Spätzli und Knöpfli selber machen: So gelingt dir der Klassiker
Spätzli selber machen ist einfacher, als es klingt. Wir zeigen dir, welches Mehl sich für den Teig eignet, wie du ihn zubereitest und welche Hilfsmittel sich für Spätzli oder Knöpfli eignen. Dazu findest du ein Grundrezept und feine Varianten.
Erica
Leiterin Redaktion und Gestaltung Betty Bossi Zeitung
Spätzli oder Knöpfli: Was ist der Unterschied?
Spätzli und Knöpfli unterscheiden sich vor allem in der Form. Spätzli sind eher länglich, Knöpfli eher rundlich. Für Spätzli wird der Teig vom Brett in schmalen Streifen direkt ins leicht siedende Salzwasser geschabt oder geschnitten. Für Knöpfli streichst du den Teig durch ein Knöpflisieb ins Wasser. Je nach Region und Dialekt werden die Begriffe allerdings unterschiedlich verwendet.
Spätzliteig selber machen: So einfach gehts
Ein klassischer Spätzliteig besteht aus Mehl, Milch, Wasser und Eiern. Welches Mehl du verwendest, beeinflusst Biss und Geschmack. Im Grundrezept findest du Zutaten, Mengen und die Zubereitung Schritt für Schritt.
Welches Mehl eignet sich für Spätzli und Knöpfli?
Für Spätzli und Knöpfli eignet sich eine Mischung aus Weissmehl und Knöpflimehl besonders gut. Das Knöpflimehl sorgt für mehr Biss und macht die Spätzli beim Anbraten robuster. Hast du kein Knöpflimehl zu Hause, kannst du den Teig auch nur mit Weissmehl zubereiten. Für glutenfreie Spätzli verwendest du glutenfreies Mehl, für eine laktosefreie Variante laktosefreie Milch.
Spätzliteig ohne Ruhezeit
Normalerweise braucht der Spätzliteig Zeit zum Quellen. Mit dem Spätzli-Blitz ist er in wenigen Minuten zubereitet, und man braucht ihn nicht einmal mehr quellen zu lassen.
Spätzli in Rekordzeit
Spätzli formen – von Hand oder mit Hilfsmitteln
Spätzli-Blitz, Spätzlisieb oder klassisch mit Brett und Schaber: Für Spätzli und Knöpfli gibt es verschiedene Hilfsmittel. Welches Tool zu dir passt, hängt davon ab, wie viel du zubereitest und welche Form du bevorzugst. Im Video zeigen wir dir die verschiedenen Möglichkeiten.
Spätzli vorbereiten
Spätzli kannst du gut vorbereiten. Koche sie ca. einen halben Tag im Voraus, lass sie auf einem Blech auskühlen und bewahre sie zugedeckt im Kühlschrank auf. Kurz vor dem Servieren brätst du sie in wenig Bratbutter heiss.
Spätzli und Knöpfli färben und aromatisieren
Spätzli und Knöpfli lassen sich einfach färben und geschmacklich variieren. Mit wenigen Zutaten bekommt das Grundrezept immer wieder eine neue Note. Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Grundrezept mit insgesamt 500 g Mehl.
Spätzli und Knöpfli färben und aromatisieren
Haselnuss: 300 g Mehl und 200 g gemahlene Haselnüsse verwenden. Für Haselnuss-Spätzli kein Knöpflimehl verwenden.
Safran: 1 Briefchen Safranpulver zum Milchwasser geben.
Spinat: Milchwasser durch 200 g Jungspinat ersetzen. Spinat mit den Eiern pürieren.
Rüebli: Milchwasser durch Rüeblisaft ersetzen.
Randen: Milchwasser durch Randensaft ersetzen.
Pilz: 25 g getrocknete Steinpilze fein hacken und in wenig Wasser ca. 10 Min. quellen lassen. Anschliessend mit dem Milchwasser zum Teig geben.
Was passt zu Spätzli und Knöpfli?
Spätzli und Knöpfli passen besonders gut zu Wild, Sonntagsbraten und anderen Fleischgerichten mit Sauce. Zu Wild harmonieren sie auch mit Rotkraut und fruchtigen Beilagen.
Spätzli und ihre Verwandten
Rund um Spätzli und Knöpfli gibt es verschiedene Gerichte mit ähnlichen Zutaten oder Zubereitungsarten. Manche sind eng verwandt, andere haben nur einzelne Gemeinsamkeiten.
Schwäbische Spätzle und Knöpfle
Mit geschmolzenem Käse und Zwiebelschwitze entstehen daraus Käsespätzle, eine typische Spezialität der Region. Spätzle und Knöpfle werden aber auch als Beilage zu Braten serviert.
Pizokel, Capuns und Pizzoccheri
Pizokel sind eine Bündner Teigspezialität, die Spätzli ähnlich ist und unter anderem mit Buchweizenmehl zubereitet wird. Bei Capuns ist Knöpfliteig Teil der Füllung. Pizzoccheri stammen aus dem Veltlin und dem Puschlav. Sie gehören nicht zur Spätzli-Knöpfli-Familie, sondern sind kurze, breite Nudeln aus Buchweizenmehl.
Schupfnudeln und Gnocchi
Ebenfalls aus dem süddeutschen Raum kommen die Schupfnudeln, wegen ihrer charakteristischen Form auch Bubenspitzle oder Bubenspätzle genannt. Anders als Spätzli werden sie wie die italienischen Gnocchi aus einem Kartoffel-Mehl-Teig zubereitet und von Hand geformt. Schupfnudeln werden oft mit Sauerkraut, zu Wildgerichten oder zu Zwiebelbraten serviert. Es gibt sie aber auch süss, zum Beispiel mit Apfelmus und Zimtzucker.