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Saison

 
 
Plätzli, Schnitzel, Scaloppine

Ein saftiges Plätzli vom Schwein, Rind oder Kalb gehört zu den beliebtesten Fleischstücken in Schweizer Küchen und wird gern auch an gewöhnlichen Wochentagen serviert. Ob gebraten, paniert oder geschmort: Die eher preisgünstigen Schnitzel & Co. sind so vielseitig, dass man selbst verwöhnte Gourmets immer wieder damit überraschen kann!
 

 
     
 
     
 
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Plätzli in aller Munde

Plätzli von Rind, Kalb, Schwein

Toll im Saft: Saftplätzli

Feriengenüsse: Escalopes und Scaloppine

Qualität für Mensch und Tier

Rezept: Rahmschnitzel - einfach fein!

Der aktuelle Bestseller: «Fleischküche»

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 Die vielen Plätzli-Zubereitungsarten bringen Abwechslung auf den Tisch.
Plätzli in aller Munde

Plätzli (hochdeutsch: Schnitzel) kennen die meisten schon seit ihrer Kindheit: Es ist das Fleischstück auf dem täglichen Mittagstisch schlechthin. Kinder mögen es paniert oder mit einer sämigen Sauce - Zubereitungsarten, die auch in jedem Restaurant zur Mittagszeit ihre Liebhaber finden. Dazu eine Portion Teigwaren und frisches Saisongemüse für tüchtige Arbeiter und die hungrige Jungmannschaft oder ein Saisonsalat für Linienbewusste - schon ist die Mahlzeit perfekt.

Plätzli haben nicht die Exklusivität von Filets, dafür sind sie eher günstig und je nach Verwendung von unterschiedlichen Fleischstücken in verschiedenen Grössen erhältlich. Werden sie nach den Regeln der Plätzli-Kunst zubereitet, stehen sie in Sachen Zartheit und Saftigkeit den edleren Stücken in nichts nach.


 So werden die Plätzli nicht zäh: Nur wenig Fleisch aufs Mal in heissem Fett braten.
Plätzli von Rind, Kalb, Schwein

Wenn wir beim Metzger Plätzli verlangen, erhalten wir in der Regel dünne (ca. 5 mm), sehnenfreie Scheiben von Fleisch der mittleren Preiskategorie vom Kalb, Rind oder Schwein.

  • Geeignete Stücke vom Kalb: Nierstück, Huft, Nuss, Eckstück und Unterspälte.
  • Rind: Hohrücken und Huft.
  • Schwein: Nierstück, Nuss, Stotzen, Eckstück, Unterspälte und Hals.

Plätzli von diesen Fleischstücken eignen sich gut für die schnelle Zubereitung. Am besten gelingen sie, wenn man sie etwa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nimmt und sie dann nur wenige Minuten anbrät:

  • Rind- und Kalbfleisch dürfen innen leicht rosa sein. Bratzeit pro Seite ca. 1 Minute.
  • Schweinefleisch soll durchgebraten werden. Bratzeit pro Seite ca. 1½ Minuten.

Die Bratzeiten gelten für gute Mittelhitze; Einfluss auf die Bratzeit haben Fleischdicke, Art der Bratpfanne und deren Hitze-Speicherfähigkeit. Wenn das Fett zu wenig heiss ist oder zu viel Fleisch aufs Mal gebraten wird, kann sich keine Kruste bilden, die Plätzli ziehen Wasser und werden zäh.

Nach dem Anbraten lässt man das Fleisch ca. 20-30 Minuten im auf 60 Grad vorgeheizten Ofen durchziehen, die Plätzli dürfen aber dabei nicht zugedeckt werden. Während dieser Garzeit lässt sich eine feine Sauce kreieren.


 In wenig Saft mit Gemüse geschmort, machen Saftplätzli ihrem Namen alle Ehre.
Toll im Saft: Saftplätzli

Auch aus Fleischstücken, die eine längere Garzeit verlangen, lassen sich herrliche Plätzli-Gerichte zubereiten: Die Saftplätzli werden lagenweise mit verschiedenem saisonalem Gemüse in einen gut schliessenden Topf geschichtet und - wie ihr Name schon sagt - in nicht allzu viel Saft bei kleiner Hitze geschmort. Als Schmorflüssigkeit eignen sich neben Bouillon auch Wein und/oder Portwein.

Für Saftplätzli eignen sich dünn geschnittene Rindsplätzli vom Stotzen besonders gut, aber auch Schlüsselriemen («runder Mocken») oder Schulter (Laffe) können dafür verwendet werden. Für zusätzliche Gaumenfreuden werden die Fleischstücke ca. 12 Stunden in eine feine Marinade gelegt.

Ob man die Plätzli auf der Herdplatte oder im Ofen zubereitet, spielt keine Rolle. Damit die Saftplätzli saftig und zart werden, ist es aber wichtig, dass man das Fleisch bei lediglich kleiner Hitze ca. 1½ Stunden schmoren lässt; die Flüssigkeit darf nicht kochen.


 Saltimbocca: Die raffinierten Plätzli, «die in den Mund springen», so die Übersetzung dieses Gerichts.
Feriengenüsse: Escalopes und Scaloppine

Plätzli stehen auf der Menükarte vieler Restaurants in aller Herren Länder - nur heissen sie dort natürlich anders: Aus Italien z.B. kennen wir die «scaloppine al limone» oder die «scaloppine al Marsala», hauchdünne Kalbsschnitzelchen mit leichten Saucen, die auch bei hochsommerlich heissen Temperaturen bekömmlich schmecken. Französische Plätzli heissen «escalopes» und in England nennt man sie «cutlets», ein Begriff, der allerdings auch für Koteletts gebraucht wird.

Berühmte Plätzli-Spezialitäten anderer Länder:

  • Piccata milanese (Italien): Kalbsplätzli mit einer Panade aus Milch, Ei und Parmesan.
  • Saltimbocca (Italien): Kalbs- oder Schweinsplätzli, mit Rohschinken und Salbeiblatt belegt und mit einem Zahnstocher befestigt.
  • Wiener Schnitzel (Österreich): Kalbsplätzli mit einer Panade aus Ei und Paniermehl.
  • Schnitzel «Holstein» (Deutschland): Kalbsplätzli mit Sardinen, Sardellen und Räucherlachs auf getoastetem Weissbrot.
  • Escalope de veau à la crème (Frankreich): Kalbsplätzli mit Champignon-Rahmsauce (bei der schweizerischen Variante Rahmschnitzel oder «Rahmplätzli» lässt man die Champignons weg).
  • Escalope de veau Comtoise (Frankreich): Kalbsplätzli, mit Rohschinken belegt und mit Käse überbacken, serviert mit einer Champignon-Rahmsauce.
  • Cordon bleu (mehrere Länder streiten sich um die Ehre seiner «Erfindung», darunter die Schweiz): Kalbsplätzli, mit Käse und Schinken gefüllt, mit Ei und Paniermehl paniert.



 Dem Tier und auch uns Menschen zuliebe: Fleisch aus artgerechter Tierhaltung.
Qualität für Mensch und Tier

Fleisch ist generell ein eher teures Nahrungsmittel; billige Angebote stammen oft aus Produktionsbetrieben, die den Tieren kaum artgerechte Lebensqualität ermöglichen. Dem meist abgepackten Fleisch sieht man leider nicht an, wie das Tier, von dem es stammt, gehalten wurde.

Untersuchungen haben gezeigt, dass es sehr wohl Unterschiede gibt: Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung schneidet bei Vergleichen durchweg besser ab als Fleisch aus Massenproduktion. Fleisch von Bio-Weidetieren enthält z.B. im Gegensatz zu Fleisch aus herkömmlicher Tierhaltung mehr gesundheitsfördernde Fettsäuren.

Der Preis sollte deshalb nicht immer der allein entscheidende Faktor sein beim Kauf von Plätzli. Fragen Sie Ihren Metzger nach der Herkunft des Fleisches, er berät Sie gerne.


 Mit Rahmschnitzel lassen sich Jung und Alt gerne verwöhnen!
Rahmschnitzel - einfach fein!

«Rahmplätzli» - so einfach wie beliebt! Und doch gibt es bei der Zubereitung ein paar Hinweise zu beachten: Die richtige Pfanne oder der Zeitpunkt des Würzens z.B. haben Einfluss auf das gute Gelingen der Rahmschnitzel.


 Viele Plätzli-Ideen finden Sie im Betty Bossi Buch «Fleischküche».
Der aktuelle Bestseller: «Fleischküche»

Feine Rezepte mit Kalb-, Rind- und Schweinefleisch sowie die klassischen Lamm- und Wildgerichte. Die wichtigsten Zubereitungsarten, inklusive Niedergarmethode, Schritt für Schritt fotografiert.

Neben eher Alltäglichem, wie z.B. Siedfleisch, Geschnetzeltem oder Plätzli in verschiedenen Variationen, finden Sie in der «Fleischküche» auch festliche Gerichte. Ob für die Familie oder Ihre Gäste, ob für den Alltag oder bei besonderen Gelegenheiten, bestimmt treffen Sie mit einem der vielen Gerichte die perfekte Wahl.






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