Das Bedürfnis nach einer gesunden Ernährung wird immer grösser. Dabei spielt frisches Gemüse eine Hauptrolle. Doch wie bereite ich Gemüse richtig zu, damit die Mineralstoffe und Vitamine möglichst erhalten bleiben? Wann schmecken Tomaten besonders aromatisch und wann ist der richtige Zeitpunkt, Spargeln zu essen? Alles über die gelingsichere Gemüseküche und die wichtigsten Sorten sowie gesunde Gemüse-Rezepte und clevere Tipps.
Welches Gemüse hat gerade Saison?
Knackige Erbsli im Frühling, sonnengereifte Tomaten im Sommer und farbenfrohe Kürbisse im Herbst: Geniesse einheimisches Gemüse dann, wenn es Hochsaison hat! In der Saisontabelle Obst und Gemüse von Betty Bossi siehst du auf einen Blick, welche Gemüse und Früchte in der Schweiz gerade frisch geerntet werden.
Nachhaltigkeit
Betty Bossi Saisontabelle
Die praktische Saisontabelle von Betty Bossi zeigt dir auf einen Blick, in welchen Monaten Gemüse und Früchte in der Schweiz Saison haben. Entdecke einheimische Gemüse und Früchte der aktuellen Saison und erlebe den Jahreslauf bewusst.
Saisonal und regional: Frisch vom Markt oder vom Hof
Auf den Wochenmärkten gibt es ein grosses Angebot von saisonalem Gemüse. Es stammt meist von Landwirten aus der Region, wird reif geerntet und gelangt auf kurzen Transportwegen direkt in den Verkauf: Frischer geht es nicht! Dadurch hat das Gemüse ein deutlich besseres Aroma und enthält auch mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Viele Marktfahrer bieten ihre Waren auch als Hauslieferdienst oder im eigenen Hofladen an. Entsprechende Informationen finden sich auf den Websites der Marktfahrer.
Relativ «robuste» Nahrungsmittel (z.B. Kartoffeln, Getreide, Teigwaren, Hülsenfrüchte, ganze Eier, einige Fleisch-und Gemüsesorten) werden in reichlich siedender Flüssigkeit (z.B. Bouillon, Salzwasser, Sud, Wasser) gar gekocht. Um Vitamine und Mineralstoffe möglichst zu schonen, zuerst die Flüssigkeit aufkochen, erst dann die Nahrungsmittel beigeben.
Beim Blanchieren wird Gemüse kurz in siedendem Wasser gegart und danach in Eiswasser abgekühlt. So bleibt die Farbe erhalten – ideal zur Vorbereitung fürs Tiefkühlen oder Weiterverarbeiten.
Spargeln mit Sauce hollandaise
So machts der Profi: perfekt gegarte Spargeln mit delikater Sauce hollandaise. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie das gelingt.
Dämpfen ist die perfekte Zubereitungsart für Gemüse und Pilze. Sie werden zuerst in Butter oder Öl bei kleiner Hitze angedämpft und anschliessend mit wenig bis gar keiner Flüssigkeit zugedeckt knapp weich gegart.
Rührbraten ist eine Garmethode aus der asiatischen Küche, bei der klein geschnittene Zutaten bei grosser Hitze unter ständigem Rühren gegart werden. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie es funktioniert – und worauf du dabei achten solltest.
Gemüse in der Gemüseschublade des Kühlschranks aufbewahren, dort herrschen mit 8 bis 13 Grad optimale Temperaturen.
Bei Gemüse mit frischem Grün (z. B. Radiesli, Bundrüebli, Kohlrabi, Fenchel) vorher das Kraut entfernen. Dieses entzieht dem Gemüse Flüssigkeit, es wird weich und schrumpelig und schmeckt nicht mehr knackig-frisch. Aber man sollte die zarten Blättchen nicht einfach wegwerfen, sondern ebenfalls verwerten: siehe unseren Tipp «Schale und Herzblätter mitessen».
Nicht in den Kühlschrank gehören Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. In der Kälte wird das Nachreifen von Tomaten und Auberginen gestoppt, sie verlieren ihr Aroma. Bei Kartoffeln führt die Kälte dazu, dass Stärke in Zucker umgewandelt wird. Das wirkt sich nicht nur negativ auf den Geschmack aus, sondern ist vor allem beim Backen oder Frittieren problematisch, weil dann der gesundheitsgefährdende Stoff Acrylamid entstehen kann.
Rüsten
Gemüse vor dem Zerkleinern waschen, so werden die wertvollen Inhaltsstoffe nicht ausgeschwemmt.
Gerüstetes Gemüse möglichst kurz unter fliessendem, kaltem Wasser waschen, niemals im Wasser liegen lassen, dadurch verliert das Gemüse wasserlösliche Vitamine.
Schneiden
Gemüse wird meist in mundgerechten Stücken, Scheiben, Würfeln usw. gekocht.
Damit die in den Rezepten angegebene Garzeit auch stimmt, die angegebene Schnittart (z.B. Scheiben, Schnitze) und die Stückgrösse einhalten.
Mengen pro Person (gerüstet)
Als Beilage: mindestens 150 g
Ausnahme: Spargeln
Als Vorspeise: 300 g weisse oder 250 g grüne Spargeln
Als Hauptgericht: 600 g weisse oder 500 g grüne Spargeln
Kochzeiten
Die Kochzeiten für Gemüse und Pilze haben wir in einer Tabelle (PDF) zusammengefasst.
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Tipps & Tricks
Grün-Tipps fürs Urban Gardening
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Frühlingsgemüse wird oft mit knackigfrischem Grün verkauft. Manche werfen dieses beim Rüsten ahnungslos weg. Schade, denn die zarten Blättchen von Radiesli, Bundrüebli und Kohlrabi kann man auch essen. Sie sind Lieferanten von viel Provitamin A und Vitamin C und fein geschnitten eine aromatische Salatzutat. Grössere Blätter können als Gemüse wie Spinat zubereitet werden.
Wina
Ernährungsberaterin
Sommergemüse
Lebensmittelwissen
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