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Tipps & TricksChräbeli - Anisgebäck mit Füsschen

Chräbeli - Anisgebäck mit Füsschen

Chräbeli, die knackigen Guetzli mit Anisaroma, gehören neben Brunsli, Mailänderli, Spitzbueben und Co. zu den beliebtesten Weihnachtsguetzli in der Schweiz. Mit ihrem intensiven Anisaroma sind sie aber nicht jedermanns Sache. Doch zumindest eingefleischte Fans des Anisgebäcks sind sich einig: Chräbeli brauchen Füsschen. Wenn Sie die folgenden Regeln, Tipps und Tricks beachten, steht dem Gelingen der perfekten Chräbeli nichts mehr im Weg.

Chräbeli selber machen: So funktionierts

Der Chräbelitest: Blech nur sparsam einfetten, die Chräbeli anrichten, dann leicht schräg halten. Wenn die Chräbeli nicht rutschen, ist das Blech genügend gefettet.

Chräbeli selber machen: So funktionierts

Backblech einfetten

Eine wichtige Grundregel für das Gelingen der Chräbeli: Es darf kein Backpapier verwendet werden. Backblech sparsam einfetten: 1-2 Guetzli darauflegen, Blech schräg halten; rutschen die Guetzli nicht, ist es genügend gefettet.

Guetzli trocknen
Lassen Sie die Chräbeli so lange bei Raumtemperatur trocknen, bis sie auf der Unterseite ein gleichmässiges, ca. 2 mm breites, weisses Rändchen aufweisen. Die Trocknungszeit hängt von der Teigdicke und der Raumtemperatur ab. Für Chräbeli beträgt diese mindestens 24 Stunden, für Modelgebäck ca. 24 bis 36 Stunden.

Formen und Einschneiden
Zum Einschneiden der Schnitte in den ausgerollten Chräbeli ein möglichst scharfes Messer verwenden. Das Messer sehr senkrecht gegen sich ziehen, nicht drücken – die Chräbeli können sonst durch den Druck schief werden.

Backen
Chräbeli nie mit Umluft backen, die Türe sollte einen Spalt weit offen sein. Bei Umluft gibt es Zug im Ofen und das Gebäck kann schief werden. Chräbeli werden immer als letzte Guetzli gebacken, da die Backbleche über eine gewisse Zeit (Trocknen) besetzt sind.

Tiefkühlen
Lohnt sich nicht, da sie dabei an Qualität verlieren. Chräbeli lassen sich aber in einer gut verschlossenen Dose bis zu einem Monat aufbewahren.

Rezept: Chräbeli

Chräbeli-Variationen

Damit das Pain d'anis schöne Füsschen erhält, sollte es nicht auf Backpapier getrocknet werden.

Chräbeli-Variationen

Während in der restlichen Schweiz Chräbeli vor allem zu Weihnachten gegessen werden, sind die Badener Chräbeli eine beliebte regionale Spezialität aus dem Kanton Aargau, die das ganze Jahr über erhältlich ist.

Wenn Sie kein Fan der typischen Chräbeli-Guetzliform sind, könnten Ihnen allenfalls Anisbrötchen (Pain d'anis), eine Spezialität aus dem Kanton Fribourg, gefallen.

Wer Anisgebäck lieber als Model als in der Chräbeli-Form mag, sollte dem Teig etwas mehr Puderzucker beigeben. Danach den Teig portionenweise auf wenig Mehl 1 cm dick auswallen und beliebige Formen ausstechen. Je nach Grösse der Model kann sich die Trocknungszeit auf bis zu 48 Stunden verlängern.

Aromatisieren
Für einen noch intensiveren Anisgeschmack.

  • Samen: 1½ Esslöffel für Chräbeli. Bei Änisguetzli stört es evtl. das Model, evt. den Teig auf den Samen auswallen
  • Pulver: 2 Teelöffel = doppelte Würzkraft, wie Samen, leicht graue Farbe
  • Anisöl: ½ Teelöffel ergibt schönen Abdruck und weisse Farbe


Anisalternative
Wer den Anisgeschmack überhaupt nicht mag, aber trotzdem an Weihnachten nicht auf das Gebäck mit den Füsschen verzichten möchte, kann als Alternative zu Anis etwas Vanillezucker oder ausgekratzte Vanillesamen nehmen. Damit verändert sich nur der Geschmack des Guetzlis, nicht aber die Konsistenz oder die Farbe.


Rezept: Pain d'anis

Chräbeli aufbewahren
Chräbeli aufbewahren

Chräbeli trocknen oft schnell aus und werden hart. Für alle, die sie auch über längere Zeit lieber weich geniessen möchten, hier ein Tipp, wie das Austrocknen verhindert werden kann: Chräbeli nach dem Auskühlen sofort in einen Gefrierbeutel füllen, diesen gut verschliessen und die Chräbeli so verpackt in einer Guetzlidose aufbewahren.

Haltbarkeit: In einer gut verschlossenen Dose bis zu 4 Wochen.

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Chräbeli.

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