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Radieschen: Rotweisse Frühjahrspower

Rot und rund: So kennen wir das Radieschen. Doch es kann auch weiss und eiszapfenförmig sein. Ob rund oder länglich: Der kleine Bruder des Rettichs ist auf jeden Fall ganz schön knackig und scharf. Die Senföle, die einem beim Reinbeissen in die Nase steigen, sorgen für einen gründlichen Frühlingsputz im Körper.
 

 
     
 
     
 
     
 
Seiteninhalt
 
Der kleine Bruder des Rettichs

Radieschen: Ein relativ junges Gemüse

Bunte Vielfalt - aber nur im Garten

Radieschen gedeihen auch auf dem Balkon

Mehr als nur Dekoration

Die scharfe Wurzel putzt gründlich durch

Radiesli-Mäuse: Dekorative Mitbringsel

Preisgekrönte Weltneuheit: Gemüse-Twister

Mexiko feiert das Radieschen

Archiv

 

 Verschieden gross, aber Mitglieder derselben Familie: Rettich, Eiszapfen, grosse und kleine rote Radieschen (v.l.n.r.).
Der kleine Bruder des Rettichs

Das Radieschen (lat. radix = Wurzel) gehört wie auch sein grosser Verwandter, der Rettich, zur Familie der Kreuzblütler. Je nach Sorte ist die Knolle rund, oval, zylindrisch oder spindelförmig. Radieschen sind das am schnellsten wachsende Salatgemüse und bezüglich Boden und Klima wenig anspruchsvoll. Durch die Kultivierung im Treibhaus haben die kleinen Scharfen heute praktisch das ganze Jahr über Saison. Aus dem Freiland können sie von März bis Oktober geerntet werden.


 Der Grosse und der Kleine finden in Salaten immer wieder gerne zusammen: Rettich- und Radiesli-Scheiben mit Portulak.
Radieschen: Ein relativ junges Gemüse

Der Urahn des Radieschens ist der Rettich aus Vorderasien. Er wurde bereits 2000 v. Chr. in Ägypten angebaut. Griechen und Römer verbreiteten den Rettich in Europa. Radieschen entstanden wahrscheinlich erst sehr viel später, im 16. Jahrhundert. Es wird heute vermutet, dass sie eine gezüchtete Weiterentwicklung des Rettichs sind. Die Anbaugebiete finden sich vor allem in Europa, Nordamerika, China und Japan.


 Das rotweisse, längliche Radieschen Flamboyant (l.) muss man sich schon im eigenen Garten ziehen, wenn man es geniessen will. Die weissen Eiszapfen (r.) findet man dagegen gelegentlich auf Wochenmärkten und auch für kurze Zeit in grösseren Coop Supermärkten.

Bild links: bab.ch/StockFood
Bunte Vielfalt - aber nur im Garten

Radieschen gibt es in einer grossen Vielfalt. Allerdings können in der Regel nur Leute mit eigenem Garten davon profitieren, weil sie aus Samen selber gezogen werden müssen. In den Läden und auf den Märkten sind fast immer nur die kleinen roten Kugeln zu finden. Vereinzelt werden auf Wochenmärkten weitere Spezialitäten angeboten:

  • Flamboyant: halblanges, französisches Radieschen mit weisser, abgerundeter Spitze, sehr dekorativ.
  • Eiszapfen: weisses, längliches Radieschen (sieht aus wie ein kleiner Rettich). Für kurze Zeit (März/April) unter dem Pro-Specie-Rara-Label in grösseren Coop Supermärkten erhältlich - in Bio-Qualität und aus Schweizer Anbau (Tessin).

Aus Samen lassen sich folgende Spezialitäten selber ziehen:

  • Selma Ronda: knackiges, würziges Radieschen; kann so gross wie ein Hühnerei werden.
    Riesen-Radieschen Ilka: wird so gross wie eine Orange, bleibt aber trotzdem knackig und zart.
    Easter Egg: farbenfrohe Mischung aus weissen, violetten und roten Radieschen.
    Alle erhältlich bei www.samen-mauser.ch.
  • Flamboyant, Eiszapfen usw. in Bio-Qualität: erhältlich bei www.sativa-rheinau.ch. Besonders attraktiv ist die Mischung aus weissen, rot-weissen und roten Radieschen.



 Für Radieschen braucht man nicht unbedingt einen eigenen Garten. Ein Balkonkistchen tuts auch.
Radieschen gedeihen auch auf dem Balkon

Radieschen können leicht auch auf dem Balkon gezogen werden. Am besten eignen sich kleine, rund wachsende Sorten. Blumenkiste mit Erde füllen, die Samen im Abstand von ca. 3cm ca. 1cm tief in die Erde stecken. Kiste an einen sonnigen oder halbschattigen Ort stellen, darauf achten, dass die Erde nie austrocknet. Nach etwa 4 Wochen können Sie bereits zum ersten Mal ernten. Radieschen nicht zu gross werden lassen; sie werden sonst holzig.


 Die kleinen Scharfen kann man auch gekocht geniessen, z.B. als Farbtupfer in einer Suppe.
Mehr als nur Dekoration

Radieschen werden gerne als Dekoration für Salate und kalte Platten verwendet. Ihr schönes, sattes Rot ist dabei ein ganz besonderer Farbtupfer.

Doch die kleinen Scharfen sind mehr als nur Dekoration. Mit Schnittlauch und Salz sind sie fein gehackt oder in dünne Scheiben geschnitten ein würziger Brotaufstrich oder eine knackige Suppeneinlage. Rührgebraten oder gedämpft wie Kohlrabi kann man sie auch als Gemüse geniessen. Gekocht verlieren sie jedoch etwas an Farbe und an Schärfe.

Text: Sabine Danckwardt


 Eine Powerkombination für den Frühlingsputz im Körper: Radieschen und Brunnenkresse.
Die scharfe Wurzel putzt gründlich durch

Die scharfen Senföle in allen Retticharten sorgen für einen gründlichen Frühlingsputz im Körper. Sie regen die Gallenproduktion an und beugen der Verstopfung vor. Auch blockieren sie die Vermehrung von Bakterien, insbesondere bei Harnwegsinfekten. Weiter reizen sie den vegetativen Vagusnerv, der daraufhin eine vermehrte Flüssigkeitsproduktion in den Schleimhautzellen der Bronchien veranlasst. So kann z.B. besser abgehustet werden.

Werden Radieschen zusammen mit Kresse, Senf oder Meerrettich gegessen, so verdoppelt sich der Senfölgehalt und damit auch die Wirkung. In konzentrierten Zubereitungen (z.B. Radiesli-, Rettich- oder Kressesaft) wirken die Senföle stark schleimhautreizend. Diese Säfte sollten daher nur verdünnt getrunken werden. Da Radieschen meistens roh gegessen werden, sind sie ausserdem eine wertvolle Vitamin-C-Quelle.

Sie können sich die geballte Reinigungskraft von Radieschen und Kresse zunutze machen, indem Sie die beiden Gemüse in einem Salat mit einer Senfsauce kombinieren, z.B. in einem Brunnenkressesalat mit Radiesli. Den ganz Mutigen sei unser Radiesli-Drink mit Gartenkresse und Milch empfohlen!

Ernährungsberatung: Marlène Gautschi


 Dekorativ und knackig: Unsere Radiesli-Mäuse, an denen nicht nur Kinder ihre helle Freude haben.
Radiesli-Mäuse: Dekorative Mitbringsel

Radieschen lassen sich im Nu in Mäuse verwandeln:

  • Runde Radiesli verwenden. Das Grün abschneiden, Wurzelansatz als Schwanz stehen lassen.
  • Längs von jedem Radiesli eine dünne Scheibe abschneiden. Für die Ohren aus den Scheibchen ca. ¼ herausschneiden.
  • Radiesli in der Mitte quer einschneiden, Ohren hineinstecken.
  • Für die Augen evtl. 2 Gewürznelken unterhalb der Ohren hineinstecken.

An den knackigen Mäusen haben nicht nur Kinder Freude. Zusammen mit einem Stück Käse, mit Folie schön eingepackt und mit einer Schleife verziert, sind die putzigen Radiesli-Mäuse ein dekoratives und schmackhaftes Mitbringsel.


 Radiesli in völlig neuem Look: Mit dem Gemüse-Twister von Betty Bossi zu spiralen geschnitten und als Spiessli präsentiert.
Preisgekrönte Weltneuheit: Gemüse-Twister

Noch dekorativer werden Ihre Radiesli, wenn sie mit dem neuen Gemüse-Twister von Betty Bossi zu Spiralen geschnitten, auf Zahnstocher gesteckt und als Radiesli-Spiessli präsentiert werden. Auch anderem Gemüse wie Rüebli, Kartoffeln, Rettich, Gurken und Zucchini verleiht der Gemüse-Twister einen völlig neuen Look. Die innovative Eigenkreation von Betty Bossi wurde denn auch mit dem renommierten Reddot Design Award 2007 in der Sparte Product Design ausgezeichnet. Die international anerkannte Auszeichnung wird jeweils als Qualitätssiegel für gutes Design verliehen.


 Das mexikanische Oaxaca feiert das Radieschen und den Rettich mit farbenprächtigen Figuren, die allesamt aus dem Gemüse bestehen.

Bild: gomexico.about.com
Mexiko feiert das Radieschen

Im mexikanischen Oaxaca wird das Radieschen jedes Jahr gefeiert. Die «Noche de Rabanos» (Nacht der Radieschen und Rettiche) findet jeweils am 23. Dezember statt. Aus riesigen, grossen, kleinen und langen Rettichen bzw. Radieschen entstehen sensationelle, farbenprächti-
ge Figuren und Skulpturen. Schauen Sie sich die Fotos an - Sie werden staunen!

http://gomexico.about.com/od/festivalsholidays/ig/Radish-Festival-Photos/index.htm






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