Cranberrys liegen voll im Trend. Jetzt in der aktuellen Wildsaison eignen sich die fruchtigen und sehr aromatischen roten Beeren für Kompotte und Saucen zu allen Sorten von Wild, ähnlich wie Preiselbeeren. Cranberrys schmecken aber auch zum Frühstück, sei es als Fruchtsaft oder als Zutat in einem feinen Müesli - ein fruchtiger Wecker!
Cranberrys werden seit einigen Jahren immer beliebter. Die gesunden Beeren stecken voller Vitamin C und bioaktiver Antioxidantien. Dabei sind sie lecker und mit ihrem komplexen, leicht herben Aroma wahre Tausendsassas. Sie sind ideale Früchte zum Naschen und für die Verarbeitung. Sie schmecken beerig gut zu Süssem und vollmundig frisch zu deftigen Speisen. Erfrischende Mixgetränke mit Cranberrys gibt es inzwischen fast überall. In Kuchen und Gebäcken oder auf Tartes machen sich die roten Beeren besonders gut, und als fruchtiges Trockenobst bereichern sie das Birchermüesli.
Als Sauce zu Wildgerichten erinnern sie an die vertrauten Preiselbeeren. Raffinierte Geschmackserlebnisse erzeugen sie zusammen mit Huhn, Schwein oder Ente. Ein klassisches Gericht in Amerika ist Truthahn mit Cranberrys, den man dort traditionell zu Thanksgiving, dem dortigen Erntedankfest, zubereitet.
Cranberrys sind ein gesunder Wintervorrat.
Cranberrys: Die Rothaut unter den Beeren
Cranberrys sind die amerikanischen Verwandten unserer einheimischen Preiselbeeren, aber auch der Heidelbeeren. Übrigens sind auch Kulturheidelbeeren amerikanischen Ursprungs und nicht aus unseren einheimischen Heidelbeeren entstanden.
Cranberrys sind niedrig wachsende, langlebige Sträucher wie unsere Preiselbeeren. Sie haben hübsche rosa Blüten, gehören zu den Heidekrautgewächsen und stammen aus den Hochmooren des nördlichen Nordamerika rund um die Grossen Seen. Dort wurden sie bereits von den einheimischen Indianern als gesunder Wintervorrat geschätzt, denn sie sind frisch und getrocknet lange haltbar. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt und die anderen gesundheitsfördernden Substanzen in Cranberrys machten die amerikanische Beere sofort zu einem grossen Erfolg bei Seeleuten, Reisenden und bei den ersten europäischen Siedlern. So begann der feldmässige Anbau von Cranberrys in Amerika bereits vor 200 Jahren.
Die schwimmenden Cranberrys werden mit Maschinen geerntet.
Schwimmend zum Erfolg
Anders als bei unseren einheimischen Heidelbeeren und Preiselbeeren, die noch immer aus Wildsammlung stammen, wurden in Amerika schon sehr früh Vermehrungs- und Anbaumethoden für die Wildbeeren erprobt, stetig verbessert und eine Sortenzüchtung etabiliert. Die amerikanische Wildfrucht wurde bald zu einem der bedeutendsten Agrarprodukte in Wisconsin, Massachusetts, New Jersey, Oregon, Washington und im kanadischen British Columbia.
Einen wirklich bemerkenswerten Durchbruch aber hat man in den 1960er Jahren bei der Erntetechnik erzielt: Man macht sich eine Besonderheit der Cranberry zu Nutze: Sie enthält Luftkammern und schwimmt. Cranberryfelder werden zur Reifezeit mit Wasser überstaut, damit die maschinell abgezupften Beeren aufschwimmen. So können sie an der Oberfläche zusammengetrieben und dann mit grossen Schläuchen abgesaugt werden. In den Anbaugebieten in Nordamerika entstehen in dieser Jahreszeit ausgedehnte rote Wasserlandschaften. Dank des beeindruckenden Nassverfahrens können die leckeren roten Früchtchen in grossen Mengen erzeugt und exportiert werden.
Auch al dente hat sich schon mit der vielseitigen Beere befasst und über die Ernte und Verarbeitung einen kurzen Film gedreht:
Cranberrys kann man sehr gut in Teige mischen, z.B. in einen Cake.
Cranberrys für alle Gelegenheiten
Wer Preiselbeeren mag, der freut sich erst recht über die Möglichkeiten, die die Cranberry bietet. So gibt es die Naschfrucht beispielsweise kandiert oder getrocknet zu kaufen. Handlich, fruchtig und vitaminreich sind sie auch etwas für unterwegs, für Trekking und Bergtouren.
Frische Cranberrys sind so gross wie kleine Kirschen, aber wesentlich fester und haltbarer. Sie ergeben einen besonderen Belag für Tartes und machen sich - ganz amerikanisch - besonders gut in Muffins oder Cookies. Am besten schmecken sie vielleicht als Kompott, egal ob warm oder kalt, zu süssen Waffeln, Pancakes oder über Vanilleeis. Echte Fans verfeinern mit Cranberrys auch Rahmtorten oder Fruchtjoghurts. In allen Zubereitungen harmoniert die herbe Beere wunderbar mit Mildem und Süssem.
Einfach gut, fertig zubereitet und im Detailhandel erhältlich sind Cranberrys als Saft. Dabei gibt es alle Möglichkeiten - vom gesunden vielfältig zu verwendenden Muttersaft bis zu Mixgetränken und Smoothies aller Art, die durch Cranberrys Aroma und Farbe bekommen.
Nicht nur Preiselbeeren, auch Cranberrys schmecken ausgezeichnet zu Wild.
Beerige Saucen - fein zu Wild
Cranberrys, die grossen Verwandten der Preiselbeeren, sind zu Wildgerichten genau das Richtige. Saucen aus puren Früchten oder mit Rahm verfeinert schmecken aus vielerlei Beeren gut. Mit Geschmacksrichtungen von himbeerig-mild über brombeerig-rassig zu preiselbeerig-herb kann man nach Belieben variieren. Aromatische Beerensüsse ist zu magerem Wild immer ein Klassiker.
In der Wildsaison sind Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren grossenteils schon geerntet und eingemacht. Sie passen auch in Form von Konfitüre oder Gelee zu Reh und Hirsch. Als frische Früchte gibt es jetzt noch Preiselbeeren, je nach Jahr mehr oder weniger - und Cranberrys. Und die frischen Cranberrys für die selbst gemachte Sauce und das speziell gewürzte Beerenkompott sind den ganzen Herbst verfügbar.