Zimtsterne: Der Duft von Weihnachten

Zimtsterne: Der Duft von Weihnachten

Neben Mailänderli, Brunsli und Spitzbuben gehören Zimtsterne zu den beliebtesten Weihnachtsguetzli. Doch wie schafft man es, dass man die perfekte schneeweisse Glasur hinkriegt? Mit unseren Tipps und Tricks backen auch Sie wunderschöne Zimtsterne wie aus der Konditorei.

Zimtsterne mit oder ohne Glasur backen?

Zimtsterne bestehen aus Puderzucker, Eiweiss, Mandeln und natürlich der Hauptzutat Zimt. Je nach Rezept wird Zitronensaft oder Kirsch verwendet. Dies ist jedoch nicht der Streitpunkt. Die Diskussion dreht sich meist darum, ob man die beliebten Weihnachtsguetzli besser mit oder ohne Puderzuckerglasur bäckt.

  • Methode 1: Zimtsterne mit Glasur backen
    Nach dem traditionellen Rezept werden die Zimtsterne mit der Glasur gebacken. Dadurch wird diese etwas bräunlich und sieht einfach nicht so schön aus wie die schneeweisse aus der Konditorei. Auch lassen sich die Zimtsterne nicht mehr tiefkühlen, weil die gebackene Glasur beim Einfrieren Risse bekommen oder sich sogar vom Guetzli lösen kann.
  • Methode 2: Zimtsterne nach dem Backen glasieren
    Eine perfekte schneeweisse Glasur erhält man, wenn man die Zimtsterne erst nach dem Backen glasiert. Zudem hat diese Methode den Vorteil, dass Sie die Zimtsterne problemlos mit der Glasur tiefkühlen können. Sie sehen nach dem Auftauen aus wie frische und schmecken auch genau so!

Die Tipps der Betty Bossi Backexpertinnen

Bettina Bernhardsgrütter und Claudia Boutellier backen leidenschaftlich gerne Zimtsterne. In der Sendung «À point» sind sie jede Woche als Backexpertinnen auf SRF 1 zu hören. Hier verraten Sie Ihnen ihre ganz persönlichen besten Tipps rund ums Backen von Zimtsternen:

  • Lesen Sie im Rezept nach, ob ein Teil der Eiweiss-Zucker-Masse für die Glasur beiseite gestellt werden muss. Geht das vergessen, wird der Teig zu flüssig und ist nicht mehr formbar. Sie können ihn noch retten, indem Sie mehr gemahlene Mandeln beigeben. Im traditionellen Rezept nach Methode 1 wird das zum Beispiel so gemacht.
  • Wenn Sie die Zimtsterne nach Methode 2 zubereiten, brauchen Sie nichts beiseite zu stellen. Sie bereiten die Glasur nach dem Trocknen über Nacht und dem Backen frisch zu. Am einfachsten geht das Auftragen, wenn Sie die gebackenen Zimtsterne in die Glasur tunken.
  • Ideal zum Backen von Zimtsternen ist das Backblech «Platzwunder». Weil das Blech sehr dünn ist, wird der Boden der Zimtsterne viel schneller durchgebacken. Sie können früher aus dem Ofen genommen werden, bevor die Glasur zu dunkel wird.
  • Das Backblech «Platzwunder» eignet sich übrigens auch für Chräbeli. Dank der Top-Antihaftbeschichtung muss das Blech nicht eingefettet werden. Die Chräbeli lassen sich nach dem Backen problemlos vom Blech lösen und behalten ihre schönen «Füessli».
Bettina Bernhardsgrütter und Claudia Boutellier verraten ihre besten Tipps für Zimtsterne.
Bettina Bernhardsgrütter und Claudia Boutellier verraten ihre besten Tipps für Zimtsterne.

Backblech «Platzwunder» (2er-Set)

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Einfacher: Teig und Glasur zusammen ausstechen

Ob man nun die Zimtsterne vor oder nach dem Backen glasiert, es bleibt aufwändige Handarbeit. Wenn das nicht Ihre Sache ist, haben wir vielleicht die Lösung für Sie! Mit unserem neuen Profi-Set «Zimtsterne» brauchen Sie nicht mehr jedes einzelne Guetzli zu bestreichen. Damit tragen Sie die Glasur direkt auf den Teig auf und stechen anschliessend Teig und Glasur zusammen aus. Das Resultat: Zimtsterne mit perfekten Kanten wie aus der Konditorei.

Die Zimtsterne bekommen perfekte Kanten, weil Teig und Glasur zusammen ausgestochen werden.
Die Zimtsterne bekommen perfekte Kanten, weil Teig und Glasur zusammen ausgestochen werden.

Der passende Sound zum Guetzle

Noch leichter von der Hand geht das Guetzli-Backen mit dem passenden Sound. Spielen Sie ganz einfach unsere weihnächtliche Spotify-Playlist Guetzle mit Betty ab - und es kann losgehen mit der Weihnachtsbäckerei.

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Zimtsterne: Wer hats erfunden?

Der Ursprung des Zimtgebäcks liegt im Dunkeln. Zum ersten Mal taucht es im Jahr 1536 auf: Kardinal Lorenzo Campeggio liess Kaiser Karl V. bei seinem Besuch in Rom Zimtsterne und weiteres Konfekt auftischen. Zimt wurde seit dem Mittelalter von Südostasien nach Europa gebracht und war damals ein sehr teures Gewürz, das dem Adel vorbehalten war.

Erst 200 Jahre später finden sich die ersten Zimtsternrezepte in deutschen Kochbüchern. Aus Basel ist überliefert, dass Zimtsterne neben Basler Leckerli, Brunsli und Mailänderli ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den typischen Weihnachtsguetzli gehörten.

Viele sehen im Zimtstern das Weihnachtsgebäck schlechthin und glauben, dass seine Form ein Symbol für den Stern von Bethlehem ist. Belegbar ist das nicht, aber es ist eine schöne Geschichte, die in die Adventszeit passt.

Guetzli-Ausstecher «Engeli» (Set)

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Zimt als Gewürz und Heilmittel

Zimt schmeckt das ganze Jahr hindurch, ob im trendigen Chai Latte, als würzige Ergänzung im Müesli, Porridge, Smoothie und Gebäck oder in Currymischungen. Sein Aroma stammt vom ätherischen Zimtöl, das antibakteriell wirkt. Deshalb isst man im Osten zur Vorbeugung von Magen-Darm-Problemen gerne Currygerichte. Ein Zimttee lindert Blähungen und Verspannungen im Darmbereich und beruhigt die Bronchien bei Husten und Heiserkeit.

Wer seinen Appetit zügeln und zum Beispiel auf Süsses verzichten möchte, streut am besten eine Prise Zimt auf Kaffee oder Tee. Dieser Trick beugt Heisshunger vor. Zimt verströmt nicht nur einen feinen Duft in der Küche, der warme Geruch und Geschmack wirken betörend auf alle Sinne.

Rezept: Würziger Chai (Masala Chai)

 

28. Oktober 2019

 

Daniela Rinderknecht
Digital Content Editor

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Tee mit Zimt lindert Blähungen und hilft bei Husten und Heiserkeit.
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