Cupcake-Toppings: die besten Hauben für deine Cupcakes
Cupcakes sind kleine Küchlein mit grossem Auftritt – dank ihres Toppings. Entdecke Cupcake-Toppings von Buttercreme bis Marzipan-Deko, mit vielen Tipps und Rezeptideen.
Erica
Leiterin Redaktion und Gestaltung Betty Bossi Zeitung
Kleine Küchlein mit grossem Auftritt
Cupcakes sind im Grunde kleine Rührkuchen im Papierförmchen – teigmässig sehr nah am Muffin. Der entscheidende Unterschied liegt obendrauf: Während Muffins meist schlicht und «oben ohne» daherkommen, haben Cupcakes fast immer eine Krone aus Creme, Glasur oder Deko und werden so zu kleinen Törtchen.
Wenn du mehr über die Herkunft und den Grundteig von Cupcakes erfahren möchtest, lies auch unseren Artikel «Cupcakes selber machen». In diesem Beitrag konzentrieren wir uns ganz auf das, was den Cupcake zum Hingucker macht: seine Toppings.
Topping, Frosting, Icing – der kleine Begriffsguide
Rund um Cupcakes schwirren viele Begriffe herum: Topping, Frosting, Icing, Glasur … Zeit für einen kurzen Überblick.
Topping ist der einfachste Begriff: Alles, was oben auf dem Cupcake landet – Creme, Glasur, Früchte, Fondantfiguren, Streusel.
Frosting meint eine dicke, aufgeschlagene Creme, meist auf Basis von Butter oder Frischkäse mit Puderzucker. Also z. B. Buttercreme oder Cream-Cheese-Creme, die mit dem Spritzsack aufgespritzt wird.
Icing ist ein eher dünner Überzug wie Zuckerguss oder eine Glasur, die man über den Cupcake laufen lässt oder in die man ihn eintaucht.
Die wichtigsten Cupcake-Toppings im Überblick
1. Buttercreme – der Cupcake-Klassiker
Buttercreme ist das klassische Cupcake-Topping: eine glatte Creme aus Butter, Zucker und etwas Flüssigkeit, die sich wunderbar mit dem Spritzsack zu Swirls und Rosetten formen lässt. Buttercreme gibt es in verschiedenen Varianten.
Am häufigsten begegnest du der American-Style-Buttercream: Dabei wird weiche Butter mit viel Puderzucker, wenig Milch oder Rahm und einem Aroma (z. B. Vanille, Zitrone oder Kakao) verrührt. Das Ergebnis ist eine eher dichte, sehr süsse Creme, die typisch nach «Cupcake» schmeckt, sich gut einfärben lässt und auch bei Zimmertemperatur relativ stabil bleibt, solange es nicht zu warm ist. Ideal für hohe Häubchen und Cupcakes, die etwas länger auf dem Buffet stehen. Als Basis dient dir das Buttercreme-Grundrezept, das du je nach Anlass mit Farben und Aromen abwandeln kannst.
Neben der einfachen American-Variante gibt es auch Buttercremes, bei denen zuerst ein Meringue geschlagen wird. Bei der Swiss Buttercream werden Eiweiss und Zucker gemeinsam erwärmt und aufgeschlagen, bei der Italian Buttercream kommt heisser Zuckersirup zum Eischnee. Erst danach wird die Butter eingerührt. Beide ergeben eine sehr seidige, feine Buttercreme, die von vielen als etwas weniger «zuckrig» und runder im Geschmack empfunden wird als die amerikanische Version – sind in der Zubereitung aber auch etwas aufwendiger.
So geht Buttercreme
2. Cream Cheese Frosting – cremig, leicht säuerlich
Frischkäse-Toppings sind die zweite grosse Cupcake-Liebe neben Buttercreme. Die Basis ist Frischkäse, der mit Butter und Puderzucker zu einer glatten Creme gerührt wird. Sie ist cremig und leicht säuerlich, weniger «pappig» als reine Buttercreme und passt deshalb besonders gut zu fruchtigen Teigen.
Frischkäse-Cremes sollten immer gut gekühlt werden, lassen sich aber trotzdem schön spritzen. Sie sind ideal, wenn Cupcakes eher als Dessert gedacht sind und nicht stundenlang im Hochsommer an der Sonne stehen müssen.
3. Frischkäse & Schokolade – extra stabil
Eine besonders dankbare Variante ist die Kombination aus Frischkäse und Schokolade. Dabei wird Schokolade - oft weisse - geschmolzen, leicht abgekühlt und unter den Frischkäse gerührt (oft zusammen mit etwas Butter oder Rahm).
Im Geschmack ist diese Creme süss, aber nicht ganz so zuckerlastig wie eine amerikanische Buttercreme. Die Kakaobutter in der Schokolade sorgt dafür, dass die Creme nach dem Kühlen sehr standfest wird – perfekt für hohe Swirls und Cupcakes, die transportiert werden sollen, oder länger auf einem Buffet hübsch aussehen müssen.
4. Mascarpone-Cremes – Dessert im Miniformat
Mascarpone-Toppings fühlen sich oft eher wie ein Löffeldessert an als wie eine klassische Cupcake-Creme. Die Basis ist Mascarpone, der meist mit Rahm und etwas Zucker aufgeschlagen wird. Das ergibt eine volle, cremige, aber nicht ganz so buttrige Textur wie bei Buttercreme. Im Geschmack sind Mascarpone-Cremes mild und rund, sie passen besonders gut zu Kaffee, Likören, Nüssen und Früchten.
Mascarpone-Toppings sind ideal, wenn Cupcakes eher als Dessert serviert werden: direkt aus dem Kühlschrank, denn bei Wärme werden Mascarpone-Cremes schneller weich als Buttercreme oder Frischkäse mit Schokolade.
5. Rahm-Cremes – leicht, aber empfindlich
Rahmcremes bestehen in der Regel aus geschlagenem Vollrahm, der mit Zucker und manchmal mit Fruchtpüree, Quark oder Mascarpone kombiniert wird. Sie wirken sehr leicht und luftig, fast wie eine Mousse, und eignen sich besonders für sommerliche oder fruchtige Cupcakes.
Rahmtoppings sind perfekt, wenn es frisch und leicht wirken soll und die Cupcakes nicht transportiert werden müssen. Sie gehören konsequent in den Kühlschrank und sollten erst kurz vor dem Servieren auf den Tisch kommen. Für hohe Häubchen oder lange Buffets sind sie weniger geeignet.
6. Meringue – für Showeffekte mit Schokolade
Meringue-Toppings gehören zu den spektakulärsten Cupcake-Kronen: hoch, glänzend und schön luftig. Die Basis ist immer Eiweiss mit Zucker, manchmal zusätzlich mit etwas Gelatine stabilisiert.
Beim Aufschlagen entsteht eine weiche, schaumige Masse, die sich als hoher Turm auf den Cupcake dressieren lässt. Genau so funktioniert zum Beispiel der Hi-Hat-Cupcake: Zuerst wird ein hoher «Zipfel» aus Meringue-Masse aufgespritzt, danach wird der Cupcake kopfüber in flüssige Schokolade getaucht. Die Schokolade härtet aus, innen bleibt der Schaum weich – ein bisschen wie ein überdimensionales Schokoköpfli im Papierförmchen.
Meringue-Toppings sind am schönsten frisch. Sie sollten möglichst am Tag des Servierens zubereitet und nicht über längere Zeit bei Wärme stehen gelassen werden.
7. Fondant & Marzipan – wenn die Deko die Hauptrolle spielt
Nicht jeder Cupcake braucht eine grosse Cremehaube – manchmal steht ganz klar die Deko im Mittelpunkt. Mit Rollfondant oder Modelliermarzipan lassen sich aus einfachen Cupcakes kleine Kunstwerke machen: Blumen, Schmetterlinge, Geschenke, Figuren oder saisonale Motive. Die Creme darunter dient dabei vor allem als Unterlage und «Kleber» für die Dekoration.
Technik: So kommt das Topping auf den Cupcake
Ohne Spritzsack
Du brauchst nicht unbedingt Profi-Equipment, um Cupcakes schön zu verzieren. Auch mit einfachen Küchenhelfern kannst du hübsche Toppings machen:
Löffel-Häubchen: 1–2 EL Creme auf den Cupcake geben und mit dem Löffelrücken in einer Drehbewegung zu einem kleinen Häubchen formen. Am Schluss die Spitze leicht hochziehen.
Glatte Decke: Mit einem Messer die Creme glatt verstreichen. Sichtbare «Spachtelspuren» sind erlaubt.
Improvisierter Spritzbeutel: Wenn kein Spritzsack da ist, tut es ein Gefrierbeutel. Creme einfüllen, eine kleine Ecke abschneiden und Topping aufdressieren.
Mit Spritzsack
Für den typischen Cupcake-Look lohnt sich ein Spritzsack mit 1–2 Standardtüllen (z. B. runde Tülle und Sterntülle).
Halte den Spritzsack möglichst senkrecht über die Mitte des Cupcakes, wenn du einen hohen Swirl möchtest.
Drücke gleichmässig und spritze in einer Spirale von aussen nach innen.
Am Schluss den Druck lösen und erst dann den Spritzsack wegziehen, damit eine saubere Spitze entsteht.
Mit einer runden Tülle entstehen schlichte Kuppeln und grosse Tupfen, mit einer Sterntülle der klassische, gerillte Swirl.
Mehrfarbiges Topping
Für zweifarbige oder marmorierte Toppings brauchst du keine Spezialausrüstung:
Zwei Cremes in unterschiedlichen Farben vorsichtig nebeneinander in den Spritzsack füllen.
Oder die Innenseite des Spritzbeutels mit etwas Lebensmittelfarbe ausstreichen und danach eine helle Creme einfüllen – beim Spritzen entstehen feine Farbstreifen.
Farben am besten zuerst in kleinen Mengen testen – viele Lebensmittelfarben werden nach kurzer Zeit noch intensiver.
FAQ: Häufige Fragen zu Cupcake-Toppings
Welches Topping hält am besten die Form?
Am stabilsten sind in der Regel Buttercremes (American, Swiss, Italian) und Frischkäse-Toppings mit Schokolade, insbesondere mit weisser Schokolade. Sie lassen sich gut spritzen, eignen sich für hohe Swirls und überstehen auch ein Buffet oder einen Transport besser als Rahm- oder reine Mascarpone-Cremes.
Welche Toppings sind eher heikel?
Alles, was viel Rahm, Mascarpone, Quark oder Frischkäse enthält, reagiert empfindlich auf Wärme. Solche Toppings gehört konsequent in den Kühlschrank. Auch Meringue-Toppings sind heikel – besonders, wenn sie mit rohem Eiweiss gemacht sind. Diese Cupcakes sollten rasch serviert werden.
Wie lange halten Cupcakes mit Topping?
Als grobe Faustregel gilt (gut abgedeckt, im Kühlschrank):
Rahm-/Mascarpone-/Quark-/Frischkäse-Toppings: 1–2 Tage
Meringue-Toppings: am selben Tag geniessen
Buttercreme / schokoladehaltige Toppings: meist 2–3 Tage
Auf dem Buffet gilt: nicht länger als ca. 2 Stunden ungekühlt stehen lassen – bei Hitze deutlich kürzer. Im Zweifel lieber kühl lagern und kurz vor dem Servieren temperieren (20–30 Min.), damit die Creme wieder aromatischer und cremiger wird.
Kann ich Toppings vorbereiten?
Grundsätzlich gilt: Viele Toppings kannst du 1 Tag im Voraus zubereiten und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren (z. B. Buttercreme, Cream-Cheese-Frosting, Frischkäse-Schokolade-Creme). Vor dem Aufspritzen rührst du sie kurz wieder cremig, dann lassen sie sich gut dressieren.
Empfindlichere Rahm- und Mascarpone-Cremes machst du besser am selben Tag, dressierst du idealerweise erst direkt vor dem Servieren, weil sie mit der Zeit an Volumen und Glanz verlieren.
Cupcake oder Muffin – wo liegt der Unterschied?
Cupcakes und Muffins teilen sich vielleicht die Form, aber nicht ihren Charakter. Muffins sind eher unkomplizierte Alltagsküchlein, schnell und ohne viel Aufwand gemacht und meistens ohne Topping. Cupcakes dagegen sind von Anfang an als kleine «Showeinlagen» gedacht. Ihr Teig ist oft etwas feiner und neutraler, damit ihr cremiges Topping im Vordergrund steht. Beim Muffin spielt also eher der Teig die Hauptrolle – beim Cupcake das, was oben draufkommt.