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Tajine - urtümlicher Dampfkochtopf Tajine («daschin» gesprochen) ist nicht nur der Name des Tontopfs mit dem typischen kegelförmigen Deckel, sondern auch die Bezeichnung für Gerichte, die darin zubereitet werden. Das Kochgeschirr aus Lehm wurde schon vor Jahrhunderten von den Berbern, der nomadischen Urbevölkerung Marokkos, verwendet und darf auch heute in keinem marokkanischen Haushalt fehlen. Doch was sollen wir in der Hightech-Küche des 21. Jahrhunderts mit einem Tontopf? Wo wir doch mit Kombi-Steamer, Induktionsherd und Edelstahl-Kasserollen schon bestens ausgerüstet sind? Ganz einfach: Das Kochen in der Tajine ist so einfach wie genial und immer noch zeitgemäss! Die Gerichte werden langsam und auf kleinem Feuer meist im eigenen Saft besonders schonend gegart. Die Nährstoffe bleiben weitgehend erhalten, und das natürliche Aroma der Zutaten kann sich optimal entfalten. Möglich macht es der kegelförmige Deckel. Während des Kochens steigt Dampf an den kalten Wänden auf, kondensiert in der Deckelspitze und tropft dann auf das Gargut zurück. Bei der Tajine handelt es sich also um so etwas wie einen urtümlichen Dampfkochtopf! |
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Ton-Tajine oder Hightech-Topf? Traditionelle Ton-Tajine oder Hightech-Topf aus modernen Materialien? Bei der Wahl des Kochgeschirrs gilt es die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen:
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Kochen in der Tajine - so funktionierts Gerichte können in der Tajine mit einem Minimum an Flüssigkeit, praktisch im eigenen Saft gegart werden. Entweder werden wasserhaltige Zutaten wie z.B. Zwiebeln oder Tomaten oder wenig Wasser bzw. Bouillon zugegeben. Der Garprozess verläuft von innen nach aussen. Die Zutaten werden übereinander geschichtet, d.h. diejenigen mit längerer Kochzeit (z.B. Fleisch) kommen in die Mitte des Topfes, solche mit kürzerer Kochzeit (z.B. Tomaten) darunter bzw. darüber. Fleisch und Fisch werden zuerst in der Schale in heissem Fett angebraten, herausgenommen und dann zusammen mit den anderen Zutaten eingeschichtet. Anschliessend wird der Deckel aufgesetzt und die Tajine je nach Zutaten zwischen einer halben und einer dreiviertel Stunde auf sehr kleinem Feuer sanft gegart. Traditionellerweise wird die Tajine auf dem offenen Feuer, d.h. auf einem Stövchen mit Glühkohle (einer Art Rechaud), zubereitet. Puristen sind denn auch der Meinung, dass eine Tajine nicht in den Ofen gehört. Viele Rezepte können jedoch auch im Ofen zubereitet werden. Das ist sehr praktisch, vor allem, wenn man über keine Tajine-Form, dafür aber über einen Römertopf verfügt. Anstelle einer Tajine kann jedoch auch ein gewöhnlicher Brattopf verwendet werden. Die Kochzeit bleibt etwa gleich. |
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Tajine - so wird sie gegessen Für Tajines und die marokkanische Küche ist die Kombination von süssen und sauren Geschmacksnoten typisch. So kommen in vielen Rezepten Dörrfrüchte wie Pflaumen und Aprikosen sowie eingelegte Salzzitronen vor. Neben Gewürzen wie Zimt, Safran, Kurkuma, Ingwer und Paprika spielen auch frische Kräuter wie Koriander und Pfefferminze eine wichtige Rolle. Als Fleisch wird meist Lamm verwendet, oft aber auch Poulet und manchmal auch Rindfleisch oder Fisch; nicht jedoch Schweinefleisch, weil der Islam ja dessen Genuss verbietet. Tomaten und Zwiebeln kommen in fast jedem Rezept zum Einsatz, weil sie eben stark wasserhaltig sind und ein Garen im eigenen Saft ermöglichen. In Marokko wird die fertige Tajine auf den Tisch gestellt. Gegessen wird direkt aus dem Topf, in der Regel mit Brot. Traditionellerweise ist es Fladenbrot, aber wenns mal schnell gehen soll, kann es auch mal eine Baguette sein. Je nach Gegend wird aber auch Couscous dazu serviert. Text: Daniela Rinderknecht |
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Typische Zutaten für die Tajine
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Ein Abend in Marokko Die aktuelle Ausgabe der Betty Bossi Zeitung lädt Sie ein zu einem Abend in Marokko und serviert Ihnen ein marokkanisches 4-Gang-Menü. Den Auftakt macht die Harira, die marokkanische Fastensuppe, gefolgt von einer Fisch-Bastilla, einer knusprigen Fischpastete. Zum Hauptgang gibts eine Lamm-Gemüse-Tajine mit Couscous, und den krönenden Abschluss bildet eine Dattelcreme. Probieren Sie jetzt gleich das Tajine-Rezept aus! Rezept: Lamm-Gemüse-Tajine Lernen Sie jetzt die Welt von Betty Bossi kennen: Erst rubbeln, dann abonnieren! Mit etwas Glück gewinnen Sie den Sofortpreis und 500 Franken in bar. |
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Marokkanisches Teeritual Zum Ritual marokkanischer Gastfreundschaft gehört der Pfefferminztee. Dabei spielen nicht nur die Zutaten - Minze, Grüntee, siedendes Wasser und viel Zucker - eine wichtige Rolle, sondern auch die Zubereitung, die immer gleich abläuft: Zuerst wird der Grüntee (in der Regel Gunpowder) mit wenig siedendem Wasser übergossen, kurz geschwenkt und dann das Wasser sofort wieder weggeschüttet. Anschliessend wird der Grüntee mit frischem Wasser aufgekocht, kurz ziehen gelassen und dann zu Minze und Zucker in den Teekrug gesiebt. Nach erneutem kurzem Ziehenlassen wird in ein Glas mit langem Strahl Tee eingefüllt und dann wieder in den Krug zurückgegossen. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Neben traditionellen spielen bei diesem Ritual wohl auch hygienische Gründe mit. Weil der Grüntee durch viele Hände geht, bevor er im Teekrug landet, «reinigen» ihn die Marokkaner zuerst mit heissem Wasser. Auch werden mit dem ersten Aufguss Bitterstoffe weggeschüttet. Da Grüntee bei der Herstellung nur in geringem Umfang verarbeitet und fermentiert wird, enthält er einen hohen Anteil von Antioxidantien (z.B. Katechine). Neuste Studien belegen, dass Menschen, die viel Grüntee trinken, innerhalb von 24 Stunden mehr Energie verbrennen als solche, die darauf verzichten. Katechine wirken nicht nur positiv auf den Energiestoffwechel, sondern beugen obendrein noch vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vor. Die marokkanische Nana-Minze stammt von der Krauseminze ab und wirkt appetitanregend und krampflösend. In Kombination mit dem Grüntee erweist sich das marokkanische Nationalgetränk als krampflösende und anregende Teemischung. Da der Grüntee nur kurz ziehen gelassen wird, tritt mehr Koffein in den Teeaufguss über als bei längerem Ziehenlassen. Das Koffein wird ohne die eher beruhigenden Gerbstoffe gelöst. Rezept: Thé à la menthe (Pfefferminztee) Gesundheitstipp: Marlène Gautschi, Ernährungsberaterin |
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