Ob als kleines, feines Häppchen zum Aperitif, als raffinierter Auftakt zu einem Festmenü oder als leckerer Bestandteil eines Tapas-Buffets: Vorspeisen verschaffen sich bei jeder Gelegenheit einen glanzvollen Auftritt. Das neuste Betty Bossi Buch «Schnelle Vorspeisen, Häppchen und Tapas» bietet nun eine wahre Fundgrube mit vielen tollen Ideen für jeden Anlass - wie immer mit der gewohnten Geling-Garantie.
Ein Hors d'œuvre (französisch für Vorspeise) kann sowohl den Auftakt zu einem mehrgängigen Menü machen als auch ein vollwertiges Gericht für sich sein.
Horsd'œuvre: Auftakt auf Französisch
Auf Französisch heisst die Vorspeise Horsd'œuvre, was so viel bedeutet wie «ausserhalb des Werkes», also des Menüs. Im klassischen Menü bildet es den ersten Gang eines Mahls und soll Appetit auf die nachfolgenden Gerichte machen, ohne zu üppig zu sein. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Entrée, das in Wirklichkeit nicht an erster Stelle in der Menüfolge kommt, sondern erst an dritter, nämlich nach dem Horsd'œuvre oder der Suppe und dem Fisch oder einem anderen Gericht. Gelegentlich wird das Horsd'œuvre mit dem Amuse-Gueule oder Amuse-Bouche verwechselt, dem Appetithäppchen, das Spitzenköche ihren Gästen gerne als raffinierten Gruss aus der Küche senden, bevor diese sich dem eigentlichen Menü zuwenden.
Ob Vorspeise oder Häppchen: Die Begriffe werden heute nicht mehr so eng gefasst. Und die kleinen, feinen Gerichte werden längst nicht mehr nur als Auftakt zu einem Festmenü gegessen. Ganz nach dem Vorbild der orientalischen Mezze und der mediterranen Tapas und Antipasti werden sie gerne als vollwertige Begleiter zu einem Glas Wein oder Bier in gemütlicher Runde genossen - und machen weitere Gänge gar überflüssig.
Orientalische Mezze werden zum Aperitif als Vorspeise, als Hauptgang und als Snack gegessen.
Mezze & Co.: Happening mit Häppchen
In Italien heissen sie Antipasti, in Spanien Tapas, im Orient Mezze. Es handelt sich dabei um kleine, aber feine Gerichte, die zum Apéritif, als Vorspeise eines festlichen Dinners, als Hauptgang oder einfach so zwischendurch genossen werden. Erfahren Sie mehr über die Tradition mit den appetitlichen Häppchen in unserem Schwerpunkt-Beitrag «Mezze & Co.: Happening mit Häppchen».
Eine Tortilla darf auf einem echt spanischen Tapas-Buffet nicht fehlen.
Tapas: Deckel mit noch etwas drauf
Tapa heisst so viel wie Deckel, Abdeckung. Einige führen die Bezeichnung auf einen Brauch zurück, der in andalusischen Tavernen üblich war: Um die Fruchtfliegen abzuhalten, sollen Sherry-Trinker ihre Gläser mit Brotscheiben zugedeckt haben. Die Gastwirte sollen dann damit begonnen haben, das Brot mit kleinen Snacks zu beschweren. Und bald schon wurde es üblich, den Sherry mit einer Tapa zu servieren. Noch heute dienen die Tapas vielfach als Deckel: Weil sie in Spanien meistens im Stehen gegessen werden, sieht man sich oftmals gezwungen, seinen Teller aufs Glas zu stellen.
In Spanien ist das Tapas-Essen ein Ritual. Vor dem Mittag- oder Abendessen schlendert man von Bar zu Bar und gönnt sich zum Sherry, Wein oder Bier immer wieder ein Häppchen. Zuweilen ersetzen die appetitlichen Häppchen auch die Hauptmahlzeit. Die Angebotspalette ist gross: Kalte Tapas wählt man an der Theke, warme Tagesspezialitäten bestellt man ab der Schiefertafel. Manche Lokale haben sich auf bestimmte Zutaten oder Gerichte spezialisiert.
Zu den russischen Zakouski gehören u.a. Blini (Pfannkuchen) mit Sauerrahm und Kaviar.
Bild: bab.ch/StockFood
Zakouski: Gastfreundschaft auf Russisch
In Russland gibt es eine ähnliche Tradition. Vor der eigentlichen Mahlzeit werden zu Wodka verschiedene kalte und warme Speisen gereicht. Diese heissen Zakouski und sind eng mit der sprichwörtlichen russischen Gastfreundschaft verbunden. Wenn unangemeldeter Besuch auftaucht, serviert die russische Hausfrau ihren Gästen schnell Wodka und ein paar kleine Plättchen mit Sachen, die sie im Vorrat hat. Während der Besuch etwas zwischen den Zähnen hat, eilt sie in die Küche, um in aller Ruhe das eigentliche Mahl zuzubereiten. Das Wort «zakouska» wird übrigens vom Verb «kousat» abgeleitet, was «beissen, nagen, kauen» bedeutet.
Ein kulinarisches Feuerwerk für die Festtage zündet Betty Bossi mit dem neusten Buch «Schnelle Vorspeisen, Häppchen und Tapas». Ob attraktive Häppchen, kreative Vorspeisen, raffinierte Salate oder ein echt spanisches Tapas-Buffet: Ein unvergesslicher Auftakt zu Ihrer Party oder Ihrem Festessen ist Ihnen gewiss!
Noch nie war es so leicht, eine Vorspeise zum Brillieren auf den Tisch zu zaubern, schwierig ist nur noch die Qual der Wahl. Die delikaten Rezepte im neuen Buch sind schnell und einfach und basieren auf nur wenigen Zutaten - selbstverständlich wie immer mit Geling-Garantie, vielen Tipps und Tricks. Zudem lässt sich vieles prima vorbereiten, sodass viel Zeit für Familie, Freunde und Gäste bleibt. Ein Muss für alle Geniesser und Liebhaber der kleinen, feinen Gerichte!
Betty Bossi Zeitungsabonnentinnen und -abonnenten erhalten das neue Buch jetzt zum Vorzugspreis von CHF 14.90 statt 19.90. Überzeugen Sie sich selbst und probieren Sie ein Rezept aus dem neuen Buch aus:
Zum Anrichten der Häppchen und Tapas eignen sich auch Eierbecher, Gläser und diverse kleine Schalen und Platten.
Gar nicht spiessig: Ideen zum Anrichten
Zu einem gelungenen Apéro oder einem Tapas-Buffet gehören nicht nur appetitliche Rezepte, sondern auch ein stimmiges Ambiente. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks wird auch Ihre Party zum Erfolg:
Stöbern Sie auf Flohmärkten, in Brockenhäusern und Haushaltgeschäften nach geeigneten Schalen, Platten und Tellern. Es darf sich ruhig eine bunte Schar von Einzelstücken auf Ihrem Tisch oder Buffet einfinden!
Verschiedene Spiessli aus Bambus, Holz, Kunststoff oder Metall für Apéro-Beilagen oder Tapas sind gar nicht spiessig, sondern wirken sehr dekorativ.
Richten Sie den Salat und die Suppe einmal in Gläsern und die Häppchen in Eierbechern an! Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, und überlegen Sie, welche kleinen Schalen sich auch noch fürs Anrichten eignen würden.
Tapas und Häppchen lassen sich auch in verschiedenen Löffeln anrichten. Das sieht besonders auf einem Buffet dekorativ aus und ist erst noch platzsparend.