Suppen – eine super Idee!

Suppen – eine super Idee!

Wir lieben unsere Suppen, ob als klare Bouillon, herzhafte Gerstensuppe, sämige Gemüsesuppe oder als asiatische Bowl: Eine heisse Suppe wärmt Körper und Seele. Nebst den vielfältigen Schweizer Rezepten sind Suppen rund um die Welt beliebt und stehen vielerorts auf dem täglichen Speiseplan.

Das Comeback der Suppen

Kein anderes Gericht hat weltweit eine so lange Tradition und kein anderes ist so flexibel wie die Suppe. Der Fantasie sind bei der Zubereitung von Suppen keine Grenzen gesetzt. Die Zutaten können praktisch beliebig kombiniert werden.

Dank der Vielseitigkeit und der meist einfachen sowie schnellen Zubereitung erlebt die Suppe in den letzten Jahren ihr grosses Comeback. Die Suppe als schmackhaftes Fast Food für Zwischendurch ist wegen ihres Flüssigkeitsgehalts eine gesunde und nicht minder schmackhafte Alternative zu Sandwiches. In vielen Städten gibt es heute Suppenbars, die mit kreativen Rezepten für herzerwärmende Mittagspausen sorgen.

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Suppen mögen alle!

Wir Schweizerinnen und Schweizer lieben Suppen. Das leichte Süppchen als Appetizer oder der währschafte Suppentopf als Hauptmahlzeit – eine Suppe fügt sich in jedes Menü und hat in jeder Saison ihren festen Platz. Sie wärmt den Magen, stillt den Heisshunger, und Gemüsesuppen ergänzen schnelle Gerichte wie Käse und Brot zu einer vollständigen Mahlzeit.

Seit jeher hat die Suppe in allen Gesellschaftsschichten ihren festen Platz. Während sich der Adel an einem feinen Hühnerlebersüppchen labte, haben sich die Bauern mit Brot- und Kartoffelsuppe genährt. Über die Jahre wurden diese Rezepte verfeinert, und bereits eine Reise quer durch die Schweiz zeigt uns, dass kein Nahrungsmittel zu edel und auch keines zu einfach ist, um in einer Suppe zu schwimmen.

Die Kartoffelsuppe: Tradition und Trend

Schweizer Suppen-Geschichten:

Bündner Gerstensuppe

Die Gerstensuppe ist weit über Graubünden hinaus in der ganzen Schweiz bekannt und beliebt. Sie hat sich von der täglichen Speise der Bergbauern zu einer delikaten Spezialität entwickelt.

Wir Schweizerinnen und Schweizer haben die Gerstensuppe längst zu einem unserer beliebten und berühmten Nationalgerichte erkoren. Die chüschtige Suppe hat ihren Ursprung in den 150 Tälern Graubündens, wo sie in vielen verschiedenen Varianten zubereitet wird. Eine Zutat haben alle Rezepte gemeinsam: Die Gerste. Ursprünglich wurde die Rollgerste über Nacht eingelegt. Bei vielen handelsüblichen Sorten ist das Einweichen aber nicht mehr nötig (Zubereitungshinweise auf der Packung beachten). Wer heute Lust auf eine Gerstensuppe hat, muss nicht bis morgen warten!

Vegi-Tipp: Für eine vegetarische Gerstensuppe Bündnerfleisch und Kalbsfüsschen weglassen, Gemüsebouillon verwenden.

Die <b>Bündner Gerstensuppe</b> kann in vielen Varianten zubereitet werden.
Die Bündner Gerstensuppe kann in vielen Varianten zubereitet werden.

Gerste: Getreide fürs Leben

Die Gerste ist eines der ältesten Getreide der Welt, denn schon vor über 40'000 Jahren sammelten Menschen Wildgerste! Nach und nach wurde Gerste kultiviert, angebaut und u. a. für Brei, Brot, Bier und als Medizin verwendet. Das Getreide ist robust und gedeiht auch in hohen Lagen, so auch in den Schweizer Alpen. Die Gerste war ein lebensnotwendiges Grundnahrungsmittel für die Bergbauern und ist nicht zuletzt dank dem feinen Suppenrezept aus dem Bündnerland bis heute bekannt und beliebt.

Apropos Leben: Der schottische Single Malt Whisky wird ausschliesslich aus Gerste hergestellt. Das Wort Whisky stammt aus dem Gälischen und bedeutet Lebenswasser!

Altes Getreide – modern interpretiert: <b>Pilzsalat mit Gerste.</b>
Altes Getreide – modern interpretiert: Pilzsalat mit Gerste.

Basler Mehlsuppe

Am Montag nach dem Aschermittwoch, um 4 Uhr morgens, wird in der Basler Innenstadt die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet. «Morgestraich, vorwärts, marsch!», und die Basler Fasnacht beginnt mit ihrem schönen Narrenumzug, der für seine Laternen, Pfeifen und Trommeln weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Wer früh aufsteht und je nach Witterung ziemlich friert, muss sich stärken: Nach dem Umzug wird in den Kneipen die traditionelle Basler Mehlsuppe verteilt, eine eher bescheidene Suppe aus braun geröstetem Mehl, Butter, Zwiebeln, Wasser, Bouillon und Käse. Es gibt viele kleine Nuancen in der Rezeptur, und manch einer denkt, seine Suppe sei die beste. Wer nach dem original Basler Mehlsuppen-Rezept sucht, der wird es nicht finden. Es gibt mindestens ein Dutzend Varianten, die diese Originalität für sich beanspruchen. Eines ist auf jeden Fall klar: keine Basler Fasnacht ohne ihre Mehlsuppe!

Keine Basler Fasnacht ohne <b>Mehlsuppe:</b> Sie wärmt und stärkt nach dem Morgestraich.
Keine Basler Fasnacht ohne Mehlsuppe: Sie wärmt und stärkt nach dem Morgestraich.

Die schwatzhafte Köchin

Im Volksmund wird erzählt, dass die Basler Mehlsuppe nur deshalb braun ist, weil die Köchin in einem Patrizierhaus während der Zubereitung der Mehlsuppe – die bis zu jenem Zeitpunkt noch weiss und nur für die Herrschaften gedacht war – zu sehr ins Gespräch mit Mägden und Hausburschen vertieft war und deswegen das kostbare Gut auf dem Herd vergass. Das Mehl wurde braun.

Zu dieser Zeit war Mehl teuer und dessen Verschwendung ein Kündigungsgrund. Clever, wie die Köchin gewesen sein muss, hat sie das Mehl kurzerhand weitergeröstet und eine braune Suppe aufgetischt. Diese schmeckte viel würziger und fand sofort Anklang.

Not macht erfinderisch: Aus dem unabsichtlich dunkel gerösteten Mehl entstand eine kräftige Suppe.
Not macht erfinderisch: Aus dem unabsichtlich dunkel gerösteten Mehl entstand eine kräftige Suppe.

Noch ein Schweizer Klassiker: Suppe mit Spatz

In der Schweizer Militärküche gibts den Klassiker «Suppe mit Spatz». Damit ist kein Vogel in der Suppe gemeint, sondern die kleine Menge Fleisch, die den Köchen zur Verfügung stand, um die Soldaten zu verköstigen.

Grundsätzlich handelt es sich bei diesem Gericht um ein bescheidenes Pot au Feu: klare Bouillon mit Gemüse-, Kartoffel- und eben Siedfleischstückchen (Rindfleisch). «Suppe mit Spatz» wurde über die soldatische Verpflegungstradition hinaus zum Inbegriff für ein budgetfreundliches Essen, das viele satt machen soll.

Das <b>Pot au Feu</b> ist die edlere Variante der einfachen Suppe mit Spatz.
Das Pot au Feu ist die edlere Variante der einfachen Suppe mit Spatz.

Magst du Suppen mit Fleisch?

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Gesundheitstipp: Suppen – Medizin aus dem Topf

Suppen schmecken nicht nur gut, sie bewähren sich auch als Hausmittelchen bei gesundheitlichen Beschwerden:

  • Hühnerbouillon bei Erkältung
    Die Inhaltsstoffe von Poulet und Gemüse sollen eine entzündungshemmende Wirkung haben. Die heisse Flüssigkeit hält zudem die Schleimhäute feucht, die Dämpfe befreien die verstopfte Nase und verlangsamen die Vermehrung der Erkältungsviren. Mit einem Stück geriebenem Ingwer oder etwas fein gehacktem Chili lässt sich die entzündungshemmende Wirkung noch zusätzlich steigern.
  • Haferschleimsuppe für die Verdauung
    Trotz ihres eher schlechten Rufs (allein der Name ist nicht gerade appetitlich) gilt diese Suppe seit Generationen als Wundermittel. Ob Durchfall oder Magen-Darm-Grippe: Die Haferschleimsuppe bringt die Verdauung ins Gleichgewicht!

Text: Silvia Niederberger, Sarah Ryser, Gina Graber
Aktualisiert: 11. Oktober 2021