Ratatouille – c’est si bon!

Ratatouille – c’est si bon!

Erntefrisches Gemüse, aromatische Kräuter und reines Olivenöl: Das einfache südfranzösische Gemüsegericht Ratatouille ist der Inbegriff der mediterranen Küche. Der gesunde Genuss schmeckt heiss oder kalt und weckt sommerliches Fernweh: Zaubern Sie ein bisschen Provence auf den Tisch und schwelgen Sie wie Gott in Frankreich.

Ratatouille – gerührt und gemischt

Im Ratatouille steckt die Sonne der Provence: Auberginen, Tomaten, Peperoni, Zucchini, Zwiebeln und Knoblauch ergeben einen fast fruchtigen Eintopf, der mit einer knusprigen Baguette eine leichte Sommermahlzeit ergibt.

Wie die berühmte Salade niçoise kommt auch das Ratatouille ursprünglich aus der Gegend von Nizza an der mondänen Côte d’Azur. Der Name des Gerichts setzt sich wahrscheinlich aus den französischen Begriffen tatouiller (rühren) und rabouiller (durcheinander bringen) zusammen.

Im Ratatouille steckt noch ein weiterer Begriff, rata, was umgangssprachlich Frass bedeutet. Es ist jedoch anzunehmen, dass das Ratatouille zuerst war und in schlechten Militärkantinen daraus der despektierliche Begriff rata abgeleitet wurde. Welche Beleidigung für die mediterrane Köstlichkeit!

Sinfonie aus mediterranem Sommergemüse: Ratatouille.
Sinfonie aus mediterranem Sommergemüse: Ratatouille.

Die Raffinesse liegt im Detail

Das einfache Gericht hat tatsächlich seine Tücken, denn allzu schnell verkocht es zu einem unansehnlichen Mischmasch. Dagegen gibt es einen kleinen Trick: Die in Würfel geschnittenen Gemüsesorten werden zuerst einzeln in Olivenöl angebraten und erst danach zusammen fertig gegart. Gut Ding will Weile haben, aber dafür erhält man ein optisch und geschmacklich wunderbares Resultat.

Noch weiter geht die Methode, alle Gemüse einzeln anzubraten und zu schmoren und erst vor dem Servieren zu mischen. Die einfachste Zubereitungsart ist allerdings das sanfte Dämpfen des Gemüses im eigenen Saft.

Für weitere geschmacklich subtile Nuancen kann man ausserdem die Tomaten, eventuell sogar die Peperoni vor dem Andünsten schälen. Ohne lästige Häutchen wird das Ratatouille feiner und noch bekömmlicher.

Vorsicht beim Umrühren: Ratatouille soll nicht verkochen.
Vorsicht beim Umrühren: Ratatouille soll nicht verkochen.

Tomaten und Peperoni schälen: gewusst wie!

Tomaten schälen und entkernen:
Tomaten kreuzweise einritzen. Kurz in siedendes Wasser legen, bis sich die Haut löst (nach ca. 5 Sek.), herausnehmen, kalt abspülen, schälen. Tomaten halbieren, mit Löffel entkernen.

Peperoni schälen (Bild unten):
Peperoni auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ca. 20 Min. in der Mitte des auf 250 Grad vorgeheizten Ofens backen. Herausnehmen, Peperoni mit einem feuchten Tuch zugedeckt ca. 10 Min. stehen lassen. Peperoni schälen, in Stücke schneiden.

Die Peperoni werden im Ofen gebacken, danach geschält.
Die Peperoni werden im Ofen gebacken, danach geschält.

Ratatouille-Variationen

Ob Auberginen, Tomaten, Peperoni und Zucchini nun einzeln geschmort oder als Eintopf gedünstet werden: Ratatouille ist ein Sommerklassiker. Es schmeckt als warme oder kalte Beilage zu grilliertem Fleisch oder als leichtes Znacht mit knusprigem Brot. Mit Couscous gemischt, erhält es eine orientalische Note, und als Lasagnefüllung bekommt es einen Hauch Italianità. So wird das ursprüngliche Ratatouille mehr und mehr variiert, was seine Beliebtheit und Vielseitigkeit nur unterstreicht.

Video: Zwei französische Spezialitäten treffen sich,  Ratatouille und Tarte Tatin!

Tian provençal: verwandt und verfilmt

Aktualisiert: 27. Mai 2020

 

Gina Graber
Digital Content Editor

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