Betty Bossi Homepage
  
      Login  
         einloggen   
  
 
Schweizer Küche

 
 
Berner Küche: Bodenständig und gut

Die Berner Küche kann aus dem Vollen schöpfen. Berühmt ist sie für Meringues und Rösti, aber auch für ihre währschaften Fleischgerichte. Ob Speisen wie zu Gotthelfs Zeiten oder neue Interpretationen von Klassikern: Die besten Berner Rezepte stellen wir Ihnen im allerneusten Betty Bossi Kochbuch «Schwiizer Chuchi» vor - neben typischen Spezialitäten aus allen Regionen der Schweiz.
 

 
     
 
     
 
     
 
     
 
Seiteninhalt
 
Berner Platte: Nichts für zaghafte Esser

Essen wie zu Gotthelfs Zeiten

Weitere Highlights aus der Berner Küche

Von Grümpelwurst und Gumpesel

Das neue Buch: «Schwiizer Chuchi»

Kulinarische Reise: Chüschtigi Ruschtig

Archiv

 

 Die Berner Platte, der Klassiker unter den Berner Gerichten, ist nichts für zaghafte Esser. Bild aus dem neuen Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi».
Berner Platte: Nichts für zaghafte Esser

Die Berner Platte soll folgendermassen entstanden sein: Am 5. März 1798 bereiteten die Frauen von Wohlen bei Bern im Gasthof Kreuz ihren tapferen Männern ein währschaftes Mahl zu. Diese hatten soeben in der Schlacht bei Neuenegg die Soldaten Napoleons besiegt, wussten aber noch nichts davon, dass die Franzosen noch am selben Tag in Bern einmarschiert waren. Jede Frau steuerte bei, was sie jahreszeitlich bedingt noch im Rauch hängen hatte, was in der Beize lag, was sie aus Keller oder Vorratskammer entbehren konnte: Speck, Würste, Siedfleisch, Schinken, Zunge, Rippli, Gnagi (gepökelte Schweinsfüsse), dazu Wintergemüse wie Sauerkraut, Sauerrüben, Dörrbohnen und Kartoffeln. Damit jeder von allem etwas abbekam, schnitten die Frauen das Fleisch auf und legten es auf das Gemüse.

Die Berner Platte steht im Gasthof Kreuz in Wohlen bei Bern noch immer auf der Speisekarte. Sie ist auch heute nichts für zaghafte Esser, und gar mancher muss ob der grosszügigen Portionen schon vorzeitig kapitulieren. Zum Glück gibt es inzwischen den Berner Teller für den kleineren Appetit!

Das gehört traditionellerweise auf eine Berner Platte: Gemüse je nach Jahreszeit (z.B. grüne Bohnen, Dörrbohnen, Speckrüebli, Sauerkraut, Sauerrüben), gesottenes Rindfleisch (Siedfleisch), Rindszunge, gesalzen oder geräuchert, Speck, grün oder geräuchert, Buurehamme (Bauernschinken), Gräuchts (z.B. geräucherte Rippli, Schüfeli), Gnagi, Berner Zungenwurst, Emmentalerli (Schweinswürstchen) und Markbeine. Das Gemüse wird auf einer grossen, tiefen Platte angerichtet und mit den Fleischtranchen bedeckt. Dazu werden Salzkartoffeln serviert.

Das Rezept finden Sie im neusten Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi».


 Benannt nach einer Figur in Gotthelfs «Anne Bäbi Jowäger»: Ziberlihoger-Lisi-Filet. Bild aus dem neuen Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi».
Essen wie zu Gotthelfs Zeiten

In den Werken von Jeremias Gotthelf spielen Essen und Trinken eine wichtige Rolle. Albert Bitzius, wie er mit seinem bürgerlichen Namen hiess, war evangelischer Pfarrer und arbeitete von 1831 bis zu seinem Tod 1854 in Lützelflüh. Der Schriftsteller selbst hat zwar keine Rezepte überliefert, längst gehören aber Gerichte zu Gestalten und Geschichten von Jeremias Gotthelf zu den bekannten Spezialitäten, die Eingang in die «chüschtigi Ruschtig» (würzige, schmackhafte Waren, Sachen), die währschafte Emmentaler Küche, gefunden haben. Hier eine kleine Auswahl:
  • Hagu-Hans-Gotlett (Titelbild)
    «Der Hagelhans war ein Bauer, gross von Statur und reich an Geld, hatte Knochen wie ein Ochs, ein Gesicht wie ein Löwe und Augen wie eine Katze, wenn weder Sonne, Mond noch Sterne am Himmel stehen. Lieb war er, soweit man wusste, niemanden ...», so beschreibt Gotthelf den nicht gerade sympathischen Hagu Hans in «Ueli der Pächter». Zum Schweinskotelett an «chüschtiger» Biersauce gehören gedörrte Zwetschgen und Apfelringe sowie Essigbirnen und Speckkartoffeln. Hier das Rezept aus dem neusten Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi»:
    Rezept: Hagu-Hans-Gotlett
  • Ziberlihoger-Lisi-Filet (Bild links)
    Das Rezept ist nach einer Figur in Gotthelfs «Anne Bäbi Jowäger» benannt. Es handelt sich dabei um Schweinsfilet-Medaillons an Rahmsauce, die mit Hausnudeln serviert werden. Das Rezept finden Sie im neusten Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi».
  • Suure Blitzloch-Mocke
    Das Rezept bezieht seinen Namen von Hagu Hans' Blitzlochhof in Gotthelfs «Ueli der Pächter». Zum gebeizten gespickten Rindsbraten an Rotweinsauce werden Spinat-Knöpfli und Äpfel mit Preiselbeeren gereicht. Das Rezept für einen ungespickten Sauerbraten finden Sie im neusten Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi» (s. Bild im Abschnitt «Kulinarische Reise»).
  • Dorngrüt-Zimis
    Dem Dorngrüt, einem stattlichen Bauerngut in der Emmentaler Gemeinde Affoltern, nachempfundenes Rezept. Sein Besitzer, der reiche und habgierige Dorngrüt-Bauer, wird von Gotthelf als Geizhals geschildert, der in Geldsachen vor nichts zurückschreckte. Zum Kalbsgeschnetzelten an Rahmsauce gehört natürlich eine Speckrösti.
  • Glungge-Platte
    Die Glungge ist ein schöner, grosser Emmentaler Bauernhof, der sowohl in «Ueli der Knecht» als auch in «Ueli der Pächter» vorkommt. Die währschafte Berner Platte umfasst verschiedene Fleisch- und Wurstsorten, Sauerkraut und Salzkartoffeln.



 Für das Ghäck verwendete man früher Fleischresten und füllte z.B. Omeletten damit.
Weitere Highlights aus der Berner Küche

Im Bernbiet gibt es noch viele weitere traditionelle Rezepte, die jedoch in der übrigen Schweiz weniger bekannt sind.
  • Emmentaler Lammvoressen
    Die wichtigste Zutat in diesem Gericht ist Safran. Dieser wuchs früher wild in den Emmentaler Roggenfeldern und kommt deshalb in vielen Rezepten vor. Traditionellerweise wurde Schaffleisch verwendet. Verfeinert wird das Gericht je nach Rezept mit Eigelb und/oder Rahm.
  • Erbsensuppe
    Die Grundlage bilden getrocknete gelbe Erbsen, Gemüse, Kartoffeln und Speckwürfeli oder -streifen. Wahlweise werden Gnagi (gepökelte Schweinsfüsse), Burehamme (Bauernschinken) oder Würste (z.B. Grümpelwurst) beigegeben. Die Suppe wird nicht püriert.
  • Ghäck
    Hoch im Kurs waren früher Restenrezepte. Für dieses Gericht werden deshalb gerne Fleischresten (z.B. vom Braten oder Voressen) verwendet. Zu diesem Zweck werden sie gehackt. Heute nimmt man wohl eher Hackfleisch. Das Fleisch wird mit Zwiebeln in Butter gedünstet, mit Mehl bestreut und anschliessend mit Weisswein und Bouillon abgelöscht. Das Ghäck wird auf getoasteten Brotscheiben angerichtet oder dient als Füllung für Tomaten, Kohl, Kohlrabi, Kartoffeln oder Omeletten.



 Die Zungenwurst ist ein wichtiger Bestandteil der Berner Platte, schmeckt aber auch in Blätterteig gebacken sehr gut.
Von Grümpelwurst und Gumpesel

Das breite Angebot an Würsten im Bernbiet lässt die Herzen von Wurstliebhaberinnen und -liebhabern höherschlagen:
  • Berner Zungenwurst
    Gerade Brühwurst aus Schweine- und Rindfleisch, in verschiedenen Grössen erhältlich. Entgegen ihrem Namen ist in der Zungenwurst keine Zunge drin. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Berner Platte. Gekocht wird sie auf Gemüse, in Suppen oder einfach in heissem, nicht siedendem Wasser. Sie kann aber auch im Blätter- oder Brotteig im Ofen gebacken werden.
  • Emmentaler Bauernbratwurst
    Ca. 10cm lange, leicht gekrümmte, geräucherte Rohwurst. Anders als die uns vertraute Bratwurst wird sie jedoch nicht grilliert, sondern muss wie eine Saucisson im heissen Wasser erwärmt werden. Am besten schmeckt sie mit Sauerkraut, Lauch, gedörrten Bohnen und Kartoffeln oder in einer dicken Suppe.
  • Emmentalerli
    Äusserlich dem Wienerli ähnliche, geräucherte Brühwurst aus Rind- und Schweinefleisch, Speck und Schwarten. Das Brät ist jedoch gröber und schärfer gewürzt. Emmentalerli gehören auf die Berner Platte. Sie werden in heissem, aber nicht siedendem Wasser gekocht und auch gerne zu einem Bürli, zu Kartoffelsalat oder Salzkartoffeln und Gemüse genossen. Sehr gut schmecken sie im Teig gebacken oder grilliert.
  • Grümpelwurst / Schwartenwurst
    Bei der Metzgete werden die Schwarten sowie die für den Verkauf ungeeigneten Fleischstücke zu einer geräucherten Rohwurst verarbeitet. Im Seeland nennt man diese Grümpelwurst, im übrigen Bernbiet Schwartenwurst. Weil sie nicht lange haltbar ist, ist sie nur im Winter erhältlich. Sie muss vor dem Konsum gesotten werden und passt am besten zu Wintergemüse.
  • Gumpesel
    Rohwurst aus Schweine- und Rindfleisch mit ausgeprägtem Rauchgeschmack aus dem bernischen Meiringen. Sie wird roh gegessen und eignet sich hervorragend als Proviant für lange Bergwanderungen oder Reisen, weil sie bis zu vierzehn Tage ungekühlt aufbewahrt werden kann. Aus diesem Grund bestellt sie das Militär gerne für die Notration.
Detailliertere Beschreibungen der oben vorgestellten Wurstsorten finden sich auf der Website des Vereins Kulinarisches Erbe der Schweiz: www.patrimoineculinaire.ch.

Die Adressen von Metzgereien mit einem traditionellen Emmentaler Fleisch- und Wurstangebot können auf der Webseite der branchenübergreifenden Vereinigung Ämmitaler Ruschtig nachgeschlagen werden: www.aemmitaler-ruschtig.ch.


 Das neue Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi» enthält nicht nur Berner Gerichte, sondern auch typische Spezialitäten aus allen Regionen der Schweiz.
Das neue Buch: «Schwiizer Chuchi»

Klassische Berner Fleischgerichte wie die Berner Platte, das Ziberlihoger-Lisi-Filet, das Hagu-Hans-Gotlett und der Suure Mocke dürfen natürlich auch im allerneusten Betty Bossi Kochbuch «Schwiizer Chuchi» nicht fehlen. Daneben finden sich aber auch Neuinterpretationen von bekannten Gerichten. Wir haben z.B. mit den Zutaten des Emmentaler Hackbratens ein neues Rezept gemacht: ein Maki-Sushi. Aber auch die neue Schweizer Küche mit marktfrischen Schweizer Produkten spielt im Buch eine wichtige Rolle: Beispiele aus dem Bernbiet sind das Siedfleisch mit Kabis-Chutney und das Kalbfleisch-Tatar mit Belper Knolle. Aber natürlich ist nicht nur der Kanton Bern im neuen Buch vertreten. Auf 320 Seiten haben wir jeden Kanton und jede Region mit seinen bzw. ihren typischen Spezialitäten berücksichtigt. Dank unserer Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus finden Sie neben den kulinarischen Perlen viele Informationen zu den einzelnen Regionen, ihren Spezialitäten und ihrem kulturellen Erbe.

Betty Bossi Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das neue Buch jetzt für nur CHF 29.90 statt 36.90. Profitieren Sie jetzt: Sie sparen CHF 7.00!

Das neue Buch «Schwiizer Chuchi» jetzt bestellen ...


 In vielen Emmentaler Landgasthöfen wird Tradition noch grossgeschrieben. Bild Suure Mocke aus dem neuen Betty Bossi Buch «Schwiizer Chuchi».
Kulinarische Reise: Chüschtigi Ruschtig

Klassische Berner Fleischgerichte wie die Berner Platte, das Ziberlihoger-Lisi-Filet, das Hagu-Hans-Gotlett und der Suure Mocke dürfen natürlich auch im allerneusten Betty Bossi Kochbuch «Schwiizer Chuchi» nicht fehlen. Daneben finden sich aber auch Neuinterpretationen von bekannten Gerichten. Wir haben z.B. mit den Zutaten des Emmentaler Hackbratens ein neues Rezept gemacht: ein Maki-Sushi. Aber auch die neue Schweizer Küche mit marktfrischen Schweizer Produkten spielt im Buch eine wichtige Rolle: Beispiele aus dem Bernbiet sind das Siedfleisch mit Kabis-Chutney und das Kalbfleisch-Tatar mit Belper Knolle. Aber natürlich ist nicht nur der Kanton Bern im neuen Buch vertreten. Auf 320 Seiten haben wir jeden Kanton und jede Region mit seinen bzw. ihren typischen Spezialitäten berücksichtigt. Dank unserer Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus finden Sie neben den kulinarischen Perlen viele Informationen zu den einzelnen Regionen, ihren Spezialitäten und ihrem kulturellen Erbe.

Betty Bossi Abonnentinnen und Abonnenten erhalten das neue Buch jetzt für nur CHF 29.90 statt 36.90. Profitieren Sie jetzt: Sie sparen CHF 7.00!

Das neue Buch «Schwiizer Chuchi» jetzt bestellen ...


 Wir schwören auf den Wurstsalat!
Eifach gmögig: Gschwellti
Schmorbraten: Gut Ding will Weile haben
Schmorbraten: Gut Ding will Weile haben
Süsse Chilbi-Zeit
Gratins: Genuss mit Guss
Trockenwurst - Liebe bis zum Zipfel
Sommerfrischer Kartoffelsalat
Die Rösti - ein Schweizer Klassiker
«Tour de Soupe» - kulinarische Schweizreise
Auf zum Gipfelsturm
Pikante Wähen - herzhaft gut!
Schoggi-Mousse: Ein Traum wird wahr
Most - sonnengereifter Trinkgenuss
Safranrisotto - mmh, der mundet!
Marktfrisch auf den Tisch
Kartoffelstock - der heimliche Star
Raclettegrill - Plausch für alle!
Zum Verlieben: Fotzelschnitten und Vogelheu
Cordon bleu - ausgezeichneter Genuss!
Vermicelles: Süss und zart
Der Zopf - sonntäglicher Zmorge-Genuss
Berner Küche: Bodenständig und gut
Wir schwören auf den Wurstsalat!
Käseküchlein - an jeder Party dabei!
Znüni und Zvieri - mach mal Pause!
Capuns - spezialidad dal Grischun
Ofenguck - Nostalgie auf dem Teller
Fondue: Heiss auf Käse
Neu entdeckt: Voressen
Rüeblitorte - süsser Gruss aus dem Aargau
Apfelküchlein - so fein!
Käseschnitten - zum Dahinschmelzen!
Pfiffig: Fleischvögel
Wow - Wähen!
Zürcher Geschnetzeltes: zünftig gut
Polenta - kulinarischer Gruss aus dem Süden
Kirschen in aller Munde
Aprikose - süsses, frühreifes Früchtchen
Mmmh... Meringue!
Spätzli und Knöpfli: Klein und fein!
Ostergitzi: Ein Fest nach dem Fasten
Süsse Sünden aus dem Vully
Fleischkäse: Delikatesse aus dem Ofen
Fasnachtsgebäck: Feines vor dem Fasten
Hackbraten: Alle Tage Sonntag!
Grandson - Stadt der Genüsse
1. August auf dem Teller
Fischers Fritz fischt Schweizer Fische
Vielfältige Schweizer Spezialitäten
Suppen: Tradition im Trend
Raclette: Gemütlich und unkompliziert!





Seite drucken
 
 



© 2012 Betty Bossi AG