Lustvoll leicht ins neue Jahr

Nach üppigen Festtagsmenüs, grossen Gästescharen und glitzernder Weihnachtsdeko sehnt sich die Seele nach Stille und Einfachheit und der Körper nach leichten und bekömmlichen Gerichten. Mit unserer kleinen Serie «Lustvoll leicht» verhelfen wir Ihnen zu einem unbeschwerten Start ins neue Jahr.

Ballast abwerfen im neuen Jahr

Ballast abwerfen im neuen Jahr
Speck geniessen beim Abnehmen? Ja, das geht, wenn man den Trick kennt!

Das neue Jahr lädt uns ein, Altlasten abzuwerfen. Verabschieden Sie sich von Dingen, die Ihnen ein Gräuel sind und lassen Sie Ungeliebtes los. Ob das nun der Speck an den Rippen, der vollgestopfte Schrank oder ein ungelöster Konflikt ist. Wenn Sie nachhaltig an Gewicht verlieren möchten, werden Sie erfolgreicher sein, wenn Sie sich gleichzeitig auch in anderen Bereichen das Leben erleichtern. Hören Sie auf Ihre innere Stimme, erforschen Sie Ihre wahren Bedürfnisse und lasten Sie sich nichts auf, das Sie gar nicht möchten.

Falls Sie lediglich über die Festtage um ein paar Rundungen reicher geworden sind, dann wird sich Ihr Gewicht mit einer leichten Januar-Küche auf natürliche Weise selbst regulieren.

Rezept: Frisée mit Knusperspeck und Ei

Diät: Vorsicht vor dem Jo-Jo-Effekt

Diät: Vorsicht vor dem Jo-Jo-Effekt
Mit einer ausgewogenen und fettarmen Ernährung lebt es sich leichter - und ohne Jo-Jo-Effekt!

37 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer sind übergewichtig. Kein Wunder also, dass der Schlankheitsmarkt ungebremst boomt und mit vielen Angeboten lockt. Aber Vorsicht: Jede Art von einseitigen, einschränkenden und radikalen Schlankheitsdiäten ist zum Scheitern verurteilt, da sie nicht alltagstauglich und bisweilen sogar gesundheitsschädigend sind. Eine extreme Einschränkung der Energiezufuhr, starre Diät- oder Trainingspläne, Verbote, starke Fremdkontrolle anstelle flexibler Selbstkontrolle führen regelmässig zum Abbruch einer Diät. Der sogenannte Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert; das Körpergewicht steigt schnell wieder auf das Ausgangsgewicht oder sogar darüber hinaus an. Daher wird von kurzfristigen Schlankheitsdiäten dringend abgeraten.

Tipps

  • Den Einkauf mithilfe einer Einkaufsliste planen.
  • Die Lebensmittel bewusst auswählen.
  • Die Mahlzeiten fettarm zubereiten.
  • Bewusst, langsam und mit Genuss essen.
  • Auf das Sättigungsgefühl achten.
  • Das eigene Essverhalten in verschiedenen Situationen (Langeweile, Stress, Frust) beobachten.

Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Schönheitsideale im Wandel der Zeit
Dieses feine Orangen-Tiramisu schadet der sportlichen Körperform nicht.

Schlank sein ist in. Eine jugendliche, sportliche Körperform wird heute als schön bezeichnet. Das war nicht immer so. Nur gerade zwei Generationen früher entsprachen wohlgenährte Frauen dem Ideal. In der Nachkriegszeit galt ein hagerer Körper als armselig und minderwertig.

Ein 80-jähriger Mann erinnert sich an die Aussage seines Vaters, als er ihm seine schlanke, hübsche Braut vorstellte. «A dere isch ja gar nüt dra», war seine knappe Reaktion auf diese erste Begegnung. Ähnlich wäre es dieser Frau auch in der Renaissance ergangen: Üppige Formen standen damals hoch im Kurs und ein Doppelkinn galt als erotisch.

Ein Mosaik von drei anmutigen Grazien aus der verschütteten Stadt Pompeji zeigt, dass sich die lustvollen Römer von runden Becken angezogen fühlten, denn diese standen für Fruchtbarkeit. Noch heute gilt in Afrika die Leibesfülle als besonders attraktiv, und für brasilianische Hintern gilt: je praller desto besser. Und können Sie sich eine arabische Bauchtänzerin ohne Bauch vorstellen?

Rezept: Orangen-Tiramisu

Wie viel Schlankheit ist gesund?

Wie viel Schlankheit ist gesund?
Her mit dem Messband: Zu viel Fett im Bauchbereich begünstigt Zivilisationskrankheiten.

Die Waist-to-Height Ratio (WHtR) vergleicht den Bauchumfang (Waist) mit der Körpergrösse (Height). Erwiesenermassen beeinflusst das Fett in der Bauchregion die Gesundheit massgeblich. Deshalb ist der WHtR-Rechner verlässlicher in der Aussage als der bekannte BMI (Body Mass Index). Dieser bezieht sich auf den Fettgehalt im ganzen Körper und kümmert sich nicht um die Problemzone Bauch.

Das Körpergewicht richtig beurteilen: WHtR-Rechner

Natürlich schlank - oder auch nicht

Natürlich schlank - oder auch nicht
Der süss-saure Linseneintopf balanciert alle drei Doshas aus.

Während die westliche Medizin ein ideales Körpergewicht für alle Menschen vorsieht, gehen andere Wissenschaften davon aus, dass für verschiedene Menschen auch unterschiedliche Körper- und Ernährungsformen passend sind. Bei den einen ist die Statur abhängig von der Blutgruppe, bei anderen soll der Stoffwechseltyp entscheidend sein.

Im Ayurveda, der indischen Gesundheitslehre, unterscheidet man drei Grundtypen: Vata, Pitta und Kapha. Der luftig-leichte Vata-Typ wird stets auf natürliche Weise dem heutigen Schönheitsideal entsprechen, während der geerdete, gemütliche Kapha-Typ die Nahrung besonders gut zu verwerten weiss und sie in Form von Fettdepots im Körper speichert.

In unserem Beitrag Ayurveda - altindische Lebenskunst erfahren Sie mehr über das ganzheitliche Gesundheits- und Ernährungssystem. Zudem können Sie mithilfe unseres Online-Tests Ihren Konstitutionstyp bestimmen.

Bestimmen Sie Ihren Konstitutionstyp

So habens die einen leichter in den fetten sieben Jahren, und die anderen überleben dafür die sieben mageren ohne Mühe. Zu welchen auch immer Sie zählen - nehmen Sie es mit Leichtigkeit!

Rezept: Süss-saurer Linseneintopf

Text: Silvia Niederberger

9. Januar 2012



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