Lavendel – aromatisch und überraschend
Lavendel ist in der Küche ein Geheimtipp. Die duftenden Blüten verfeinern Desserts, Gebäck sowie Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte mit einer feinen, mediterranen Note. Erfahre, welche Sorten essbar sind und wie du Lavendel richtig verwendest.
Sofie
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Lavendel ist im Garten beliebt, aber in der Küche unterschätzt: Dabei verfeinern Lavendelblüten Desserts, Gebäck sowie Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte aromatisch und überraschend.
Lavendel hat ein blumiges, leicht süssliches und würziges Aroma. Sein Duft erinnert an sonnige Sommertage im Süden und harmoniert besonders gut mit mediterranen Kräutern wie Rosmarin oder Thymian.
Nicht jede Lavendelsorte eignet sich gleich gut für die Küche. Zum Kochen und Backen wird deshalb vor allem Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) verwendet.
Welcher Lavendel ist essbar?
Zum Kochen und Backen eignet sich vor allem Echter Lavendel (Lavandula angustifolia). Sein Aroma ist fein, blumig und ausgewogen. Achte deshalb beim Kauf auf diese botanische Bezeichnung.
Andere Lavendelarten sind teilweise ebenfalls essbar, schmecken jedoch oft intensiver. Schopflavendel sollte nur sparsam verwendet werden, Speiklavendel eignet sich wegen seiner seifenartigen Note kaum für die Küche.
Für die Küche eignen sich sowohl frische als auch getrocknete Lavendelblüten. Für das beste Aroma erntest du die Blüten, sobald sie sich öffnen. Dann enthalten sie besonders viele ätherische Öle.
Wozu passt Lavendel?
Lavendel verfeinert süsse und herzhafte Gerichte. Besonders gut harmoniert sein blumiges Aroma mit folgenden Zutaten und Speisen:
Guetzli, Kuchen und Tartes
Glace, Crèmes und Caramelköpfli
Konfitüren, Gelees und Sirup
Tee und Fruchtsalaten
Fisch, Geflügel und Lamm
Gemüse und Suppen
Unser Tipp: Lavendel harmoniert besonders gut mit Honig, Zitrone, Rosmarin und Thymian.
Lavendel aus dem Garten verwenden
Lavendel liebt einen sonnigen Standort und gut durchlässige, kalkhaltige Erde. Für die Küche eignet sich vor allem Echter Lavendel (Lavandula angustifolia).
Gut zu wissen: Lavendel ist nicht nur ein vielseitiges Küchenkraut, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Mücken und Motten mögen seinen Duft dagegen deutlich weniger. Deshalb werden getrocknete Lavendelblüten seit Langem für Duftsäckchen verwendet.
Wie verwende ich Lavendel in der Küche?
Vom Lavendel sind sowohl die Blüten als auch die jungen Blätter essbar. In der Küche lässt er sich ähnlich einsetzen wie Rosmarin, schmeckt jedoch deutlich intensiver. Deshalb gilt: sparsam dosieren.
Frische und getrocknete Lavendelblüten eignen sich gleichermassen zum Würzen. Das blumige, leicht süssliche Aroma passt zu Desserts und Gebäck ebenso gut wie zu Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten. Lavendel eignet sich zudem zum Aromatisieren von Butter, Öl und Essig.
Besonders beliebt ist Lavendel in der französischen Küche. Dort verfeinert er unter anderem Crèmes, Glacen, Flans, Kuchen und Tartes. Auch als Bestandteil von Herbes de Provence sorgt er für eine mediterrane Note. Aber auch herzhafte Gerichte erhalten mit wenigen Blüten eine überraschende, mediterrane Note.
Rezeptideen mit Lavendel
Die Provence auf dem Teller? Mit Lavendel gelingt das ganz einfach. Ob feine Glace, aromatische Cupcakes oder überraschende Kombinationen mit Fisch, Fleisch und Gemüse: Diese Rezepte zeigen, wie vielseitig das duftende Küchenkraut sein kann.
Lavendel haltbar machen und weiterverwenden
Blüht der Lavendel im Garten besonders üppig, lassen sich die Blüten vielseitig weiterverwenden. Für den Vorrat kannst du sie trocknen oder zu Lavendelessig, Lavendelöl, Lavendelsalz, Lavendeltee oder Lavendelzucker verarbeiten.
Zum Trocknen schneidest du die Blüten zu Beginn der Blütezeit mitsamt Stiel ab. Binde sie zu kleinen Sträusschen zusammen und lasse sie etwa eine Woche kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort trocknen. Anschliessend die Blüten abzupfen und trocken in einem gut verschlossenen Glas aufbewahren.
So bleiben die getrockneten Blüten mehrere Monate aromatisch und sind jederzeit für Tee, Gebäck, Gewürz- und Teemischungen griffbereit. Auch in bekannten Gewürzmischungen wie den französischen Herbes de Provence wird Lavendel verwendet und verleiht Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten eine mediterrane Note.
Unser Tipp: Trockne einen Teil der Blüten für später. So hast du das feine Lavendelaroma auch nach der Blütezeit jederzeit zur Hand.
Lavendel ist weit mehr als eine duftende Gartenpflanze. Mit seinem blumigen, leicht würzigen Aroma verleiht er süssen und herzhaften Gerichten eine besondere Note. Ob in Desserts, Gebäck, Salaten oder zu Fisch und Fleisch: Schon wenige Blüten sorgen für mediterranes Flair auf dem Teller. Wichtig ist nur, die richtige Sorte zu wählen und Lavendel sparsam zu dosieren. Dann steht dem kulinarischen Ausflug in die Provence nichts mehr im Weg.