
| | Auf Wochenmärkten findet man immer mehr Sorten, z.B. Thaibasilikum (oben links), ausdauerndes und rotblättriges Basilikum. |
|
 |
 |
Sortenvielfalt für jeden Geschmack
- Grossblättriges Basilikum (Ocimum basilicum «Genovese») ist die klassische und stark aromatische Sorte. Die Blätter sind gross und weich, die Blüten weiss, die Pflanzen ertragreich. Genoveser Basilikum eignet sich am besten für Pesto, eine Mischung aus zerstossenen Blättern mit Knoblauch, Olivenöl, Pinienkernen sowie Parmesan und Pecorino. Es schmeckt pfeffrig-süss und verträgt auch Erhitzen, ohne sein Aroma zu verlieren. So eignet es sich als grün färbende Zutat in Gnocchi oder auf Pizza. Es ist ein besonderer Genuss mit bestem Olivenöl zu Büffelmozzarella, auf Tomatensuppe oder Tomatensalat.
- Rotes Basilikum (Ocimum basilicum) gibt es in verschiedenen Sorten wie Dark Opal oder Purple Ruffles, die in Geschmack und Verwendung dem grossblättrigen Basilikum ähneln. Durch ihre purpurroten, manchmal auch krausen Blätter und rosa bis violetten Blüten sehen rote Sorten besonders dekorativ aus. Sie können allein oder in Mischung mit grünen Sorten zum Garnieren verwendet werden. Rotes Pesto besteht übrigens nicht aus rotem Basilikum, sondern vorwiegend aus getrockneten Tomaten.
- Thaibasilikum oder Horapa (Ocimum basilicum «Thai») hat ein leichtes Anisaroma und schmeckt besonders süss. Es hat grüne Blätter und rote Blüten. Ganze Triebenden, eventuell mit Blüten, werden nach dem Kochen den Speisen beigegeben und kurz ziehen gelassen. Horapa eignet sich hervorragend für Suppen und Thai-Currys mit Kokosmilch.
- Zitronenbasilikum duftet nach Zitronen. Zitronige Aromakomponenten kommen in einigen Basilikumarten vor (O. basilicum var. citriodorum, O. citriodorum, O. americanum). Zitronenbasilikum eignet sich besonders gut zu Fisch und Meeresfrüchten sowie für Süssspeisen oder Erfrischungsgetränke. Wie auch das italienische Basilikum verleiht es Salaten, Tomaten, Pasta und Antipasti ein exquisites Aroma, sollte aber nur direkt vor dem Servieren über die Speisen gestreut und keinesfalls mitgekocht werden.
- Basilikumauslesen mit Anis, Nelken oder Zimtaroma, die Süssspeisen und Getränken besonderen Pfiff verleihen, sind im Gartenhandel erhältlich. Es gibt auch interessante Kreuzungen mit mehrjährigen Basilikumarten aus Afrika wie beispielsweise African Blue.
- Griechisches Basilikum (Ocimum basilicum var. minimum) hat kleine Blätter und einen gedrungenen Wuchs. Es verzweigt sich stark und wird zu einer hübschen kugelförmigen Topf- oder Kübelpflanze mit intensivem Duft. Zweige des kleinblättrigen Basilikums werden in Griechenland als Glücksbringer verschenkt. Da es nicht ergiebig ist, eignet es sich weniger für die Blatternte.
- Heiliges Basilikum oder Tulsi (Ocimum sanctum = O. tenuiflorum) hat neben den bereits erwähnten medizinischen und religiösen Verwendungszwecken in Indien auch seinen Platz in der Thaiküche. Es ist von besonders intensivem und scharfem Geschmack mit starkem Nelkenaroma. Tulsi kann in asiatischen Pfannen- beziehungsweise Wokgerichten mitgebraten werden.
Die Firma Frei Weinlandstauden AG in Wildensbuch führt eine Auswahl von Basilikumsorten in ihrem Sortiment: www.frei-weinlandstauden.ch
|
 |