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Marktfrisch auf den Tisch

Warum auch immer in die Ferne schweifen? Denn das Gute liegt ja so nah! Marktfrisch auf den Tisch - so schmeckts am besten. Vom Feld, aus dem Wald oder aus dem Garten: Saisongerechte Schweizer Früchte und Gemüse sind nicht nur ökologischer, sondern sie schmecken auch besser, da sie vor der Ernte ausreifen können.

Marktfrisch schmeckt einfach besser
Saisongerecht eingekaufte Produkte aus der Schweiz schmecken einfach besser!
Marktfrisch schmeckt einfach besser

Immer mehr Leute möchten heute wissen, woher ihre Nahrungsmittel kommen und wie sie produziert wurden. Wie wurden die angebotenen Tomaten angebaut? Aus welchem Land stammen die Spargeln? Wie werden die Milchkühe gehalten?

Lebensmittelskandale und Klimaerwärmung haben die Konsumentinnen und Konsumenten kritischer gemacht. Sie setzen deshalb vermehrt auf regionale und saisonale Produkte. In unserem kleinen Land haben wir einen Vorteil: Lebensmittel, die in der Schweiz produziert werden, gelten als regional, da die zurückgelegten Transportwege meist kürzer als 300 Kilometer sind. Aber nicht nur gesundheitliche und ökologische Überlegungen sind dabei ausschlaggebend: Saisongerecht eingekaufte Produkte aus der Schweiz schmecken einfach besser!

Rezept: Rüebli-Couscous

Je frischer, desto mehr Genuss!

Krautstiel (mit weissem Stiel) hat von April bis Oktober Saison, Mangold (mit bunten Stielen) dann ab Mai. Jetzt lohnt es sich, zuzugreifen!

Je frischer, desto mehr Genuss!

Saisongerecht eingekaufte Produkte haben mehr Geschmack. Schweizer Erdbeeren sind im Sommer einfach viel aromatischer als importierte im Winter. Es lohnt sich deshalb, sich das Wissen anzueignen, wann welche Früchte und Gemüse Saison haben. Die Saisonkalender für Gemüse und Obst von Betty Bossi helfen Ihnen bei der Orientierung:
 


Marktfrische Produkte bieten nicht nur mehr Genuss, sondern noch weitere Vorteile: Sie sind im Kühlschrank länger haltbar, und es muss weniger weggeworfen werden. Zudem sind saisonale Produkte oft günstiger, weil eben das Marktangebot gross ist.

Einkaufs-Wellness statt -Stress
Auf einem Marktbummel einheimisches Gemüse neu entdecken: z.B. die rotweissen, länglichen Radieschen Flamboyant.
Einkaufs-Wellness statt -Stress

Sich Zeit nehmen, wie in den Ferien über einen Markt flanieren: Entdecken Sie auf Ihrem Bummel einheimische Köstlichkeiten neu und geniessen Sie die farbenfrohen Auslagen! Wenn Sie das Radieschen nur rot und rund kennen, dann halten Sie jetzt Ausschau nach dem rotweissen, länglichen Flamboyant oder dem weissen Eiszapfen! Und wenn Sie ein Gemüse oder eine Frucht nicht kennen, dann scheuen Sie sich nicht, die Marktfahrerin bzw. den Marktfahrer zu fragen. Die können Ihnen nicht nur erzählen, um was es sich handelt, sondern geben Ihnen gerne noch ein paar Ideen für die Zubereitung mit.

Oft müssen wir den Einkauf im Stress erledigen. Gönnen wir uns doch ab und zu ein bisschen Einkaufs-Wellness! Viele Bauernhöfe haben heute Hofläden mit einem schönen Angebot an regionalen und saisonalen Produkten. Frischer sind sie kaum zu haben! Besonders mit Kindern ist so ein Ausflug aufs Land ein spannendes Erlebnis, weil man Ihnen zum Beispiel zeigen kann, dass die Milch von der Kuh und nicht vom Past kommt.

Eine Auswahl von Schweizer Wochenmärkten haben wir im Beitrag Prima Primavera: italienische Frühlingsgrüsse für Sie zusammengestellt.

Rezept: Radiesli-Risotto

Wiederentdeckte Schweizer Spezialiäten
Altes Gemüse, neu entdeckt: Randen-Chioggia (mit rot-weissen Ringen) sowie gelbe und rote Randen.
Wiederentdeckte Schweizer Spezialiäten

Coop Label ProSpecieRara
Regionalität und Saisonalität haben sich auch die Coop Labels ProSpecieRara und Pro Montagna aufs Banner geschrieben. ProSpecieRara bietet ein spannendes Angebot an Produkten aus ursprünglichen, fast vergessenen einheimischen Pflanzensorten und Nutztierrassen, vom Spinat Rote Gartenmelde bis hin zum Radieschen Eiszapfen. Saisongerechtes ProSpecieRara-Gemüse aus der Schweiz finden Sie in grösseren Coop Supermärkten. Natürlich alles unter der Marke Naturaplan und in Bio-Qualität.

Coop Label Pro Montagna
Produkte, die im Schweizer Berggebiet produziert und verarbeitet werden, tragen bei Coop das Label Pro Montagna. Zu entdecken gibt es urchige Schweizer Spezialitäten wie den Gstaader Bergkäse im Kräutermantel, die Bergkräuter-Ravioli aus Ulrichen im Kanton Wallis oder das Steinbock-Bier aus dem bündnerischen Monstein!

Coop Label Slow Food
Unter dem Label Slow Food verkauft Coop nicht nur traditionelle, nachhaltig hergestellte Spezialitäten aus aller Welt, sondern auch aus der Schweiz. Im kleinen, aber feinen Angebot findet sich Bekanntes wie der traditionelle Emmentaler und der Vacherin fribourgeois, aber auch Raritäten wie der Honig der dunklen Biene, einer alten, fast verdrängten Schweizer Rasse, und die Zwetschgenprodukte von den landschaftsprägenden Hochstämmen des Baselbieter und des Fricktaler Tafeljuras.

Kräuter aus dem Bauern- und Klostergarten
In versteckten Klostergärten, wie z.B. demjenigen des Klosters St. Scholastika im sanktgallischen Tübach, gedeihen hiesige Kräuter zum raffinierten Würzen.
Kräuter aus dem Bauern- und Klostergarten

Vergessene Gewürze aus dem Mittelalter, köstliche Kräuter aus Afrika und Kleinasien, feine Düfte aus dem Mittelmeerraum - hierzulande wachsen in versteckten Bauern- und Klostergärten wahre geschmackliche Schätze. Ein Kapitel des neusten Betty Bossi Buches «Marktfrische Küche» widmet sich hiesigen Kräutern mit langer Tradition. Jetzt lassen sich bereits die ersten Frühlingskräuter ernten:

 

  • Brennnessel: für Salate, Suppen, Tee.
  • Glattblättrige Petersilie: für Gemüse, Salate, Saucen, Suppen, Fleisch-, Fisch- und Geflügelgerichte, Füllungen.
  • Minze (verschiedene Arten): für Grilladen, Marinaden, Kräutermischungen, Tee, Sirup, Süssspeisen.
  • Sauerampfer: für Salate, Gemüse, Suppen und Saucen.
  • Schnittlauch: für Salate, kalte und warme Saucen, Suppen, Käse, Eierspeisen.


Und nicht zu vergessen natürlich die Kräuter, die das ganze Jahr über Saison haben: Currykraut, Rosmarin, Salbei und Verveine.

Um immer frische Kräuter zur Hand zu haben, braucht man übrigens keinen eigenen Garten. Ein Balkon oder selbst ein Fenstersims genügt, um ein paar Blumenkisten oder -töpfe zu bepflanzen.

Rezept: Fusilli mit Zucchini und Kräutern

Text: Daniela Rinderknecht

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