Muffins: klein, aber fein!
Muffins sind handlich, vielseitig und bei Gross und Klein beliebt. Ob als süsser Snack für unterwegs, beim Picknick, fürs Partybuffet oder für «Kaffee und Kuchen»: Muffins passen immer. Hier erfährst du mehr über ihre englischen und amerikanischen Wurzeln.
Erica
Leiterin Redaktion und Gestaltung Betty Bossi Zeitung
So funktioniert’s: Muffins Schritt für Schritt
1. Der richtige Teig
Für Muffins brauchst du einen einfachen Rührteig. Die Grundzutaten sind Butter, Zucker, Eier, Milch oder Buttermilch, Mehl und Backpulver. In vielen Rezepten kommt anstelle oder zusätzlich zu Backpulver auch Natron (baking soda) vor. Es hat einen leicht seifigen Eigengeschmack und wird deshalb vor allem in Teigen mit Milchprodukten eingesetzt – diese neutralisieren den Geschmack.
Wichtig: Butter, Eier und Milch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit alles Zimmertemperatur hat.
2. Formen und Förmchen
Am einfachsten backst du Muffins im Muffinsblech mit Papierförmchen. Das Blech gibt Stabilität, die Förmchen erleichtern das Herauslösen und machen das Servieren sauber und unkompliziert.
Wichtig: Förmchen nur etwa zu zwei Dritteln füllen, sonst laufen sie leicht über.
3. Backzeit: schneller als ein Kuchen
Muffins sind schneller gebacken als ein grosser Kuchen. Halte dich an Temperatur und Zeit im Rezept. Fertig sind sie, wenn sie sich bei leichtem Druck elastisch anfühlen und ein Holzstäbchen fast sauber herauskommt. Nach dem Backen kurz im Blech ruhen lassen, dann auf ein Gitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Der traditionelle englische Muffin
Als der Engländer Samuel Bath Thomas 1880 nach Amerika auswanderte, nahm er auch das Muffinrezept seiner Mutter mit über den Atlantik. Die ältesten englischen Rezepte für Muffins stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die erste Bäckerei in New York, die Muffins backte und verkaufte, nannte sie ihrer Herkunft entsprechend einfach englische Muffins.
Der englische Muffin erinnert von Konsistenz und Geschmack eher an Brot als an ein Kuchengebäck. Der Teig enthält kaum Zucker und wird wie Brot mit Hefe zum Aufgehen gebracht. Aussen ist der englische Muffin leicht knusprig, in der Mitte feucht und texturreich, ähnlich wie bei einem Bürli.
Normalerweise werden englische Muffins quer halbiert, getoastet und mit Butter oder Konfitüre bestrichen. In Amerika werden sie oft auch als Pizzaboden oder für Canapés verwendet.
Der moderne amerikanische Muffin
Die amerikanische Muffin-Version entwickelte sich mit der Erfindung des Backpulvers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dies vereinfachte die Zubereitung und sparte Zeit, weil man den Teig nicht wie bei Hefe aufgehen lassen musste, sondern ihn sogleich in den Ofen schieben konnte.
Der Teig wird in die Vertiefungen eines speziellen Muffinblechs gegossen, die Muffins werden während des Backens nicht gewendet wie in der Ringform. So entsteht beim Aufgehen die für den amerikanischen Muffin typische Pilzform. Der amerikanische Muffin ist in Konsistenz und Süsse einem Kuchen ähnlich, wobei es durchaus auch herzhafte Varianten gibt.
Was ist der Unterschied zwischen Muffins und Cupcakes?
Cupcakes und Muffins sehen sich zum Verwechseln ähnlich - kleine Küchlein im Papierförmchen. Ihre Rollen sind jedoch unterschiedlich. Muffins sind eher unkomplizierte Alltagsküchlein: schnell gerührt, oft mit Früchten, Nüssen oder Schokoladestücken im Teig und meist ohne grosses Topping. Cupcakes dagegen sind von Anfang an als kleine Kunstwerke gedacht: Der Teig ist oft etwas feiner und neutraler im Geschmack, damit die Creme- oder Dekohaube im Mittelpunkt steht.
Pikante Muffin-Variationen
Der perfekte Appetizer, praktisch fürs Picknick oder einfach als Beilage zum Salat: Der pikante Muffin wird Ideine Gäste überraschen – egal, wie und wo du ihn präsentierst! Pikante Muffin-Variationen eignen sich aber auch wunderbar, um Reste vom Vortag auf originelle Art zu verwerten.