Jetzt treibts der Reis bunt!

Vorbei die Zeiten, in denen der Reis als fade Trockenbeilage ein trostloses Dasein  fristen musste. Nun darf das kleine Korn Farbe bekennen! Unsere sommerlich bunten Reisgerichte sind eine köstliche Hommage an die Reisezeit, denn Reis macht rund um den Erdball Staat. Auf gehts zur kulinarischen Tour du Monde!

Über den Tellerrand hinaus

Weiss ist langweilig: Die Paella präsentiert den Reis leuchtend bunt.

Über den Tellerrand hinaus

Was zaubern die Spanier aus Reis? Richtig: leuchtend bunte Paella. Die Chinesen wiederum servieren ihn als Fried Rice, knusprig gebraten mit farbigen Gemüseschnipseln. Wir hingegen wissen ihn allenfalls als Risotto zu schätzen. Ansonsten degradieren wir den Reis meist zur Trockenbeilage, zur Diät- und Krankenkost, kurzum zum blassen Nebendarsteller.

Schade! Weisser Reis ist wie eine Leinwand, die den sommerlichen Gartensegen als fröhliche Farbtupfer zur Geltung bringt. Zudem ist Reis leicht verdaulich und somit goldrichtig an Hitzetagen. Es lohnt sich also, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen respektive in die Töpfe anderer Kulturen, um das kleine Korn in seiner kulinarischen Grösse kennenzulernen!

Wetten, dass selbst Liebhaber von gutbürgerlichen Gerichten Gefallen an farbenfröhlichen Reisspezialitäten finden? Desgleichen Verfechter heimischer Tafelfreuden: Reis hat durchaus Schweizerisches zu bieten - als landwirtschaftliches Erzeugnis einerseits, als Rohstoff für Mühlen andererseits und natürlich als Küchenklassiker der fidel-famosen 50er-Jahre.

Reis in aller Munde

Nasi Goreng ist eines der beliebtesten Reisrezepte aus Indonesien.

 

Reis in aller Munde

Als Inspirationsquelle kunterbunter Reisgerichte empfiehlt sich eine kulinarische Tour du Monde. Wir haben für Sie ein paar Spezialitäten aus aller Welt zusammengetragen und authentische Rezepte dazu kreiert:
 


Tipp: Weitere raffinierte Reisrezepte finden Sie im Kochbuch «Reisküche» von Betty Bossi.

Kleines Korn, kulinarisch gross

Der Lauwarme Curry-Reissalat ist ein echter Party-Hit.

Kleines Korn, kulinarisch gross

Das Geheimnis schmackhafter Reisgerichte liegt in der Wahl des jeweils am besten geeigneten Korns. Grundsätzlich gilt: Langkornreis bleibt nach dem Garen locker und körnig. Sorten wie Parboiled, Parfüm und Basmati sind deshalb ideal zum Weiterverarbeiten. Auch spanischer Reis - Bahia, Bomba, Calasparra - und Langkorn-Vollreis bilden eine gute Basis für diverse Reisspezialitäten.

Ist der Reis gar, lassen sich die meisten Reisgerichte in einer Pfanne oder Schüssel zubereiten. Der Aufwand ist minimal! Fürs Sommerfest und Grillbuffet sind Reissalate top. Die Hauptarbeit, das Reiskochen, kann schon am Vortag erledigt werden. Zudem sind der Fantasie und Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Unser sommerlicher Lauwarme Curry-Reissalat, der pastellfarbene Reissalat mit Fisch oder der sonnengelbe Mais-Reis-Salat haben sich als echte Party-Hits erwiesen.

Auch als Farce macht Reis Staat, z.B. in Weinblattwickeln. In Griechenland wird die Delikatesse zum Apéro riche gereicht. Die japanische Nationalspeise Sushi wiederum, z.B. Nigiri-Sushi, konnte ebenfalls die Gaumen hiesiger Gourmets erobern. Als leichter Sommersnack bieten sich mit Reis geadelte Gemüse an wie Peperoni, Tomaten, Auberginen oder unsere köstlichen Gefüllten Kohlrabi.

Bunte Sortenvielfalt

Der rote Camargue-Reis ist für leichte Sommergerichte bestens geeignet.

Bunte Sortenvielfalt

Raffinierte Variationen in punkto Farbe und Geschmack lassen sich mit speziellen Reissorten erzielen:
 

  • Camargue-Reis: roter Vollreis aus Südfrankreich, delikat nussiger Gout.
  • Schwarzer Vollreis (Venere): Langkornvollreis mit schwarzer Schale, fein nussiges, marroniähnliches Aroma. Venus-Reis war der Legende nach früher ausschliesslich Kaisern vorbehalten. Heute gibt es Riso Venere im Fine-Food-Sortiment von Coop.
  • Wildreis: Das braunschwarze Korn der Indianer gehört in die Familie der Wassergräser, ist also botanisch näher mit Hafer als mit Reis verwandt. Leicht nussige Geschmacksnote. Wildreis wird meistens mit Langkornsorten gemischt verwendet.
Der Reis und die Schweiz

Der Reis für die Luganighe mit Safranrisotto wird im Tessin angebaut.

Der Reis und die Schweiz

In einigen Sprachen Asiens sind die Worte für Reis und Essen identisch. 90 Prozent der Weltproduktion wird denn auch dort konsumiert, etwa 150 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Für die Hälfte der Weltbevölkerung ist Reis das Hauptnahrungsmittel. Bei uns liegt der Jahreskonsum pro Knopf durchschnittlich bei knapp 6 Kilogramm Reis. Das sind acht Mal weniger als Kartoffeln und halb so viel wie Teigwaren.

Seit 1997 wird im Maggia-Delta Reis kultiviert: der nördlichste Reis der Welt. Der Landwirtschaftsbetrieb Terreni alla Maggia wird nach den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP) geführt. Auf Voranmeldung kann die Produktionsstätte besucht werden. Auch die Reismühle Brunnen bietet Einblick in die grosse Welt des kleinen Korns.

Rezept: Luganighe mit Safranrisotto


Text: Stephanie Riedi

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Chinsisch inspiriert: Gebratener Reis mit Kreuzkümmel.
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