Cupcakes selber machen
Manche mögens klein: Cupcakes sind die handlichen Schwestern der Torte – schnell gebacken, vielseitig im Geschmack und perfekt zum Dekorieren. In diesem Beitrag erfährst du, wie der Grundteig gelingt und wie du daraus mit einfachen Rezepten viele verschiedene Mini-Törtchen machst.
Erica
Leiterin Redaktion und Gestaltung Betty Bossi Zeitung
So funktioniert’s: Cupcakes Schritt für Schritt
1. Der richtige Teig
Für Cupcakes brauchst du keinen Spezialteig: Ein einfacher Rührteig klappt im Kleinformat bestens. Die Grundzutaten sind Butter, Zucker, Eier, Milch oder Buttermilch, Mehl und Backpulver. In vielen Rezepten kommt anstelle oder zusätzlich zu Backpulver auch Natron (baking soda) vor. Es hat einen leicht seifigen Eigengeschmack und wird deshalb vor allem in Teigen mit Milchprodukten eingesetzt – diese neutralisieren den Geschmack.
Wichtig: Butter, Eier und Milch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit alles Zimmertemperatur hat.
2. Formen und Förmchen
Am einfachsten backst du Cupcakes im Muffinsblech mit Papierförmchen. Das Blech gibt Stabilität, die Förmchen erleichtern das Herauslösen und machen das Servieren sauber und unkompliziert.
Wichtig: Förmchen nur etwa zu zwei Dritteln füllen, sonst laufen sie leicht über.
3. Backzeit: schneller als ein Kuchen
Cupcakes sind schneller gebacken als ein grosser Kuchen. Halte dich an Temperatur und Zeit im Rezept. Fertig sind sie, wenn sie sich bei leichtem Druck elastisch anfühlen und ein Holzstäbchen fast sauber herauskommt. Nach dem Backen kurz im Blech ruhen lassen, dann auf ein Gitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Wichtig: Creme und Glasur kommen nur auf kalte Cupcakes – sonst schmilzt das Topping.
4. Krönen & verzieren
Sind die Cupcakes ausgekühlt, kommt der grosse Auftritt: Cremehaube, Glasur, Früchte, Streusel oder Fondantfiguren. Welche Topping-Arten es gibt und wofür sie sich eignen, erfährst du im Backwissen-Artikel «Cupcake-Toppings: die besten Hauben für deine Cupcakes».
Das Küchlein aus der Teetasse
Die Bezeichnung «Cupcake» tauchte Anfang des 19. Jahrhunderts im amerikanischen Kochbuch «Seventy-five Receipts For Pastry, Cakes, And Sweetmeats» der Autorin Eliza Leslie auf. Statt in Gramm wurden die Zutaten damals in «cups» (Tassen) abgemessen – daher der Name: ein Kuchen, dessen Rezept sich nach der Tasse richtet.
Es gibt aber noch eine zweite Erklärung: Bevor es spezielle Muffinformen gab, wurden die kleinen Kuchen in Metallförmchen oder in Porzellantassen gebacken. Ein Cupcake ist also zugleich ein Kuchen, dessen Zutaten in Tassen gemessen werden, und ein Küchlein in etwa Teetassengrösse. In Grossbritannien heissen ähnliche Küchlein bis heute manchmal «fairy cakes» (Feenküchlein) – als wären sie so klein, dass sich eine ganze Schar Feen daran sattessen könnte.
Cupcake und Muffin, zwei ungleiche Brüder
Cupcakes und Muffins sehen sich zum Verwechseln ähnlich - kleine Küchlein im Papierförmchen. Ihre Rollen sind jedoch unterschiedlich. Muffins sind eher unkomplizierte Alltagsküchlein: schnell gerührt, oft mit Früchten, Nüssen oder Schokoladestücken im Teig und meist ohne grosses Topping. Cupcakes dagegen sind von Anfang an als kleine Kunstwerke gedacht: Der Teig ist oft etwas feiner und neutraler im Geschmack, damit die Creme- oder Dekohaube im Mittelpunkt steht.
So richtig berühmt wurden Cupcakes Anfang der 2000er-Jahre, als Carrie in der TV-Serie «Sex and the City» vor der Magnolia Bakery in New York genüsslich in einen rosa Cupcake biss. Seither gelten sie als stylische Mini-Törtchen für Feste, Desserts und Dessertbuffets.