Richtig aufgedreht: heisse Öfen

Richtig aufgedreht: heisse Öfen

Richtig aufgedreht, gibt der Ofen jetzt viele heiss geliebte Mahlzeiten her, die gut sind fürs Gemüt und die den Bauch glücklich machen. Nicht nur in Schweizer Küche weiss man, wies geht und was sich Feines aus Kartoffeln, Käse, Speck, Äpfeln und weiteren Köstlichkeiten zaubern lässt. Mit den heissen Öfen von Betty Bossi kommt viel Behaglichkeit in die gute Stube.

Ofengerichte, jenseits von Trends

Es ist eine alte Gewohnheit, aus Resten etwas völlig Neues zu kreieren. So paart sich Sparsamkeit mit kulinarischer Innovation. In den Urkantonen praktiziert man das schon lange mit Erfolg, zum Beispiel mit dem Ofenguck. Laut alten Quellen gehörten früher nur Kartoffelstock und Käse in den Ofenguck. Später kamen die Spiegeleier obendrauf dazu. Was übrigens zur Annahme führte, der Ofenguck heisse so, weil die Eier wie Augen aus dem Ofen «gucken». In Wirklichkeit heisst «Gugg» Kuchen. Jedenfalls darf man sich frei fühlen zu verwenden, was der Kühlschrank gerade hergibt: Gschwellti, Kartoffelstock oder Maisgriess vom Vortag, schwungvoll gepaart mit Käse, Speck, Wurst oder Eiern, Zwiebeln usw. Der Ofen macht, richtig aufgedreht, den Rest: geschmackvolle und allzeit beliebte Mahlzeiten mit hohem Gemütlichkeitsfaktor.

So richtig heiss und gemütlich wirds auch mit einer Shakshuka (Titelbild), die man in Israel gerne schätzt. Sie wird mit Brot direkt aus der Pfanne gegessen.

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Kartoffeln, die Ofen-Stammgäste

Kartoffeln sind gäbige Stammgäste im Ofen. Ein Gruss aus der Bündner Küche ist die Plain in Pigna. «Voll im Ofen» heisst das übersetzt. Es handelt sich dabei um eine Ofenrösti, die mit Preiselbeerkompott serviert wird. Ob als Gratin, aus der Folie oder vom Blech: Kartoffeln verleiden nie. Bratkartoffeln lassen sich mit Gewürzen und Kräutern variiert jedesmal neu erfinden. Allzeit beliebt sind Baked Potatoes. Der Kontrast der heissen Kartoffeln zur kühlen Sour-Cream-Füllung machts aus. Es passen auch weitere Saucen wie leichte Vinaigretten oder sämige mit Käse.

 

Auch Äpfel mögens heiss

Der Duft gebackener Äpfel ist unverkennbar. Überall, wo es Äpfel gibt, kennt man Ofenrezepte. In der Schweiz gibt es viele regionale Spezialitäten. Ofetori ist der traditionelle Auflauf aus Maisgriess und gedämpften Apfelschnitzen, den man mit viel Butter goldgelb im Ofen gratiniert und am besten mit Most und Salat zu einem Voressen serviert. Cholera heisst die schmissige Walliser Teigpastete aus Gemüseresten, Käse, Äpfeln und Birnen und weiteren Zutaten. Sie soll um die Zeit der Cholera im 19. Jahrhundert ihren Ursprung haben, aber sicher ist das nicht. Sehr populär sind gefüllte Äpfel: Zitrone und Orange sind eine frische aromatische Ergänzung, Mandeln und Nüsse sowieso. Klassiker sind sie mit Butter, Quark, Sauerrahm oder Marroni-Püree bepackt. Jetzt passen auch schon weihnachtliche Gewürze.

Ofenküchlein, so süss!

Teig ist buchstäblich ein guter Boden für viele süsse Ofengerichte. Wähen sind nur ein Beispiel, Ofenküchlein aus Brühteig ein anderes. Sie sind auch als Profiteroles oder Eclairs bekannt.

Ofenküchlein sind wahre Kostbarkeiten für Auge und Gaumen. Den Brühteig rührt man in der Pfanne an und formt ihn anschliessend mit dem Spritzsack dekorativ zu kleinen Küchlein. Die köstliche Füllung macht sie perfekt. Im Ofen wird Brühteig herrlich luftig, vorausgesetzt, man öffnet beim Backen die Tür nicht.

Aus den Confiserien kennt man vor allem die Ofenküchlein mit süsser Schokolade-, Mokka- oder Vanillefüllung. Die Kombination mit Pikantem wie Käse oder Avocado funktioniert auch bestens. Serviert man pikante Ofenküchlein zum Apéro, macht man als Gastgeberin bzw. Gastgeber mit Garantie eine ganz heisse Falle.

Text: Tiziana Ossola
Aktualisiert: 11.Oktober 2021