1. August: Rotweiss auf dem Teller

1. August: Rotweiss auf dem Teller

Die Schweiz ist das Land, wo Milch und Himbeersirup fliessen - zumindest, wenn man es von den Nationalfarben her betrachtet. Feiern Sie für einmal den Nationalfeiertag auch auf dem Teller in Rotweiss. «Bicolore statt Tricolore» lautet das Motto, oder: «Tomatensalat mit Mozzarella bzw. Himbeeren mit Joghurt.» Wir singen eine kulinarische Hymne auf unsere strahlenden Landesfarben.

Süss feiern: Kuchen und Gebäck

Überraschen Sie Ihre Partygäste am Nationalfeiertag mit einem rotweissen Kuchen – passend zum Wappen der Schweiz. Ob es nun unser 1.-August-Cake mit integriertem Schweizerkreuz, eine Crostata, Mini-Rouladen oder Erdbeer-Törtli sind: Hauptsache, sie tragen die Nationalfarben!

Das Land von Milch und Himbeersirup

Knalliges Rot, blasses Weiss - gegensätzlicher könnten die Farben der Schweizer Fahne nicht sein! Das ist, wie wenn die Tomate mit dem Mozzarella oder die Himbeere mit dem Joghurt ...

Knallige Farben in Nahrungsmitteln bedeuten, dass sie reich an Vitaminen sind, blasse dagegen, dass sie eine gute Mineralstoffquelle sind. Für die rötliche Färbung von Gemüse und Früchten sind sekundäre Pflanzenstoffe wie Karotinoide und Flavonoide verantwortlich. Weisse Nahrungsmittel wie zum Beispiel Milchprodukte zeichnen sich vor allem als Calcium-Lieferanten aus. Wer also Himbeeren mit Joghurt isst, der führt sich alle wichtigen Inhaltsstoffe zu, die in einem gesunden, ausgeglichenen Essen enthalten sein müssen.

Das Land, in dem Milch und Himbeersirup fliessen: So steht denn das weisse Kreuz auf rotem Grund in der Schweizer Fahne für einen gesunden Ausgleich - was ganz der Neutralitätspolitik der Schweiz entspricht!

Mozzarella made in Switzerland

Tomaten und Mozzarella

Dass die Italiener diese beliebte Kombination für sich beanspruchen, ist eigentlich ein Witz, denn die grünen Basilikumblättchen sind höchstens Farbtupfer und gehen gegenüber Rot und Weiss völlig unter! Wer die Insalata caprese aber definitiv einbürgern will, verwendet ausschliesslich roten Basilikum und Schweizer Büffel-Mozzarella, wie ihn u.a. die Bergkäserei Marbach-Schangnau LU herstellt.

Spaghetti und Tomatensauce

Auch dieses Gericht trägt eigentlich die Schweizer Nationalfarben. Ein Peterli auf dem Tellerrand macht noch lange keine Tricolore!

Feuerwerk auf dem Teller

Chili und Frischkäse

Rote Chili bzw. Peperoncini liefern uns das nötige Feuer fürs 1.-August-Feuerwerk. Die Füllung, zum Beispiel Frischkäse, sorgt für die nötige Abkühlung.

Chili und Reis

Eine ebenso heisse Kombination: Weisser Reis mit roten Chili-Streifen.

Süsses Finale: Desserts in Rot und Weiss

Köpfli, Pudding, Flan

Was man gut schweizerisch Köpfli nennt, wird gerne mit Fremdwörtern wie Pudding, Flan oder Panna cotta umschrieben. Am 1. August gehört zum weissen Köpfli aus Milch oder Rahm ein rotes Coulis, zum Beispiel  eine Erdbeersauce.

Pavlova und Tiramisu
Die neuseeländische Spezialität lässt sich ohne weiteres übernehmen, wenn der gebackene Eischnee mit roten Beeren serviert wird. Oder man verwendet gleich von Anfang an Emmentaler Merängge ...

Mit weisser Schokolade und Himbeeren verwandelt sich das italienische Tiramisu im Nu in eine schweizerische Nationalspeise.

Erdbeeren und Rahm

Keine Einbürgerung mehr nötig haben dagegen unsere Schweizer Erdbeeren in Rotwein mit einem Klecks Rahm.

Birchermüesli: swiss made

Neben Schokolade und Fondue ist das Birchermüesli die einzige Schweizer Spezialität, die weltweit gegessen wird. Rotschalige Äpfel oder rote Beeren (z.B. Himbeeren, Johannisbeeren) sind fast ein Muss, damit die Schweizer Farben im Birchermüesli auch optisch zum Ausdruck kommen.

Mit den richtigen Zutaten läutet man den 1. August bereits beim Frühstück ein.

Traditionellerweise wird am Nationalfeiertag ja ausgiebig gebruncht, entweder auf einem Bauernhof oder zu Hause. Dann darf aber auch der selbst gebackene 1.-August-Weggen nicht fehlen. Er kommt zwar nicht rotweiss, sondern goldbraun aus dem Ofen, dafür ziert ihn ein schönes Schweizerkreuz.

Schweizer Spezialitäten geniessen

  • 1.-August-Brunch auf dem Bauernhof
    Wie jedes Jahr laden die Schweizer Bäuerinnen und Bauern wieder zum traditionellen 1.-August-Brunch auf dem Bauernhof ein. Die Gelegenheit, selbst gemachte, einheimische Spezialitäten wie Käse, Brot, Fleisch, Obst, Milch, Müesli und vieles mehr auszuprobieren und zu geniessen:
    www.brunch.ch
  • 1.-August-Feiern und -Feste
    Wo es die schönsten Höhenfeuer, die tollsten Feuerwerke und die schneidigsten Fahnenschwinger gibt, darüber informiert der Veranstaltungskalender von MySwitzerland.com.
  • Bundesbrief und 1.-August-Ansprachen
    Wer wissen will, was im Bundesbrief von 1291, der Gründungsurkunde der Schweiz, eigentlich genau drin steht und was die Bundespräsidenten der Schweiz in früheren Jahren in ihren Reden zum Nationalfeiertag gesagt haben, wird fündig auf www.admin.ch.
  • Der Text zur Nationalhymne
    Wer am 1. August mitsingen möchte, kann sich vorgängig schon mal den Text des Schweizerpsalms ausdrucken oder ihn sich als SMS aufs Handy schicken lassen.
  • Herkunft des Schweizerkreuzes
    Wie ist die Schweiz zum Schweizerkreuz gekommen? Das Historische Lexikon der Schweiz gibt Auskunft.

Aktualisiert: 20. Juli 2020

 

Daniela Rinderknecht
Digital Content Editor

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