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MagazinDossiersSüsskartoffel: die unterschätzte Stiefschwester der Kartoffel

Süsskartoffel: unterschätzte Stiefschwester der Kartoffel

Die Süsskartoffel ist die oft unterschätzte Stiefschwester der bei uns beliebten und regelmässig in der Küche anzutreffenden Kartoffel. Die Süsskartoffel geniesst ihr Schattendasein zu Unrecht, denn was die Kartoffel kann, das kann die Süsskartoffel erst recht! Ob grilliert, frittiert, gebacken, gedämpft, als Gratin, als Püree oder roh als Apéro-Sticks mit einer würzigen Cocktailsauce, die Süsskartoffel weiss sich in Szene zu setzen. Ob in der Haupt- oder der Nebenrolle, es lohnt sich, die Süsskartoffel in Ihrer Küche willkommen zu heissen!

Nicht verwandt mit der Kartoffel

Auch wenn sie fast den gleichen Namen tragen, gehören Süsskartoffeln und Kartoffeln nicht zur gleichen botanischen Familie.

Nicht verwandt mit der Kartoffel

Der Name der Süsskartoffel mag leicht irreführend sein. Sie schmeckt zwar etwas süsslich, ist aber nicht mir der Kartoffel verwandt. Süsskartoffeln sind Knollen, die, wie die Kartoffeln auch, in der Erde wachsen. Doch sie gehören nicht zur gleichen botanischen Familie. Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs, die Süsskartoffel ein Windengewächs.

Herkunft

Die Süsskartoffel wächst dort besonders gut, wo ein tropisches Klima herrscht.

Herkunft

Schon einmal Batate ausprobiert? Das ist der eigentliche Name für die Süsskartoffel. Es heisst, dass die Süsskartoffel ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Süsskartoffel, oder eben die Batate, gedeiht dort besonders gut, wo ein tropisches Klima herrscht. In vielen tropischen Ländern gehört sie zu den Grundnahrungsmitteln. Die jungen, aus den Knollen wachsenden Sprossen können ebenfalls gegessen werden, ebenso die Blätter. Gerne werden diese in den Anbauländern als spinatähnliches Gericht serviert. Hauptproduzenten sind heute übrigens neben Ländern in Mittel- und Südamerika auch Israel oder die USA.

Geschmack

Die Süsskartoffel lässt sich ähnlich zubereiten wie die Kartoffel. Ob gekocht, frittiert, als Püree, Rösti oder Gratin. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Geschmack

Es gibt unzählige verschiedene Süsskartoffelsorten, die zwar geschmacklich sehr ähnlich sind, in Grösse und Farbe aber variieren. Die Farbe der Schale lässt nicht unbedingt auf die Farbe des Fruchtfleischs schliessen. Die Schale der Süsskartoffel ist relativ dick, kann aber gegessen werden. Die Süsskartoffel erinnert im Geschmack leicht an Kürbis. Besonders gut zur Geltung kommt ihr Geschmack, wenn man sie im Ofen bäckt, oder auf dem Grill. Etwas Salz dazu, ein kleines bisschen Butter. Süsskartoffeln lassen sich auch wunderbar mit dominanten Gewürzen wie Koriander, Sisho oder Pfefferminze kombinieren. Ebenfalls beliebte Kombinationen sind Süsskartoffeln mit Ingwer, Chili oder einigen Limettenspritzern. Die Kochzeit der Süsskartoffel ist übrigens etwas kürzer als bei den Kartoffeln. Sie beträgt je nach Gericht 15–20 Minuten.

Tipp: Der süsse Geschmack der Knolle kommt immer erst beim Kochen zum Tragen. Dann zeigt sich auch: Je wärmer es die Knolle beim Wachsen hatte, desto süsser schmeckt sie.

Rezepte:

 

Rund um den Globus

Süsskartoffeln, eine beliebte Zutat auch in Currygerichten. Im Bild Chana Dal, ein Kichererbsen-Curry mit Süsskartoffeln.

Rund um den Globus

Es heisst, dass Süsskartoffeln ursprünglich in Südamerika entdeckt wurden. Von dort, so die Erzählungen, wurde das Windengewächs durch Seefahrer auf den pazifischen Inseln verbreitet. Durch freigelassene afrikanische Sklaven fand die Süsskartoffel ihren Weg nach Afrika, wo sie heute zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Doch auch in Asien ist die Batate eine beliebte Zutat in Speisen. In vielen Currygerichten sind Süsskartoffeln zu finden. In Korea werden aus Süsskartoffeln Nudeln hergestellt, in Japan sind Süsskartoffeln Hauptzutat für Süssspeisen wie Yokan und vieles mehr.

Rezept:

 

Süsskartoffeln mühelos schälen

Gekochte Süsskartoffeln lassen sich wie folgt schälen: Die Schale zuerst längs einschneiden und dann beidseitig nach unten abziehen.

Süsskartoffeln mühelos schälen

Mühelos und schnell lassen sich gekochte Süsskartoffeln folgendermassen schälen: Die Schale zuerst längs einschneiden, dann beidseitig einfach nach unten abziehen. So lassen sich grosse Teile der Schale auf einmal abschälen. Auf diese Weise können übrigens auch grössere Gschwellti rationell geschält werden. Gut gewaschene Süsskartoffeln können aber auch, wie Kartoffeln, problemlos mit der Schale gegessen werden.

Die Süsskartoffel: gut für Körper und Geist

Eine Knolle mit vielen tollen Eigenschaften.

Die Süsskartoffel: gut für Körper und Geist

Der Süsskartoffel sagt man viele positive Eigenschaften nach: Sie hat einen hohen Gehalt an Vitamin C sowie Beta-Carotin, das angeblich die Zellen schützt und die Immunkräfte stärkt. Das reichlich enthaltene Kalium hat einen positiven Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt, wirkt entwässernd und kann sogar den Blutdruck senken. Tatsächlich soll die Süsskartoffel, dank viel Vitamin E, sogar den Alterungsprozess bremsen. Erwiesen ist dies allerdings nicht. Die Batate hat einen erhöhten Ballaststoff-, Zucker- und Salzgehalt. Dies sorgt dafür, dass man sich von Süsskartoffeln länger satt fühlt.

Einkauf und Lagerung

Süsskartoffeln sollten, wie Kartoffeln, nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Einkauf und Lagerung

Einkauf: Die Süsskartoffeln sollten gleichmässig geformt sein. Die Süsskartoffel sollte keine feuchten oder weichen Stellen haben. Dies könnte ein Hinweis auf Keimansätze sein. Kleine bis mittelgrosse Knollen sind in der Regel zart, dicke eher fasrig.

Aufbewahren: Die Süsskartoffeln sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden. Sie bevorzugen Raumtemperatur und ein luftig-trockenes, lichtgeschütztes Plätzchen.

Haltbarkeit: bei optimaler Lagerung mind. 2 bis 3 Wochen.

Text: Christine Buschor

9. September 2015

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