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Ein Chüechli für alle Gelegenheiten Man soll die Feste feiern, wie sie fallen - und was könnte schöner sein, als die warmen Temperaturen zu nutzen und sich unter freiem Himmel zu treffen! Ob Sie eine kleine oder grosse Party planen, auf dem Balkon, im Garten oder am See zusammenkommen; es gibt da etwas, das immer dabei sein muss. Die Rede ist von einem leichten Gebäck mit knusprigem Boden und herzhaft-saftiger Füllung, das mehr ist als ein Amuse-Bouche. Es wärmt den Magen, überfüllt ihn aber nicht - und bestimmt wissen Sie bereits, wovon hier die Rede ist: vom Käseküchlein! Es gilt als eine der Leibspeisen in unserem Lande und wird als Apérogebäck genauso genossen wie als Hauptspeise, wenn es beispielsweise mit einem knackigen Salat ergänzt wird. Jeder Kanton kennt eigene, traditionelle Rezepte für diesen einfachen und ehrlichen Käsegenuss, und doch sind die Grundzutaten immer die «üblichen Verdächtigen»: Käse, Mehl, Milch, Rahm, Ei und Gewürze. Aus traditioneller Sicht ist das Käseküchlein ein kleines, rundes Gebäck, doch wähnt es sich als stolzes Mitglied einer grossen Familie, dessen Verwandtschaft in der gelungenen Kombination aus knusprigem Teig und weichem, würzigem Käse besteht. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen und: Überraschen Sie Ihre Lieben mit immer neuen Feinschmeckervarianten! Rezept: Käseküchlein |
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Käse in guter Gesellschaft Ein echtes Küchlein ist - um das «Thurgauer Kochbuch» zu zitieren - ein Kleingebäck ohne Zucker, das früher vor allem in Schmalz oder Öl ausgebacken wurde. Darüber hinaus macht der Käse das Käseküchlein zum solchen - sollte man meinen, doch nebem der Möglichkeit, ein Käseküchlein aus verschiedenen Käsemischungen herzustellen (zum Beispiel Appenzeller und Raclettekäse oder milder Tilsiter und Freiburger Vacherin), kann man auch einen Schritt weitergehen und der Käsemasse andere Köstlichkeiten «unterjubeln». Genauso beliebt wie Toast Hawaii oder Pizza Hawaii sind Ananas-Käseküchlein. Für diese mischt man Ananaswürfeli und Cayennepfeffer unter die Käsemasse, und fertig ist der Südseetraum! Eine köstliche Variante sind die Gemüse-Käseküchlein, deren Füllung Appenzellerkäse, Kartoffeln und Zucchini enthält; auch Kombinationen mit Spinat, Tomaten oder Broccoli kommen gut an, geraffelte Zwiebeln und Käse bilden sowieso ein feines Doppel. |
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Ein guter Grund: Der richtige Teig Gehen wir den Käseküchlein noch etwas tiefer auf den Grund, denn am Teig sollen sich die Küchengeister nicht scheiden: Man wählt, was einem besonders mundet. In den meisten Rezepten, die zum Backen von Käseküchlein verführen, wird mit Kuchenteig gebacken, so werden die Küchlein leicht und luftig, aber auch Blätterteig gilt als guter Boden für Käseküchlein; er macht sie saftig und besonders fein. Käseküchlein können in einzelnen Förmchen gebacken werden oder in einem Muffins-Blech mit bis zu zwölf Vertiefungen; so backen Sie auf schnelle Weise kleine, feine Käseküchlein und anderes delikates Apérogebäck, das Ihre Gäste begeistern wird! |
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Quiche Lorraine und Malakoffs Die grosse Schwester des Käseküchleins ist in der französischen Küche ein Hit: Gestatten, ihr Name ist Quiche. Sie stammt aus Lothringen, einer Region im Nordosten Frankreichs, die auf Französisch Lorraine heisst - so landen wir bei der bekannten Quiche Lorraine. Ursprünglich wurde sie mit Brotteig gebacken, heute wird vorzugsweise Kuchenteig verwendet, der mit Speckwürfeli belegt wird. Darauf wird ein Guss aus Ei oder Milch beziehungsweise Rahm und je nach Region etwas würzigem Käse verteilt. Von der runden und flachen Quiche gibts viele Varianten, wie zum Beispiel die Gewürz-Quiche, die auf Kuchenteig basiert und einen Guss aus Sauermilch, Ei, Berg- und Emmentalerkäse wie auch Curry enthält. In der Familie der Käseküchlein tummeln sich in der Westschweiz darüber hinaus beispielsweise auch Malakoffs: eine Käsespezialität, deren Rezept Schweizer Soldaten von der Eroberung der Festung Malakoff 1854/55 mitgebracht haben sollen. Für diese Käseköstlichkeit existieren verschiedene Rezepte; in der Genferseeregion werden sie meistens folgendermassen zubereitet: Dünne Brotscheiben werden mit einer Käsemasse (dieselbe wie beim Käseküchlein, dazu ein Schuss Kirsch) bestrichen, die in der Mitte dicker ist als am Rand. Die Scheiben werden in Öl gebacken, abgetropft und möglichst heiss mit Cornichons und Essigzwiebeln verzehrt. Eine ebenso beliebte Malakoff-Variante besteht darin, längliche Käsestücke in einem Ausbackteig zu frittieren. Weitere typisch schweizerische Käse-Teig-Kompositionen sind die Chäs-Chiechjini aus dem Wallis (Käsestücke, die in Mehl gewendet, in Teig getaucht und gebacken werden) und natürlich die Käseschnitten und Käsetoasts, auch Croque Monsieur genannt, allen voran der Toast Hawaii mit Ananas und Schinken. Rezept: Quiche Lorraine |
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Käseküchlein vorbereiten Käseküchlein sind ein beliebtes Apérogebäck für viele Gäste. Wer den Abend aber entspannt geniessen will, ist froh, wenn er möglichst viel vorbereiten kann. Klassische Käseküchlein lassen sich ganz einfach vorbereiten: Die Küchlein in gefetteten ofenfesten Förmchen von je ca. 10cm Durchmesser wie gewohnt ofenfertig zubereiten und zugedeckt tiefkühlen. Die Haltbarkeit beträgt ca. 1 Monat. Die gefrorenen Küchlein in der unteren Hälfte des auf 220°C vorgeheizten Ofens ca. 30Min. backen. Die Backzeit gegenüber frisch zubereiteten Küchlein verlängert sich so um ca. 5Min. |
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Käseküchlein auch bei Laktoseintoleranz In der Schweiz leidet mindestens jede zehnte Person an einer Laktoseintoleranz, einer Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker. In der Regel werden 5-7g Milchzucker pro Tag vertragen, was ca. 1dl Milch entspricht. Viele Fertiggerichte enthalten Laktose als Zusatzstoff. Für Betroffene ist Betty Bossi ein Glücksfall, denn mit wenig Aufwand können alle Betty Bossi Rezepte laktosefrei hergestellt werden, so auch der Klassiker Käseküchlein. Mit dieser Ersatz-Checkliste können Sie laktosehaltige Produkte 1:1 durch laktosefreie ersetzen:
Gesundheitstipp: Marlène Gautschi, Ernährungsberaterin |
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Last, but not least: Cheesecake Zu guter Letzt widmen wir uns dem Cheesecake, der ob seines Namens leicht als Verwandter des Käseküchleins durchgehen könnte. Aber aufgepasst! Wer einen Cheesecake bestellt, darf sich nicht wundern, wenn er einen süssen Kuchen und keinen rezenten Käsekuchen erhält. Der Cheesecake ist in den Vereinigten Staaten sehr beliebt; dort wird er mit Frischkäse hergestellt, in unseren Breitengraden wird er auch mit Quark zubereitet. Wir Schweizerinnen und Schweizer mögen ihn zum Dessert, die Amerikaner geniessen ihn gerne zum Zvieri. Die Zutaten für einen amerikanischen Cheesecake (Frischkäse, Sauerrahm, Zucker, Vanillesirup, Eier, Mehl und Milch) sollten vor der Verarbeitung Raumtemperatur haben; auch sollten sie nicht geschlagen, sondern glatt gerührt werden. Teig braucht es nicht für den Cheesecake, der Boden besteht aus Guetzlistücken (Vollkorn-, Haferguetzli, Petit Beurre), die mit Zucker und Butter gemischt werden. Nachdem die cremige Füllung auf die gekühlte Guetzli-Masse gegeben wurde, kommt der Cheesecake bei 160 Grad in den Backofen. Kühl serviert ist er ein amerikanischer Traum! Rezept: Cheesecake |
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