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Tipps & TricksFrittieren: Gewusst wie

Frittieren: Gewusst wie

Jede Feier hat ihre eigene Tradition. So gehört zur Fasnachtszeit auch ganz besonderes Gebäck, das nicht im Ofen gebacken, sondern frittiert wird. Auch andere Nahrungsmittel lassen sich in heissem Öl knusprig backen, ob ohne Teighülle (z.B. Pommes frites) oder mit einer Teighülle (z.B. Apfelküchlein). Um ein optimales Resultat zu erzielen, gilt es einiges zu beachten.

Geeignetes Frittieröl
Das Frittieröl nicht über 175°C erhitzen und das Frittiergut goldgelb werden lassen.
Geeignetes Frittieröl

Zum Frittieren sollten speziell hitzestabile Öle mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren gewählt werden, z.B. raffiniertes Olivenöl, High-Oleic-Sonnenblumenöl, High-Oleic-Rapsöl, Erdnussöl oder spezielle Frittieröle.

Öle sind gesünder als feste Fette, da sie keine Transfette enthalten. Das Frittieröl nicht über 175°C erhitzen und das Frittiergut nicht zu dunkel, sondern goldgelb werden lassen, damit keine unerwünschten Substanzen wie Acrylamid entstehen.

Gut zu wissen:

  • Immer nur kleine Portionen auf einmal frittieren, sonst kühlt das Öl zu stark ab, und das Frittiergut saugt unnötig viel Öl auf.
  • Tiefgekühltes Frittiergut ohne aufzutauen frittieren.
Korrekter Umgang mit Frittieröl

Nach dem Frittieren das Öl auskühlen, absieben und in eine Flasche abfüllen; evtl. beschriften, wie oft und wofür das Öl bereits verwendet worden ist.

Korrekter Umgang mit Frittieröl
  • Öl vor Licht, Luft und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
  • Öl höchstens 2-3-mal verwenden. Das Öl ist schlecht, sobald es stark riecht oder schäumt, dickflüssig wird, sich dunkel verfärbt und das Frittiergut nicht mehr knusprig wird.
  • Wiederverwendbares Öl nach dem Frittieren auskühlen, absieben und in eine Flasche abfüllen. Vor Licht, Luft und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Evtl. beschriften, wie oft und wofür das Öl bereits verwendet worden ist.
  • Gebrauchtes und frisches Öl nie mischen.
  • Altes Öl in leere Flaschen füllen und der Sammelstelle übergeben.
  • Hinweis: Einige Nahrungsmittel (z.B. Fisch, Meeresfrüchte) hinterlassen im Öl ihren Eigengeschmack. Das Öl später nicht mehr für andere Nahrungsmittel (z.B. Apfelküchlein) verwenden.
Frittieren ohne Fritteuse
Temperatur wenn möglich mit einem Frittierthermometer überprüfen.
Frittieren ohne Fritteuse
  • Einen unbeschichteten Brattopf verwenden, da die Beschichtung so hohen Temperaturen nicht standhält.
  • Brattopf nur bis zu ca. ? Höhe mit Öl füllen und auf ca. 175 Grad erhitzen.
  • Temperatur wenn möglich mit einem Frittierthermometer überprüfen.
  • Temperaturprobe ohne Thermometer: Wenig Teig ins heisse Öl geben, brutzelt und schwimmt er, ist die Temperatur richtig.


Wer beim Frittieren im Brattopf oder in der Bratpfanne die Temperatur im Auge behalten will, muss immer aufpassen, dass das Thermometer nicht ins heisse Öl fällt. Eine einfache Halterung löst das Problem: Eine Schlaufe aus Draht (keinen plastifizierten Draht verwenden) um den Stiel des Thermometers legen und die Drahtenden zusammendrehen und zu einem Haken formen. So lässt sich das Thermometer an den Pfannenrand hängen, wo es vor unfreiwilligem Baden geschützt ist (siehe kleines Bild).