Die italienische Kunst des Essens

Die italienische Kunst des Essens

Die Italiener sind wahre Meister des Genusses. Eine ausgedehnte Mahlzeit, liebevoll aus erstklassigen Zutaten gekocht, gehört zum alltäglichen Leben. Diese einmalige Küche gehört zum kulturellen Erbe des Landes. Italien entwickelte als erstes Land Europas eine hochstehende Kochkunst, und heute sind seine Gerichte und Spezialtäten weltweit beliebt. Unternehmen Sie eine Genussreise quer durch Italien!

Zu Tisch in Italien

Zu Tisch in Italien
Gefüllte Teigwaren wie Agnolotti burro e salvia sind ein beliebter Primo (erster Gang).

In Italien beginnt der Tag später als bei uns. Das Frühstück ist mickrig, besteht aus einer kleinen Süssigkeit und einem Caffè, und es wird nur so viel Zeit dafür aufgewendet, wie es für einen kleinen Schwatz in der Bar eben braucht. Mittags und abends gehts länger. Das Mittagessen wird gegen 13 Uhr eingenommen, und vor 20 Uhr wir das Abendessen selten serviert. Da die Nachmittagsstunden in Italien oft über 35 Grad heiss sind, lässt sich die Tradition von gemütlichem Essen und einer anschliessenden Siesta leicht nachvollziehen. Eine klassische Mahlzeit besteht aus vier Gängen. Antipasti (Vorspeise), Primo Piatto, Secondo Piatto und Dolce (Dessert). Jedes Essen wird von Brot, Wein und Wasser begleitet und mit einem Caffè - er entspricht unserem Espresso - beendet. Bei feierlichen Gelegenheiten gesellt sich auch gerne ein Grappa dazu.

Echt italienisch

Echt italienisch

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Menüfolge: Antipasti, Primo, Secondo, Dolce

Menüfolge: Antipasti, Primo, Secondo, Dolce
1. Antipasti
Bruschette ai pomodori und Bruschette ai peperoni
Menüfolge: Antipasti, Primo, Secondo, Dolce
2. Primo Piatto
Spaghetti alla chitarra
Menüfolge: Antipasti, Primo, Secondo, Dolce
3. Secondo Piatto
Tagliata alla rucola
Menüfolge: Antipasti, Primo, Secondo, Dolce
4. Dolce
Crostata al limone

Echt italienisch

Echt italienisch
Verdure alla griglia: In Olivenöl eingelegtes Gemüse ist ein beliebter Antipasto.

Die berühmten italienischen Antipasti sind wahre Delikatessen. Die kleine Vorspeise dient dazu, den Appetit und die Verdauung anzuregen. Die Auswahl ist riesig und das Angebot regional verschieden. Oft anzutreffen sind in Olivenöl eingelegtes Gemüse, gut gereifter Käse oder hauchdünn geschnittenes Fleisch. Der Primo (erster Gang) besteht aus einer Stärkebeilage, meist Teigwaren oder Risotto, die mit allem angereichert wird, was die Natur gerade bietet. Erst beim Secondo (zweiter Gang) wird Fleisch oder Fisch zusammen mit Gemüse serviert. Durch die Aufteilung der Gänge gelangen die leicht verdaulichen vor den schwer verdaulichen Nahrungsmitteln in den Magen. Dies macht die traditionelle italienische Art zu essen nicht bloss besonders genussvoll, sondern auch sehr bekömmlich.

Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens

Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
1.
Aostatal, Piemont und Ligurien
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
2.
Trentino-Südtirol, Friaul und Venetien
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
3.
Lombardei und Emilia-Romagna
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
4.
Toskana, Umbrien und Marken
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
5.
Latium, Abruzzen und Molise
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
6.
Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien
Echt italienisch: Eine kulinarische Reise durch alle Regionen Italiens
7.
Sizilien und Sardinien

Norditalien - alles in Butter!

Norditalien - alles in Butter!
Tiramisu, der italienische Dessertklassiker schlechthin.

Die Landschaft Norditaliens ist gekennzeichnet von den südlichen Ausläufern der Alpen mit den Dolomiten, der weiten Po-Ebene, die bis zum Golf von Venedig reicht, und dem hügeligen Beginn des Apennins. In der ganzen Region wird viel Milchwirtschaft betrieben. Dieser Tradition verdanken wir Parmesan und Gorgonzola, Panna cotta und Tiramisu. Hier wird mit Butter gebraten und mit Rahm verfeinert. Neben Kühen werden auch Schweine gehalten. Sie liefern das Fleisch für den würzigen, luftgetrockneten Parmaschinken und zahlreiche regionale Salamispezialitäten.

Die fruchtbare Po-Ebene spendet reichlich Gemüse und Reis. Ein sämiger Risotto wird hier gerne als Primo genossen, sei er goldgelb vom Safran oder dunkelrot von einem kräftigen Barolo aus dem Piemont. Genauso häufig gibts Pasta, deren Teig hier immer mit Ei zubereitet wird. Oft trifft man sie gefüllt als Ravioli oder Tortellini.

Mittelitalien - die mediterrane Küche

Mittelitalien - die mediterrane Küche
Filetti di pesce alle erbe: Der frische Fang stammt sowohl aus dem Meer als auch aus den fischreichen Seen im Landesinnern.

Gleich hinter Bologna verläuft die Butter-Olivenöl-Grenze Italiens, die kulinarische Grenze zwischen Nord- und Mittelitalien. Mit der Küste Liguriens und den silbern schimmernden Olivenhainen der Toskana beginnt das, was wir gemeinhin unter mediterraner Küche verstehen. Frischer Fisch vom Meer, intensiv duftende Kräuter, sonnengereiftes Gemüse und selbst gesammelte Pilze aus dem Wald. Alles zubereitet und verfeinert mit dem grünen Gold, dem über alles geliebten Olivenöl. In Mittelitalien und auf Sardinien werden Schafe und Ziegen gehalten. Ihre Milch wird zu würzigem Pecorino verarbeitet. Die Küche Mittelitaliens ist einfach geblieben, doch versteht man hier die Schätze der Natur so gekonnt zu nutzen, dass jedes Gericht zu einem Gedicht wird.

Je südlicher, desto schärfer

Je südlicher, desto schärfer
Pizza Margherita: Die weltberühmte Pizza wurde im hektischen Napoli bereits im 16. Jahrhundert als Schnellimbiss genossen.

Süditalien ist keine wohlhabende Region, doch kulinarisch fehlt es ihr an nichts. Auf der mineralhaltigen Vulkanerde von Vesuv und Ätna gedeihen Produkte von aussergewöhnlicher Geschmacksintensität, und mancherorts hängen goldgelbe Zitronen an den Bäumen. Im heissen Süden ist das Essen so feurig wie das Temperament der Menschen Es wird grosszügig mit Peperoncino gewürzt, der hier liebevoll diavolino (Teufelchen) genannt wird. Im Absatz des Stiefels wird Hartweizen angebaut, der sich dank des hohen Kleberanteils auch ohne Ei zu einem geschmeidigen Pastateig verarbeiten lässt. Und wenn Mamma und Nonna in der kühlen Gasse sitzend den frisch gekneteten Pastateig zu kleinen Kunstwerken formen, überkommt einen das schöne Gefühl, die Zeit sei gerade stehengeblieben.

Text: Silvia Niederberger
2. August 2016



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