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Wie die erlesene Frucht nach Europa kam Christoph Kolumbus entdeckte auf seinen langen Reisen nicht nur unbekannte Weltgegenden, sondern auch deren Erzeugnisse, u.a. die Ananas. Einheimische der Karibikinsel Guadeloupe überreichten ihm 1493 eine «nana meant», die «erlesene Frucht», als Willkommensgeschenk. Kolumbus brachte einige Früchte mit nach Europa, sehr zur Begeisterung von König Ferdinand von Spanien. Der Monarch war von der Ananas so angetan, dass er sie zur «schmackhaftesten Frucht der Welt» erklärte. Aus dieser Zeit stammt der Name «ananaz», in Anlehnung an die indianische Bezeichnung «nana». Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war die Ananas in den meisten tropischen Gegenden der Welt eingebürgert und in Europa in Mode gekommen. |
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Überdimensionierter Pinienzapfen Die Ananas ist ein Bromeliengewächs, das kaum ein Wurzelwerk ausbildet. Das Wasser wird in dem Kranz breiter, gezahnter Blätter gesammelt und zur Mitte geleitet, wo sich ein fleischiger Stiel bildet. Um ihn herum wächst die Ananas heran. Für die Spanier ähnelte sie einem überdimensionierten Pinienzapfen (piña), was sich in der englischen Bezeichnung «pineapple» noch widerspiegelt. |
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Wärmeliebende Exotin Die Ananasplantagen liegen in den Tropenzonen, vorzugsweise in Höhenlagen bis etwa 800 Meter. Die Ananaspflanze liebt feuchte Wärme, möglichst beständige Temperaturen um 30 Grad und direkte Sonnenbestrahlung. Sie gedeiht auf fast jedem Boden, reagiert aber sehr empfindlich auf Nässe, Kälte und Wind. Für den lokalen Bedarf und die industrielle Verwertung erntet man die Ananas vollreif. Für den Export wird sie meist noch grün abgeschlagen; sie reift aber leider nicht optimal nach. Heute kommen die frischen Ananasfrüchte auf unseren Märkten hauptsächlich von der Elfenbeinküste, aus Costa Rica, Ghana, Brasilien, Hawaii, den Azoren und Mexiko. Sie sind das ganze Jahr über erhältlich. |
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Sortenvielfalt - nur leider nicht bei uns Es gibt weit über 100 verschiedene Ananassorten in allen Grössen und Farben. Doch das Angebot auf den hiesigen Märkten zeugt in keiner Weise von dieser Vielfalt.
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Gelochte Scheibe aus der Dose Noch in den 50er-Jahren bedeutete die Ananas pure Exotik. Ihren Durchbruch schaffte sie über die berühmten Konserven aus Hawaii in den 60er-Jahren. Die einst exklusive Delikatesse begeisterte plötzlich ein breites Publikum. Auch heute noch finden sich Dosenananas - trotz frischer Konkurrenz - in fast jedem Vorratsschrank. Wenn Sie also schnell einen Toast Hawaii zubereiten möchten und keine Lust haben, mühsam eine Ananas zu zerlegen, dann greifen Sie ruhig zur Dose! |
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Süsse Heilkraft Das süsse Innenleben der rauschaligen Ananas ist nicht nur sehr wohlschmeckend, sondern hat dank seiner Inhaltsstoffe auch wohltuende Wirkung auf unseren Organismus. In Lateinamerika wird die Frucht vielsietig in der Heilkunde eingesetzt. Die zahlreichen Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme wirkend anregend und regulierend auf die Verdauung, hemmen Entzündungen und senken den Blutdruck. Aber Vorsicht: Bei übermässigem Genuss können wegen des hohen Gehaltes an Fruchtzucker Reizungen der Schleimhäute in der Mundhöhle auftreten! Text: Sabine Danckwardt |
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Ananas - süss, pikant oder flüssig Das Fruchtfleisch der Ananas ist äusserst vielseitig verwendbar: In süssen oder herzhaften Salaten, als Belag für Kuchen und Torten, in Desserts, für Chutneys und Konfitüren, zu Fleisch-, Fisch- und Currygerichten oder im beliebten Riz Casimir. Oder lassen Sie sich Ananas einmal in flüssiger Form durch die Kehle rinnen! Berühmt ist der Planters Punch aus Zitronen- oder Limetten-, Orangen-, Ananassaft, Rum, zerstossenem Eis, Ananasstücken, Orangenscheiben und Kirschen. Wer kulinarische Neuentdeckungen liebt, probiert einen Maui Blanc, einen Ananaswein aus Hawaii. Er wird zu 100 Prozent aus vergorenem Ananassaft hergestellt und passt hervorragend zu asiatischen Gerichten, Meeresfrüchten und Geflügel. Bezugsquelle: Cave Amann SA in Bischofszell, www.caveamann.ch. Auf Anfrage per E-Mail wird Ihnen gerne eine Händleradresse in der Nähe ihres jeweiligen Wohnortes angeben. |
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Ananas lagern und rüsten Die Ananas ist reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck hin nachgibt. Die inneren Blättchen aus der Blattkrone müssen sich leicht herauszupfen lassen. Unreife Früchte können stechend sauer schmecken. Am besten lässt man sie bei Zimmertemperatur einige Tage nachreifen.
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