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Rezept-Geschichte

 
 
St. Galler Bratwurst: Genuss mit zwei Zipfeln

«Die berühmteste St. Gallerin» ist köstlich, denn man kann sie essen - aber bitte ohne Senf! Die St. Galler Bratwurst ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, und es gibt sie in drei Grössen, je nach Anlass und Appetit. Die besondere Wurst mit langer Tradition hat jetzt Hochsaison, denn es ist OLMA-Zeit, Zeit für einen gluschtigen Blick in den äussersten Nordosten der Schweiz.
(Bild: Fotodienst OLMA - Regina Kühne)
 

 
     
 
     
 
Seiteninhalt
 
Jetzt gehts um die Wurst!

Senf? Nur für Banausen!

Der gute Ruf der Wurst

Bratwurst mit Tradition und Geschichte

Die perfekte Bratwurst

OLMA 2008 - Gastkanton Waadt

Rezept: Bratwürste mit Knusperzwiebeln

Archiv

 

 St. Gallen ist Unesco-Welterbe-Stadt und berühmt für ihr prächtiges, barockes Kloster.

Bild: swiss-image.ch/Heinz Schwab
Jetzt gehts um die Wurst!

Wer im Herbst durch die Messehallen der OLMA schlendert, wird früher oder später dem Duft von gegrillten Bratwürsten folgen. Wer kann da schon widerstehen, wenn sich die knusprig braunen Würste so verlockend auf dem Grillrost präsentieren und ihr feiner Duft durch die schmalen Gassen der Stadt weht? Zum Glück gibt es die Spezialität aus der Unesco-Welterbe-Stadt nicht nur während der OLMA-Zeit!


 Senf zur Wurst ist für einmal verpönt: Eine echte St. Galler Bratwurst will ohne Senf gegessen werden.
Senf? Nur für Banausen!

Selbst wer seine Wurst in echtem St. Galler Dialekt bestellt, outet sich schnell als Banause, wenn er zu seiner Bratwurst Senf verlangt, denn Saucen oder Senf würden nur den Geschmack der fein gewürzten Bratwurst überdecken. Einzig und allein zu Rösti wird mit der Zwiebelsauce eine Ausnahme gemacht!

Dafür kommen wir nebst der Wurst in den Genuss der zweitbekanntesten Spezialität der Stadt: des St. Galler Bürlis. Mit der knusprig dunklen Krume und dem feucht-klebrigen Teig im Innern ist das St. Galler Bürli ein würdiger Begleiter zur Bratwurst.

Von der heissen Glut direkt ins Papier gewickelt und mit dem frischen Bürli gereicht, ist die St. Galler Bratwurst der perfekte Imbiss für «über d’Gass». Wen wundert es da, dass sich die Wurst gerade an Stadtfesten und anderen Veranstaltungen grosser Beliebtheit erfreut? An diesen Festen hat sie sich nicht nur einen Namen gemacht, sondern auch zwei Übernamen: Die grösste aller St. Galler Bratwürste, die Kinderfestbratwurst, ist nach dem alle drei Jahre stattfindenden Kinderfest benannt und wiegt stolze 220 Gramm. Die mittlere der drei «Gewichtsklassen» ist die OLMA-Bratwurst mit 160 Gramm, die nach der Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftsausstellung getauft wurde. Und eine ganz normale St. Galler Bratwurst bringt 115 Gramm auf die Waage. Die drei Bratwürste unterscheiden sich einzig im Gewicht; die Zutaten und das Rezept sind bei allen gleich.


 «The famous Bratwurst» - die berühmte Wurst begeistert auch Touristen aus aller Welt.

Bild: Fotodienst OLMA - Regina Kühne
Der gute Ruf der Wurst

Der Ruf der St. Galler Bratwurst klingt weit über die Schweizer Grenzen hinaus. Selbst wer nicht genau weiss, wo die Ostschweizer Stadt liegt, der hat doch vielleicht schon von dem einzigartig aromatischen Geschmack der St. Galler Bratwurst gehört. Die St. Galler dürfen stolz von sich behaupten, wohl die beste aller Schweizer Bratwürste herzustellen.

Touristen besuchen die Stadt, nur um einmal in eine echte St. Galler Bratwurst beissen zu können. Sogar international wirbt St. Gallen-Bodensee Tourismus für «the famous Bratwurst» (die berühmte Bratwurst), und das will etwas heissen! Zahlreiche Gourmets lassen sich die Wurst aus St. Gallen ins Ausland liefern, weil sie nicht mehr auf den unvergleichlichen Geschmack und die typische Konsistenz verzichten wollen.


 Traditionsreiche St. Galler Bratwurst: Das älteste dokumentierte Rezept stammt von 1438.

Bild: Proviande
Bratwurst mit Tradition und Geschichte

Die St. Galler Bratwurst war schon seit dem Mittelalter ein bisschen anders als andere Würste und gerade deswegen besonders. Würste wurden zu jener Zeit nur aus Schweinefleisch hergestellt. Bei der St. Galler Bratwurst aber fügte man auch Kalbfleisch hinzu. Die Wurst wurde und wird aus einem Gemisch aus Schweine- und Kalbfleisch sowie Speck und Milch hergestellt. Das älteste dokumentierte Rezept stammt aus dem Mittelalter und wurde in den Richtlinien der Metzgerzunft 1438 festgehalten. Schon damals war die Metzgerzunft darauf bedacht, bei dieser Wurst spezielle Qualitätsrichtlinien einzuhalten. So musste das Fleisch zum Beispiel von jungen, kastrierten Ochsen stammen, die noch im Besitz ihrer Milchzähne waren.

Das zarte Fleisch der Jungtiere ist eines der Geheimnisse der St. Galler Bratwurst. Ein weiteres, wie man am Geschmack unschwer erraten kann, die spezielle Würzmischung aus Pfeffer, Macis, Zitronengewürz und weiteren Kräutern, die der Metzger der Fleischmasse beigibt. Die rohe Wurst wird vom Metzger für eine halbe Stunde im warmen Wasserbad gebrüht, und dann ist sie fertig für auf den Grill!

Das Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz sammelt das Wissen über traditionelle Nahrungsmittel, die heute konsumiert und produziert werden und die eine besondere Verbindung zur Schweiz haben. Die St. Galler Bratwurst gehört dazu!

www.kulinarischeserbe.ch


 Auch ausserhalb von St. Gallen kommt man in den Genuss der OLMA-Bratwurst.
Die perfekte Bratwurst

Merken Sie sich: Eine St. Galler Bratwurst darf niemals eingeschnitten werden! Wenn man die St. Galler Bratwurst auf dem Grill zubereitet, reisst die Haut von selbst ein, was den perfekten Geschmack ausmacht. Vorsicht ist allerdings geboten bei der Zubereitung in der Pfanne! Die Bratwurst am besten schon eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Dann die Wurst mit einem Gschwellti-Gäbeli leicht einstechen und zusammen mit dem Bratfett in der Pfanne warm werden lassen. Auf mittlerer Stufe beidseitig anbraten, dann die Hitze reduzieren und auf jeder Seite noch ca. 5 Minuten weiterbraten. Auf diese Weise entsteht durch den caramelisierenden Milchzucker keine braune Lederhaut. So bleibt die Wurst innen saftig, und die aufgeplatzte Haut wird appetitlich knusprig.

Die echten OLMA-Bratwürste sind in allen Coop Filialen erhältlich.

Text: Jeannine Hegelbach


 Auch an der diesjährigen OLMA stehen wieder zahlreiche Köstlichkeiten zur Degustation bereit.

Bild: Fotodienst OLMA - Regina Kühne
OLMA 2008 - Gastkanton Waadt

Zum 66. Mal findet diesen Herbst in St. Gallen die traditionelle OLMA, die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung, statt. An der Messe gibt es dieses Jahr besonders viel zu degustieren, probieren und geniessen, stellt sich doch der für seine Tafelfreuden bekannte Kanton Waadt vor. Nebst dem Treiben der OLMA, den Umzügen und Sonderschauen gibt es waadtländische Spezialitäten wie Käse, Saucissons und Wein zu degustieren.

Die OLMA findet vom 9. bis 19. Oktober statt. Die SBB bieten wie üblich ermässigte RailAway OLMA-Kombi-Tickets an.


 Zwiebeln harmonieren zu St. Galler Bratwürsten - aber auch zu gewöhnlichen Kalbsbratwürsten.
Bratwürste mit Knusperzwiebeln

In der Einfachheit liegt die Kunst: Diese Weisheit gilt auch für die Zubereitung der St. Galler Bratwurst. Das Rezept Bratwürste mit Knusperzwiebeln stammt aus dem vergriffenen Betty Bossi Buchklassiker «100 Wunderrezepte»; leider gibt es dazu kein Rezeptbild:

Rezept: Bratwürste mit Knusperzwiebeln


 Ratatouille - c'est si bon!
Dreikönigskuchen: Königlicher Genuss
Dönerkebab - feiner Spiessgesell
Verführerische Torte - Königin der Kuchen
Kurz und gut: Pasta corta
Muffins: klein, aber fein!
Pizza, amore mio!
Götterspeise - paradiesisch gut!
Nussaufstrich, der süsse Muntermacher
Linzer Torte: Schmankerl hinter Gittern
Cremeschnitten - zum Träumen gut!
Dreikönigskuchen: Königlicher Genuss
Pasteten: Raffinierte Wundertüten
Muffins: Klein, aber fein!
Bricelets: Ein süsser Hauch von Nichts
Schwarzwälder Kirschtorte - bitte mit Sahne!
Chateaubriand - edler Genuss für den Grafen
Bagel - kleiner Ring ganz gross!
Das Beste aus Frankreich: Coq au vin
Ratatouille - c'est si bon!
Carpaccio: Diät für die Contessa
Coq au vin
Apfel im Schlafrock - die Enthüllung
Leckerli - süsse Leckerbissen
Flammenkuchen: Savoir-vivre wie im Elsass
Pudding - aus der Form geraten
Beflügelnd gut: Poulet & Co.
Cassata - sizilianische Herrlichkeit
Riz Casimir: Seit 55 Jahren ein Hit
Panettone - mit Liebe gebacken





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