Einmachen leicht gemacht: So bleiben Früchte und Gemüse lange haltbar
Beeren, Gurken oder Tomaten im Überfluss? Mit Einmachen konservierst du die Aromen des Sommers. Wir zeigen dir, wie Früchte und Gemüse sicher haltbar werden und lange Genuss bereiten.
Sofie
Digital Content Creator
Warum lohnt sich Einmachen?
Gerade im Sommer sind Beeren, Früchte und Gemüse oft in Hülle und Fülle vorhanden – aus dem Garten, vom Markt oder direkt vom Hof. Statt überschüssige Lebensmittel verderben zu lassen, kannst du sie haltbar machen und später geniessen. Einmachen ist der Oberbegriff für verschiedene Methoden, Lebensmittel haltbar zu machen – zum Beispiel durch Einkochen, Einlegen oder Fermentieren. Welche Methode sich eignet, hängt vom jeweiligen Lebensmittel ab.
Einmachen bietet viele Vorteile:
saisonale Lebensmittel länger geniessen
Lebensmittelverschwendung vermeiden
Vorräte für Herbst und Winter anlegen
selbst bestimmen, was ins Glas kommt
Konfitüren, Chutneys oder Sirup als Geschenk mitbringen
Einmachen oder Einkochen?
Die Begriffe werden oft gleich verwendet, bezeichnen aber zwei unterschiedliche Methoden.
Einmachen Die Masse, z. B. Konfitüre oder Chutney, wird gekocht, heiss in saubere Gläser gefüllt und sofort verschlossen. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum.
Einkochen Die gefüllten Gläser werden während einer bestimmten Zeit erhitzt. Temperatur und Dauer richten sich nach dem Lebensmittel. Auch hier sorgt das Vakuum für die Haltbarkeit.
Welche Gläser eignen sich zum Einmachen?
Nicht jedes Glas eignet sich gleich gut zum Einmachen. Verwende hitzebeständige Einmachgläser, Weckgläser oder saubere Schraubgläser mit gut schliessenden Deckeln. Kontrolliere vor jedem Gebrauch, ob Gläser und Deckel sauber, unbeschädigt und frei von Rissen sind. Ein Trichter erleichtert das saubere Einfüllen der heissen Masse.
So gelingt Einmachen
Gläser hygienisch vorbereiten Saubere Gläser sind die Basis für lange haltbare Vorräte. Im Video erfährst du, wie du Gläser und Deckel vorbereitest und worauf du dabei achten solltest.
Heiss und sauber abfüllen Fülle Konfitüre, Gelee oder Chutney möglichst siedend heiss in die vorbereiteten Gläser. Ein Trichter hilft, den Rand sauber zu halten. Anschliessend die Gläser sofort verschliessen.
Gläser auf den Kopf stellen Je nach Rezept kann es sinnvoll sein, die verschlossenen Gläser kurz umzudrehen. Im Video zeigen wir dir, wann dieser Schritt empfohlen wird und wann du darauf verzichten kannst.
Wie lange ist Eingemachtes haltbar?
Sind die Gläser vor dem Befüllen keimfrei und wurden Obst oder Gemüse ausreichend erhitzt, bleibt Eingemachtes mehrere Monate haltbar. Bei vielen Rezepten wird zusätzlich Zucker verwendet. Er trägt ebenfalls dazu bei, die Haltbarkeit zu verlängern. Wichtig ist, die Gläser kühl, trocken und möglichst dunkel zu lagern. Geöffnete Gläser bewahrst du im Kühlschrank auf und verbrauchst den Inhalt möglichst innerhalb weniger Tage.
Welche Lebensmittel eignen sich zum Einmachen?
Von Beeren über Äpfel, Birnen und Kirschen bis zu Gurken, Randen oder Zucchetti: Viele Lebensmittel eignen sich zum Einmachen. Ob süss oder herzhaft: Viele Früchte und Gemüse lassen sich mit der passenden Methode einfach haltbar machen.
Früchte
Früchte eignen sich besonders gut zum Einmachen. Beliebt sind Konfitüren, Gelees, Kompotte oder Sirupe aus saisonalen Beeren und Steinobst.
Beeren
Aprikosen
Zwetschgen
Hagebutten
Steinobst
Gemüse
Viele Gemüsesorten lassen sich durch Einlegen oder Einkochen haltbar machen. Besonders beliebt sind Gurken, Kürbis oder Randen.
Gurken
Peperoni
Kürbis
Zucchetti
grüne Bohnen
Randen
Gemüse in Essig einlegen
Eine der beliebtesten Methoden zum Haltbarmachen von Gemüse ist das Einlegen in Essig. Besonders gut eignen sich Gurken, Peperoni, Kürbis, Zucchetti, grüne Bohnen und Randen. Der hohe Säuregehalt verhindert das Wachstum von Mikroorganismen. Sauer eingelegtes Gemüse bleibt im Kühlschrank ein bis zwei Wochen haltbar. Mit Salz oder Zucker sowie anschliessendem Einkochen verlängert sich die Haltbarkeit zusätzlich.
Häufige Fragen zum Einmachen | |
Muss ich Einmachgläser sterilisieren? | Ja. Saubere und sterilisierte Gläser sowie Deckel sind die wichtigste Voraussetzung für lange haltbares Eingemachtes. Je nach Rezept werden die gefüllten Gläser anschliessend im Wasserbad oder im Backofen eingekocht. |
Kann ich Schraubgläser verwenden? | Ja. Verwende nur saubere, hitzebeständige und unbeschädigte Schraubgläser mit gut schliessenden Deckeln. Achte darauf, dass der Deckel nicht verbogen oder beschädigt ist. |
Wie erkenne ich, ob ein Glas richtig verschlossen ist? | Nach dem Abkühlen sollte der Deckel fest sitzen und sich nicht eindrücken lassen. Ist ein Vakuum entstanden, bleibt das Eingemachte lange haltbar. |
Wie erkenne ich, ob ein Glas noch gut ist? | Kontrolliere das Glas vor dem Öffnen. Ist der Deckel aufgegangen, riecht der Inhalt ungewöhnlich oder zeigt sich Schimmel, solltest du das Eingemachte entsorgen. |
Wo bewahre ich Eingemachtes auf? | Lagere verschlossene Gläser kühl, trocken und möglichst dunkel, zum Beispiel in einer Vorratskammer oder Speisekammer. Geöffnete Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. |
Kann ich auch Äpfel oder Birnen einmachen? | Ja. Äpfel und Birnen eignen sich hervorragend für Kompott, Mus, Konfitüre oder Chutney. Auch Kirschen, Aprikosen und Zwetschgen lassen sich gut einmachen. |
Was ist der Unterschied zwischen Einmachen und Fermentieren? | Beim Einmachen werden Lebensmittel durch Hitze, Zucker oder Essig haltbar gemacht. Beim Fermentieren sorgen natürliche Milchsäurebakterien dafür, dass Lebensmittel haltbar werden und ihr typisches Aroma entwickeln. |
Die häufigsten Fehler beim Einmachen
Gläser nicht richtig sterilisieren.
Gläser nach dem Abfüllen nicht sofort verschliessen.
Beschädigte Deckel verwenden.
Eingemachtes zu warm lagern.
Gläser nicht beschriften.
Fazit
Einmachen ist eine einfache Möglichkeit, saisonale Lebensmittel länger zu geniessen und Food Waste zu vermeiden. Mit den richtigen Rezepten und etwas Vorbereitung gelingen feine Vorräte ganz einfach. Lass dich inspirieren und starte dein nächstes Einmachprojekt.