Die Schweiz ist ein Käseland, über 450 Sorten werden hierzulande hergestellt. Neben unseren weltweit berühmten Nationalgerichten Raclette und Fondue ist auch die Käseschnitte eine beliebte Spezialität. Fantasievoll kombiniert, wird sie zur Delikatesse für jeden Geschmack - Käseschnitten sind alles andere als altbacken!
Fantasievoll kombiniert, sind Käseschnitten ein überraschender Genuss.
Mmmh, so ein Käse!
Kaum zu glauben, aber wahr: In der Schweiz werden über 450 Käsesorten hergestellt! Viele von ihnen eignen sich hervorragend für eine gute und bewährte Köstlichkeit: die Käseschnitte. Sie ist beliebt, einfach zu backen, nahrhaft und genau das Richtige für viele Gelegenheiten! Und wie lecker der heisse, geschmolzene Käse schmeckt, wenn er auf dem mit Weisswein benetzten Brot schmilzt ... diesen unvergleichlichen Geschmack hat man beim blossen Gedanken daran sofort auf der Zunge!
Wer die Käseschnitte nicht in den Menüplan integriert, weil er sie sozusagen altbacken findet, darf sich positiv überraschen lassen: Mit den Grundzutaten Käse und Brot und ausgewählten weiteren Zutaten, wie Gemüse, Früchten oder Fleisch und natürlich Kräutern, können Sie moderne Käse-Überraschungen auf den Tisch zaubern!
Die beliebten Käseschnitten aus geriebenem Käse und Eiern: Da lacht das Herz!
Thema mit Variationen
Die Käseschnitte ist ein Thema mit Variationen, ein hieb- und stichfestes «So wirds gemacht» trifft man kaum an. Eine Zubereitungsmethode besteht darin, das mit Milch oder Wein beträufelte Brot mit einer Käsemasse zu bestreichen. Dazu gibt man dem geriebenen Käse Mehl und verklopfte Eier bei. Die Schweizer Armee kocht nach diesem Rezept, und auch die «croûtes au fromage», die Käseschnitten aus der Romandie, werden so zubereitet. Der fertigen Masse verpasse man noch einen Schuss Pfeffer, je nach Gusto kann es auch Muskat oder Paprika sein. Mag man die Käsemasse lieber feuchter und luftiger, kann man das Eiweiss schlagen, bevor man es dem Käse unterzieht. Und wenn Sie ein Liebhaber von Knoblauch und Zwiebeln sind: Beides passt perfekt in die sämige Käsemischung!
Käseschnitten, so wie sie beispielsweise die Zürcher Kochlehrerin Elisabeth Fülscher im berühmten «Fülscher-Kochbuch» erwähnt, zeichnen sich dadurch aus, dass das Brot mit zirka anderthalb Zentimeter dicken Käsescheiben belegt wird. Welchen Käse man wählt - zu empfehlen sind Emmentaler, Tilsiter oder Appenzeller -, bleibt dem Geschmack überlassen.
Wer seine Schnitten gerne mit ganzen Scheiben belegt, aber auf ein feines Ei trotzdem nicht verzichten will, kann die Käseschnitte nach Emmentaler Art wählen: Sie wird selbstredend mit Emmentaler Käse und Schinken, Fleischkäse oder Speck zubereitet. Die fertig gebackenen Käseschnitten - zehn bis 15Min. bei 220°C - werden mit einem in der Zwischenzeit gebratenen Spiegelei belegt und mit Paprika bestäubt. Das ist im Übrigen auch der Unterschied zwischen dem Croque Monsieur, der mit geriebenem Käse und gekochtem Schinken hergestellt wird, und der Croque Madame: Sie wird mit einem Spiegelei serviert. Oft werden aber auch Käseschnittenvariationen mit Gemüse, zum Beispiel Spargeln, als Croque Madame bezeichnet.
Toast Hawaii: Der Traum von der Südsee aus der Konservendose.
Bild: bab.ch/StockFood
Südseetraum aus Deutschland: Toast Hawaii
So exotisch der Name Toast Hawaii klingt - die simple und währschafte Speise wurde in Deutschland erfunden. Dort ist er 1955 sozusagen der Pfanne des Fernsehkochs Clemens Wilmenrod entsprungen, der sich damit im Nachkriegsdeutschland die neu erwachte Sehnsucht nach der grossen, weiten Welt zunutze machte. Er steckte einen Ring Dosenananas und je eine Scheibe Schinken und eine Scheibe Schmelzkäse zwischen zwei Toastbrotscheiben und schob die neue Kombination in den Ofen. Zur Garnitur gabs eine effektvolle, knallrote Cocktailkirsche und etwas süsses Paprikapulver. Kritiker warfen Wilmenrod vor, dass er in seiner Kochsendung viel zu oft mit Dosengemüse hantiert habe, was aber den durchschlagenden und anhaltenden Erfolg des Toast Hawaii nicht zu bremsen vermochte.
«Hawaii» steht heute allgemein für die Kombination von Käse mit Ananas. So erstaunt es nicht, dass sich selbst in Italien längst die Pizza Hawaii oder die Calzone Hawaii grosser Beliebtheit erfreut. Aber auch andere Früchte eignen sich in Kombination mit geschmolzenem Käse. Die Schweizer Antwort auf den Toast Hawaii: Ersetzen Sie Ananas durch Birnen oder Senffrüchte und den Schinken durch Speck, und variieren Sie die Käsesorte - Raclettekäse beispielsweise ist ein besonders heisser Tipp!
Die Käseschnitte für wärmere Tage: Ein feines Sandwich, belegt mit dem Lieblingskäse.
Die «Käseschnitte» für warme Tage
Nicht jedem steht an einem schönen und warmen Spätsommertag der Sinn nach einer heissen Mahlzeit - doch auch in diesem Fall ist die Kombination Brot und Käse gut, gesund und passend. Lassen Sie Ihre Fantasie Purzelbäume schlagen! Bestreichen Sie das Brot zum Beispiel anstatt mit Butter einmal mit Senf, den es in fruchtigen Varianten gibt (z.B. Fine Food Feigen-Senf von Coop) und der prima zu Käse passt. Oder wählen Sie Quark als Brotaufstrich: Mit Senf, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern vermischt, ist er die perfekte Vor- und Unterlage für Käse und allerlei Arten von rohem Gemüse.
Die Käseschnitte all’italiana wird mit Mozzarella zubereitet.
Von weich bis extrahart: Käse hat Klasse!
Egal ob Extrahartkäse, Hartkäse, Halbhartkäse, Weichkäse, Frischkäse oder Schmelzkäse: Bei jeder Gattung gibt es eine Sorte, die sich für Käseschnitten eignet, selbst bei den Frischkäsen. Die Käseschnitten all’italiana werden mit Mozzarella zubereitet, Roquefort schmeckt gut mit Birnen auf dem Brot, mit Winzerkäse stellt man Winzerschnitten her, und Ziegenfrischkäse ergibt zusammen mit Gemüse eine moderne Variante der Käseschnitte. Und wenn man ans Aufeinandertreffen von gebackenem griechischem Schafskäse und Salami auf einer Brotscheibe denkt, läuft einem das Wasser im Mund zusammen ...
Wer sich speziell für Schweizer Käse interessiert, dem seien die «Käsetage Toggenburg» empfohlen, die vom 11. bis 14. September zum dritten Mal stattfinden. Dort wird der Swiss Cheese Award an einen Käsehersteller vergeben, und natürlich gibt es viele Käsesorten zu entdecken.
Das Grundrezept für Käseschnitten lässt sich nach Belieben ergänzen.
Käseschnitten - das Grundrezept
Käseschnitten, wie sie ähnlich in zahlreichen Restaurants, in gemütlichen Alphütten und sogar in der Schweizer Armee serviert werden: Das schnörkellose Grundrezept betont den typischen Geschmack der feinen Käsesorten. Die Schnitten können aber auch mit Früchten, Schinken oder Speck ergänzt und gewürzt werden - jedem Käsefan seine ganz persönliche Variante!