Das Tiramisu ist heute eines der beliebtesten Desserts. Als es vor 25 Jahren zum ersten Mal in der Betty Bossi Zeitung erschien, war der Mascarpone subito ausverkauft! Tiramisu gibt es klassisch mit Löffelbiskuits, Mascarpone und Schokoladepulver, aber auch in vielen süssen und pikanten Varianten - ein echter Aufsteller für jede Gelegenheit!
«Tiramisu, Tiramisu, Tiramisu, so schokoladenbraun und zuckersüss bist du...»: So wurde der Dessertklassiker aus Italien in den 70er-Jahren besungen. Wer ihn kennt, lobt jede Schicht des Gaumenschmauses: Von der zarten Schokoladenpuderschicht über die süsse Mascarpone-Creme bis hin zu den zuckrigen Löffelbiskuits, getränkt mit aromatischem Kaffee und allenfalls einem feinen Likör ... Nicht umsonst bedeutet der italienische Ausdruck «Tirami sù» so viel wie «zieh mich hoch»: Der Genuss stellt wahrlich auf, macht die Seele süss und die Laune prächtig!
Der Erfolg eines vorzüglichen Tiramisu hängt nicht nur von der liebevollen Zubereitung, sondern auch von der Qualität der Zutaten ab, wie zum Beispiel dem cremigen Frischkäse Mascarpone. Dieser war, als das Tiramisu-Rezept 1984 zum ersten Mal in der Betty Bossi Zeitschrift publiziert wurde, auch flugs ausverkauft. Heute kann man ihn immer und fast überall erwerben; Ihrem ganz persönlichen Tiramisu-Dessertvergnügen steht also nichts im Wege!
Die Zuppa inglese ist mit dem Tiramisu verwandt.
Ein Dessert - viele Legenden
Um die Entstehungsgeschichte des Tiramisu ranken sich Legenden; zahlreiche Regionen in Italien wollen das Kultdessert geschaffen haben und belegen dies ganz unterschiedlich. Die Piemontesen geben zu Protokoll, dass die Löffelbiskuits schliesslich von ihnen kreiert wurden. Die Lombarden hingegen führen ins Feld, dass der Mascarpone aus ihren Gefilden stammt, und die Toskaner berufen sich auf die Zuppa del duca, die heutige Zuppa inglese - eine mit Creme gefüllte Biskuit-Schichttorte, die aus der beliebten italienischen Feriendestination stammen soll. So gibt es auch unterschiedliche Tiramisu-Rezepte - die Geister scheiden sich vor allem an der Wahl der passenden Spirituose: Von Cognac, Marsala, Amaretto, Whiskey und Rum bis hin zu Kaffeelikör wie Tia Maria wird alles empfohlen.
Folgen wir auf der Suche nach dem Ursprung des Tiramisu der Spur des Mascarpone. Der italienische Frischkäse ist seit dem Mittelalter bekannt, Mascherpa, auch Mascarpia war die lombardische Dialektbezeichnung für Ricotta. Mascarpone tönt auch ein bisschen wie das spanische «más que bueno», diese Herleitung des Namens ist aber ziemlich unwahrscheinlich, auch wenn die Bezeichnung gut zu der lombardischen Spezialität passen würde: «besser als gut»!
Das klassische Tiramisu setzt sich aus Zucker, Eigelb, Mascarpone, etwas Zitronenschale, steif geschlagenem Eiweiss, Salz und Zucker zusammen. Während die Masse kühl gestellt wird, widmet man sich der Flüssigkeit: 2dl starker, heisser und aromatischer Kaffee oder Espresso wird mit Zucker gemischt. Wer einen Schuss Alkohol dazu mag, fügt etwas Amaretto und Cointreau bei. Die Flüssigkeit träufelt man auf die Löffelbiskuits, die man auf dem Boden einer Form ausgelegt hat, und schichtet die Mascarpone-Creme und die restlichen Löffelbiskuits darauf.
Das Tiramisu braucht zirka zwei Stunden an der Kühle, um sich aromatisch ganz entfalten zu können; kurz vor dem Servieren können Sie es mit Kakao- oder Schokoladenpulver bestäuben. Sollten wider Erwarten Stücke des feinen Desserts übrig bleiben, sollten Sie diese wegen der verwendeten rohen Eier nicht aufbewahren.
Tiramisu-Kuchen: Der Begriff Tiramisu wird mittlerweile für verschiedene geschichtete Desserts verwendet.
Tiramisu: Eine vielschichtige Bezeichnung
Heutzutage bezeichnet man mit dem Begriff Tiramisu verschiedene süsse Genüsse, die sich dadurch auszeichnen, dass die Zubereitungselemente wie Creme, Früchte oder Biskuit Schicht um Schicht aufeinandergefügt sind. In diesem Sinne: Dürfen wir Sie mit dem Tiramisu-Kuchen bekannt machen? Bei seiner Zubereitung werden die üblichen Zutaten - und etwas Mehl, Mandeln und Backpulver - gemischt und gebacken. Nachdem der Kuchen ausgekühlt ist, bestreicht man ihn mit einer Creme aus Mascarpone, Cointreau und Puderzucker und bestäubt ihn mit Kakao- oder Schokoladenpulver.
Wer mit Kindern backen möchte, dem sei das Himbeer-Pfirsich-Tiramisu empfohlen; es begeistert dank seiner einfachen Zubereitung und natürlich, weil es so lecker ist ... Dabei werden die Löffelbiskuits mit Himbeeren und einer Creme aus geschlagenem Rahm, Blanc battu und Rahmhalter (dank diesem bleibt der Rahm länger steif), Zucker und Vanillezucker belegt. Darauf werden die restlichen Biskuits wie auch die Pfirsiche und noch ein bisschen Creme verteilt. Und dann ab damit in die kleinen und grossen Schleckermäuler!
Das Spargel-Tiramisu kommt gerade richtig zur Spargelsaison.
Frühlingshaft pikante Varianten
Es lohnt sich, das Tiramisu auch von seiner pikanten Seite kennenzulernen! Gerade richtig zur Spargelsaison, die von April bis Juni dauert, bietet sich das Spargel-Tiramisu an, um einen bekannten Klassiker im neuen Kleid zu präsentieren. Anstelle von Löffelbiskuits bedecken bei dieser Variante salzige Crackers den Boden der Form, und die Mascarpone-Füllung wird mit einer fein gehackten Chilischote scharf gemacht. Die gegarten Spargeln werden mit etwas Vanillesamen und Salz püriert und abwechselnd mit der Mascarpone-Creme Schicht um Schicht in die Form gefüllt. En Guete!
Eine trendige Tiramisu-Variante bilden auch Schwedenbrötchen, die mit einer Käsemischung bedeckt werden (Wer mag, kann die Brötchen mit Portwein beträufeln). Schliesslich ergänzt sich auch köstliches Toastbrot gut mit geräuchertem Lachs; die beiden freuen sich über eine feine Sauce aus Kräuteressig, Öl, Meerrettich und etwas Sherry. Alle diese pikanten Tiramisu-Varianten sind kühl zu stellen, bevor sie den Geniesserinnen und Geniessern serviert werden. So viel zu den Ideen von Betty Bossi - wann servieren Sie Ihr erstes pikantes Tiramisu?
Die Rezepte zum Tiramisu-Kuchen, zum Spargel-Tiramisù sowie ein feines, halbgefrorenes Erdbeer-Tiramisù finden Sie im aktuellen Betty Bossi Newsletter.
Möchte man die Haltbarkeit eines Tiramisu verlängern, kann man das feine Dessert ganz einfach ohne Eier zubereiten. Dabei fügt man der Mascarpone-Masse Crème fraîche, Milch und Zucker bei und rührt ein wenig abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone darunter.
Als Tiramisu ohne Eier ist das Rhabarber-Tiramisu ein Hit: Rhabarbermus wird mit etwas Amaretto gemengt, die Creme besteht neben Mascarpone aus Ricotta und Orangensaft; den Boden bilden Löffelbiskuits.
Wer Alkohol nicht mag oder kleinen Schleckermäulern Tiramisu anbieten möchte, kann die Biskuits grundsätzlich einfach mit in Milch aufgelöstem Schokoladenpulver oder Sirup tränken.
Alkoholfrei ist auch das unwiderstehliche Holunderblüten-Tiramisu: Die geniale Kombination von Holunderblütensirup und Mascarpone, geschichtet mit feinen Löffelbiskuits und verziert mit Spänen weisser Schokolade ... ein fantastisches Gaumenerlebnis!
Noch eine Verwandte: Die Charlotte, hier mit einer Creme gefüllt.
Die verwandte Charlotte
Wenn Ihnen im Küchenjargon die Begriffe warme Charlotte und kalte Charlotte zu Ohren kommen, bezeichnen diese nicht etwa zwei Tanten, die gerne auf Kaffee und Kuchen vorbeischauen: Charlotte bezeichnet warme und kalte Süssspeisen, die in einer Form zubereitet werden und deren Boden mit Biskuits ausgelegt wird. In früheren Zeiten wurden anstelle von Biskuits sogar Weissbrotscheiben verwendet.
Die warme, gebackene Charlotte, die nach dem Backen gestürzt wird, stammt aus England und gilt als Vorläufer des Puddings. Die Apfel-Charlotte ist besonders bekannt; auf gefettete Brotscheiben kommen gekochte Äpfel und wiederum Brotscheiben zu liegen.
Die kalte Charlotte, die mit geschichteten Biskuits und Früchten hergestellt wird, ist vermutlich nach der Idee der warmen Charlotte entstanden. Es gibt sie in zahlreichen Rezeptvarianten, sei es mit Früchten, Glace oder - wie beim begehrten Tiramisu - mit Mascarpone-Füllung.
Wenn plötzlich Gäste vor der Türe stehen, fehlt die Zeit für die Zubereitung eines feinen Tiramisu. So lohnt es sich, die fertigen Köstlichkeiten von Fine Food im Kühlschrank zu haben. Es ist nicht nur das klassische Tiramisu erhältlich, je nach Saison werden Varianten angeboten, wie derzeit das Fragole-sù. Fragole steht für eine der beliebtesten Schweizer Früchte: die Erdbeere. Die Erdbeerpflänzchen dieser speziellen Erdbeere, der Fragola di Maletto, reifen am Fusse des Ätnas auf vulkanischem, nahrhaftem Boden, der die kleinen Beeren so aromatisch macht. Sie werden als Kompott für das Fragole-sù verwendet. Die besondere Note wird diesem frühlingshaften Dessert durch den Spumante verliehen, einem Schaumwein aus der Lombardei. Beere und Spumante treffen im Fragole-sù auf die beliebten Zutaten des klassischen Tiramisu: die luftige Creme aus Mascarpone, Zucker, Eigelb, geschlagenem Eiweiss sowie sizilianischen Zitronen.
Die Fine Food Produkte Tiramisu und Fragole-sù sind bei Coop erhältlich.