, besiedelt. 1492 ging Kolumbus auf den Bahamas an Land. Damit begann die Besiedelung der Karibik durch europäische Kolonialmächte wie England, die Niederlande, Frankreich, Spanien und Dänemark. Die bisher indianische Küche vermischte sich mit den Einflüssen von Europa. Nachdem die Urbevölkerung beinahe ausgerottet worden war, wurden zahlreiche Sklaven aus Afrika eingeschifft, die ebenfalls ihre lokalen Rezepte und Gerichte auf die Inseln brachten. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen typische Gerichte aus Indien wie Currys, Chutneys, Relishes und Reisgerichte hinzu, da man die Arbeitskräfte für die Plantagen vor allem aus Indien heranschaffte. Die heutige karibische Küche vereint deshalb ganz multikulturelle Zutaten und Gerichte aus Indien, Afrika, Europa und der lokalen, indianischen Küche. |
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Typisch karibisch Das azurblaue Meer um die Inseln bietet eine reiche Palette von Fischen und Meeresfrüchten an und die tropische Flora eine Fülle von exotischen Früchten, die in der karibischen Küche Verwendung finden. Die Süsse der Mango, sämige Avocados, ein Schuss Kokosnuss oder die Kombination von Limetten und Knoblauch - die karibische Küche versteht es wie keine andere, exotische Früchte wie Passionsfrucht oder Papaya in die Zubereitung von Hauptgerichten einfliessen zu lassen. Nebst Fisch und Meerestieren kommt am häufigsten Ziegenfleisch auf den Teller. Ab und zu kommen auch einheimische Wildtiere wie zum Beispiel Leguane in den Kochtopf. Da in der Region eine riesige Auswahl an Chili-Sorten wachsen, würzen die Köche besonders gern mit den scharfen Schoten. Eine weitaus reichere Gewürzpalette als in Europa kommt in der farbenfrohen, karibischen Küche zum Einsatz - indische Mischungen wie Curry oder Garam Masala und einheimische auf der Insel wachsende Gewürze wie Piment, Nelken, langer Koriander, Ingwer, Zimt und Muskatnuss. Zu den Grundnahrungsmitteln zählen ähnlich wie in Indien Reis, Bohnen und Linsengerichte. In der karibischen Küche verwendet man jedoch zusätzlich oft auch Maniok, Süsskartoffeln und Kochbananen als Beilage, was den Ursprung in der afrikanischen Kochkultur hat. Eine wahre kulinarische Sinfonie liefert das Kreolische Jambalaya: Crevetten und Reis harmonieren mit Chilis, Limetten, Cayennepfeffer und vielen anderen aromatischen Gewürzen - ein Genuss für alle Sinne! Rezept: Kreolisches Jambalaya |
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Ab in die Pfanne: Kochbananen Plátanos, Mehl- oder Gemüsebananen, Pisangfeigen oder Kochbananen werden sie genannt, und wie es der Name schon verrät, schmecken sie ungekocht nicht. In der Karibik serviert man sie in allen Variationen - gebraten, frittiert, gekocht oder gegrillt. Kochbananen sind bei uns z.B. im grösseren Coop-Fillialen erhältlich. Beliebt sind die Tostones, das karibische Pendant zu unseren Kartoffelchips: Dazu werden 5mm dicke Bananenscheiben nach dem ersten Frittieren mit einem Brettchen flach gedrückt und nochmals ins heisse Öl gegeben. Etwas einfacher in der Zubereitung und weniger fettig sind die Kochbananen-Chips von Betty Bossi. Tipp: Die grünen Kochbananen schmecken ähnlich wie Kartoffeln, kauft man sie gelb oder leicht braun, geht ihr Geschmack in eine süssere, bananenähnlichere Geschmacksrichtung. Kochbananen sind auf Gemüsemärkten, in Afrika-Läden und bei Grossverteilern erhältlich. Rezept: Chicken-Wings mit Kochbananen-Chips |
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Stark und süss: Süsskartoffeln Wie der Name verrät, hat die orange bis purpurfarbene Süsskartoffel einen hohen Zuckergehalt, ist aber auch reich an Stärke. Sie schmeckt daher süsslich und ihre Konsistenz ist mehlig. Gerade zu scharf gewürzten Fleischspeisen ist es in der Karibik die beliebteste Beilage und sie harmoniert perfekt mit Kokosnuss, Limetten, Zimt und Muskat. Tipp: Wie die Baked Potatoes die Süsskartoffeln in Alufolie einwickeln und dann in die Glut oder den Backofen legen. Ideal für die nächste Grill-Party! Rezept: Süsskartoffeln in der Folie mit Kerbelquark |
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Maniok - «Brot» der Tropen Die geernteten Wurzelknollen des Manioks enthalten Blausäure und sind roh giftig. Gekocht aber ist das stärkehaltige Gemüse ein beliebtes und preiswertes Grundnahrungsmittel in Südamerika, Afrika und Asien. Aus Maniok wird auch Mehl hergestellt, welches man bei einer Glutenunverträglichkeit als Ersatz verwenden kann. Bei der Herstellung von Maniok-Mehl entsteht als Nebenprodukt Tapioka-Mehl (Stärke). Bei uns findet man es vor allem in Asia-Läden. Tipp: Gekochter Maniok kann wie Kartoffeln oder Reis als Beilage zu Fleischgerichten verwendet werden. Unbedingt auch die innere Schale (direkt unter der dicken, braunen Schale) des Wurzelgewächses entfernen. Maniok in Wasser, gleich wie Kartoffeln, aber ohne Salz, ca. 40min. kochen. Zum Würzen Olivenöl mit frisch gepresstem Knoblauch darüberträufeln. |
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Verführerische Cocktails Ein beliebter Likör in der Barszene ist der Curaçao, der nach der gleichnamigen karibischen Insel benannt wurde. Nachdem die Spanier die Insel Curaçao entdeckt hatten, beschlossen sie, Orangen anzubauen. Die Früchte waren ungeniessbar, weil die Bäume mit den Boden- und Wetterverhältnissen nicht zurechtkamen. Schliesslich wurden die Plantagen aufgegeben und die Orangenbäume verwilderten. Es bildete sich über die Jahrhunderte eine eigene Sorte von Bitterorangen heraus, die sich durch ein äusserst intensives Aroma und einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen in der Schale auszeichnet und sich aussergewöhnlich gut für die Herstellung von Likören mit Orangengeschmack eignet. Die Insel gab dem bekanntesten seiner Liköre auch den Namen: Blue Curaçao. Viele der karibischen Inseln bieten optimale Bedingungen für den Zuckerrohranbau. Der daraus gebrannte Rum ist jedoch bei Weitem nicht das einzige alkoholische Getränk, welches aus den internationalen Bars nicht mehr wegzudenken ist. Besonders bekannt sind zwei Rum-Marken aus Kuba: Bacardi und Havanna Club. Zwei weltbekannte Cocktails, die für die Karibik stehen und Rum enthalten, sind der kubanische Mojito und die tropisch-fruchtige Piña Colada! Drinks: Mojito und Easy Colada Text: Jeannine Hegelbach |
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Neu im Programm: Karibische Küche Sie bereiten kulinarische Höhepunkte aus der Inselküche zu: z.B. Piña colada, Crevettensalat, kreolisches Fischgericht, Ananas-Poulet und zum Dessert einen Süsskartoffel-Flan. Die ehemalige Betty Bossi Rezeptredaktorin Margrith Schärli hat ein halbes Jahr auf Curaçao gelebt und ist mit der karibischen Küche bestens vertraut. Die Kurse finden im September statt - ein idealer Zeitpunkt, um sich ein bisschen Ferienstimmung in den Herbst hinüberzuretten! Der aktuelle Kurs: Karibische Küche |
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