Tipps und Tricks: Stop Food Waste!

Tipps und Tricks: Stop Food Waste!

Stellen Sie sich vor, Sie müssten nie wieder Lebensmittel fortwerfen – weil Ihre Küche so gut organisiert wäre, dass alles auf dem Teller landet. Und das geht einfacher, als Sie denken – dank unseren Tipps, Tricks und Rezepten gegen Food Waste, wie Lebensmittelverschwendung international genannt wird. Sie werden sehen: «No Food Waste» ist gar nicht so schwer und Sie werden restenlos glücklich auch nach Ostern!

Schokolade-Osterhasen

Für viele gar kein, für manche ein kleines Problem: Schokolade-Osterhasen! Unser Beratungsdienst erhält nach Ostern öfters Anfragen, wie übriggebliebene Schokoladehasen weiterverwendet werden könnten. Unansehnliche Hasenreste können ganz einfach fein zerbröckelt als Dekoration für Desserts oder als Zutat für Cakes- und Muffinrührteige verwendet werden.

Wer im Frühling feine Erdbeertörtchen liebt, schmilzt die österlichen Schoggiresten und bestreicht damit die Tortenbödeli. Die so versiegelten Tortenbödeli bleiben auch mit einer saftigen Füllung knusprig:

  • Glasur für ca. 15 Tortenbödeli: 150 g helle oder dunkle Hasenschokolade, zerbröckelt, mit 10 g Butter oder Margarine im warmen Wasserbad schmelzen, sorgfältig verrühren.

 

Ein weiterer Tipp für die «Tilgung» grösserer Mengen Osterschoggi ist diese Schokoladecreme:

  • 5 dl Milch, 1 Esslöffel Maizena, 2 frische Eier und 1–2 Esslöffel Zucker in einer weiten Pfanne mit dem Schwingbesen gut vermischen, 100–150 g dunkle Hasenschokolade, zerbröckelt, beigeben, bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren mit dem Schwingbesen bis vors Kochen bringen. Pfanne von der Platte ziehen, 2 Min. weiterrühren. Creme durch ein Sieb in eine Schüssel giessen, mit Klarsichtfolie bedecken, auskühlen, servieren und geniessen!
Mit Schoggi ausgestrichene Erdbeer-Tartelettes für das Extra an Genuss.
Mit Schoggi ausgestrichene Erdbeer-Tartelettes für das Extra an Genuss.

Eier

Aufbewahren: Eier in der Tür des Kühlschranks oder im Eierkarton im Kühlschrank aufbewahren. Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Karton oder Legedatum auf dem Ei beachten. Für Roheierspeisen dürfen die Eier nicht älter als 21 Tage sein. Gekochte Eier nach dem Kochen nicht abschrecken, im Kühlschrank aufbewahren. Haltbarkeit: ca. 1 Monat.

Tiefkühlen: Eier eignen sich nicht zum Tiefkühlen. Bei zu vielen Eiern besser die Eier frühzeitig hart kochen.

Noch essbar? Schlecht riechende Eier entsorgen.

Zu viele Eier: Der schlechte Ruf, der dem Ei wegen des Cholesteringehalts anhaftet, ist längst widerlegt. Inzwischen gelten 2-3 Eier pro Tag als gesund. Sind zu viele Eier vorhanden, diese hart kochen, mit Salz oder in einem Salat geniessen.

 

Tipps

  • Eiweissresten: Eiweissresten für Makrönli oder Meringues verwenden. Oder ganz einfach die Eiweisse verklopfen, würzen, in einer beschichteten Bratpfanne wie Rührei braten, über einen Salat streuen.
  • Rezept für die Eiweissverwertung: Kaffee-Macarons
     
  • Eigelbresten: Eigelbresten lassen sich zum Bestreichen von Gebäck, Guetzli oder Zopf verwenden. Oder in Omeletten-, Spätzli- oder Rührteigen verwenden, drei Eigelbe entsprechen einem ganzen Ei.
  • Rezept für die Eigelbverwertung: Bärlauchspätzli
Bei zu vielen Eiern besser die Eier frühzeitig hart kochen.
Bei zu vielen Eiern besser die Eier frühzeitig hart kochen.

Restenlos geniessen

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Quark und andere Milchprodukte

Aufbewahren: Joghurt, Quark, Sauermilch und Crème fraîche in der Originalverpackung im Kühlschrank aufbewahren. Sie sind einige Tage über das Haltbarkeitsdatum hinaus geniessbar. Rand von geöffnetem Becher putzen, passenden Deckel aufsetzen oder mit Klarsichtfolie bedeckt im Kühlschrank aufbewahren, zügig aufbrauchen.

Tiefkühlen: Milchprodukte eignen sich nicht zum Tiefkühlen, sie werden bröcklig. Ausnahme: Quark in der Originalverpackung ca. 3 Monate.

Noch essbar? Schimmlige Milchprodukte entsorgen. Nach Ablauf des Datums Aussehen, Geruch und Geschmack prüfen. Sind sie noch einwandfrei, ist das Produkt noch essbar.

Tipps

  • Dip oder Sauce zum Verfeinern: Milchprodukte mit Salz, Pfeffer, Kräutern oder Gewürzen verrühren. Als Dip mit Gemüsestängeln oder als Salatsauce verwenden. Passt auch zu Linsen-, Reisgerichten, Geschmortem, Gschwellti oder Wedges (siehe Bild).
  • Austauschbare Milchprodukte: Resten von Joghurt, Quark, Sauermilch oder Crème fraîche als Ergänzung zu oder Ersatz von Rahm oder Milch in einem pikanten oder süssen Wähenguss verwenden.


Rezepte:

Resten von Quark und Joghurt sind in Form von würzigen Dips im Nu verspeist.
Resten von Quark und Joghurt sind in Form von würzigen Dips im Nu verspeist.

Weichkäse

Aufbewahren: Weichkäse wie Weiss- (Tomme) Blauschimmel-(Gorgonzola) oder Rotschmierkäse (Reblochon) im Käsepapier oder in Klarsichtfolie getrennt von anderen Käsesorten im Kühlschrank aufbewahren. Haltbarkeit: 8-10 Tage. Richtig aufbewahrter Weichkäse ist einige Tage über das Haltbarkeitsdatum hinaus geniessbar.

Tiefkühlen: Weichkäse in der Originalverpackung oder gut verpackt tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 6 Monate.

Noch essbar? Der Edelschimmelpilz der Rinde kann sich über Schnittflächen ausbreiten, der Käse ist noch problemlos geniessbar. Weichkäse mit pelzartigem oder nicht definierbarem Schimmel im Zweifelsfall entsorgen.


Tipps

  • Weichkäse aufbewahren: Reifer, angeschnittener Weichkäse (z. B. Vacherin Mont d’Or, Reblochon) kann auslaufen. Tipp: Den Käse in der Verpackung so in den Kühlschrank stellen, dass der Anschnitt oben liegt. Den Käse vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und bis zum Servieren ebenfalls stehend Raumtemperatur annehmen lassen.
  • Weichkäse als Butterersatz: Weichkäseresten lassen sich gut anstelle von Butter auf Brot streichen. Ideal für Sandwiches, Toasts oder als Café complet zum Znacht.


Rezepte:

  • Obazda, Weichkäseaufstrich: Weichkäse (z. B. Camembert) mit einer Gabel zerdrücken. Mit Crème fraîche oder wenig Milch mischen, mit Paprika würzen, mit Schnittlauch verfeinern. Passt zu Brot, Brezeln.
  • Gebratener Weichkäse: Weichkäseresten (z. B. Tomme) in Stücke schneiden, nach Belieben in Nüssen oder Paniermehl wenden, kurz in einer Bratpfanne braten. Auf Crostini, Salaten, Rösti, Risotto, Teigwaren oder Polenta anrichten. Tipp: Honig oder Konfitüre darüberträufeln.
Der gebratene Weichkäse auf Crostini ist ein herrliches Verwertungs-Znacht.
Der gebratene Weichkäse auf Crostini ist ein herrliches Verwertungs-Znacht.

Halbhart- und Hartkäse

Aufbewahren: Käse von der Offentheke im Käsepapier belassen, lichtgeschützt im Kühlschrank aufbewahren. Abgepackten Käse aus der Folie nehmen, in Käse- oder Sandwichpapier verpackt oder in Kühldosen aufbewahren. Haltbarkeit: ca. 3 Wochen. Käse immer mit der Rinde aufbewahren, sie schützt vor dem Austrocknen.

Tiefkühlen: Reibkäse in der Originalverpackung, Hart- und Raclettekäse gut verpackt tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 6 Monate.

Noch essbar? Kleinen oberflächlichen Schimmel oder schmierige Rinde grosszügig wegschneiden. Schimmligen Reibkäse entsorgen.

Käseresten retten: Hartkäseresten reiben, Raclettekäse in Scheiben gut verpackt tiefkühlen. Käse gefroren verwenden, Rest sofort wieder tiefkühlen. Für Risotto, Gratin, Lasagne, grössere Mengen für Käsewähe oder -schnitten verwenden.

 

Tipps:

  • Schneiden statt reiben: Harter, angetrockneter oder weicher Käse lässt sich nur mühsam reiben. Solche Käseresten fein schneiden und unter Gerichte mischen oder darüberstreuen. Passt zu: Pasta, Spätzli, Knöpfli, Rösti, Polenta.
  • Käserinde verwerten: Die harte Rinde von Parmesan oder Sbrinz in Polenta oder Risotto mitkochen. Sie verleiht dem Gericht eine feine Würze, Salzmenge verringern. Die Hartkäserinde eignet sich auch zum Tiefkühlen. Käserinde würzt auch Bouillons oder Suppen, mitkochen und vor dem Servieren entfernen.
  • Schimmel oder Salzkristalle? Salzkristalle und Schimmel sind auf Hartkäse schwierig zu unterscheiden. Tipp: Käse kurz kalt abspülen. Salz löst sich, der Käse ist noch essbar, Schimmel nicht, Käse entsorgen.

 

Rezepte:

Mitgekochte Käserinde verleiht Risotto eine feine Würze.
Mitgekochte Käserinde verleiht Risotto eine feine Würze.