5 Tipps fürs Grillieren im Airfryer
Lust auf Bratwurst, Spiessli oder Steak, aber draussen regnet es? Kein Problem. Im Airfryer gelingen viele Grillklassiker überraschend gut: saftig, gebräunt und mit feinen Röstaromen, ganz ohne grosse Rauchwolke oder langes Vorheizen.
Sofie
Digital Content Creator
Der Airfryer ist schnell aufgeheizt, unkompliziert und ideal für kleinere Grillportionen. Besonders praktisch wird das beim spontanen Feierabendessen oder wenn das Wetter nicht mitspielt.
Auch Fleisch gelingt darin erstaunlich gut. Die heisse Umluft sorgt für Röstaromen und eine schöne Bräunung. Gleichzeitig bleibt das Fleisch saftig, wenn du ein paar einfache Punkte beachtest.
Wichtig ist aber auch: Der Airfryer ersetzt einen Holzkohle- oder Gasgrill nicht eins zu eins. Das typische Raucharoma fehlt und die Kruste fällt meist etwas weniger intensiv aus. Dafür überzeugt er mit saftigem Fleisch, einer schönen Bräunung und einer unkomplizierten Zubereitung – ganz unabhängig vom Wetter und ohne lange Vorbereitungen.
Tipp 1: Wähle die richtigen Fleischstücke
Nicht jedes Fleischstück eignet sich gleich gut fürs Grillieren im Airfryer. Besonders zuverlässig gelingen eher magere Steaks ab etwa 200 g. Sie bleiben saftiger und trocknen weniger schnell aus als sehr dünne Stücke. Zudem verursacht Fleisch mit wenig Fett weniger Rauchentwicklung während des Garens.
Ebenfalls sehr gut geeignet sind Hacktätschli oder Spiessli. Ob Rind, Schwein oder Poulet: Die kleineren Fleischstücke garen gleichmässig und erhalten eine schöne Bräunung. In unserem Test waren Rindsspiessli nach rund 10 bis 12 Minuten gar, Schweinsspiessli mit Speck benötigten bei einem Gewicht von rund 200 g etwa 17 Minuten.
Tipp 2: Bratwürste nie einstechen
Die Versuchung ist gross, Bratwürste vor dem Grillieren einzustechen. Im Airfryer solltest du genau das vermeiden. Die Haut hält den Fleischsaft in der Wurst. Stichst du sie ein, verliert sie schneller Feuchtigkeit und wird trockener.
Bratwürste gelingen im Airfryer besonders gut, weil die Hitze rundherum zirkuliert. So wird die Haut schön gebräunt, während die Wurst innen saftig bleibt.
Wichtig: Die Würste nicht zu dicht nebeneinander legen. So kann die Luft besser zirkulieren.
Tipp 3: Gib dem Grillgut genug Platz
Der grösste Vorteil des Airfryers ist die starke Luftzirkulation. Genau deshalb solltest du den Korb nicht überfüllen.
Liegt das Grillgut zu eng beieinander:
bräunt es weniger gleichmässig
wird es eher weich statt schön grilliert
entstehen weniger Röstaromen
Je mehr Fleisch gleichzeitig im Korb liegt, desto mehr Feuchtigkeit wird abgegeben. Das Grillgut dämpft dann teilweise statt zu grillieren.
Besonders bei Spiessli lohnt es sich, mit etwas Abstand zu arbeiten. Verwende möglichst gleich grosse Stücke, damit alles gleichzeitig gart. Holzspiessli weichst du am besten kurz in Wasser ein. So werden sie weniger schnell dunkel.
Unsere Airfryer
Tipp 4: Vorsicht bei stark mariniertem Fleisch
Fertig marinierte Steaks funktionieren gut im Airfryer. Allerdings enthalten viele Marinaden Zucker. Dieser karamellisiert schnell und kann dunkel werden.
Darum lohnt sich ein etwas vorsichtigerer Start:
Temperatur lieber etwas tiefer wählen
Fleisch früher kontrollieren
einmal wenden
So bleibt das Steak schön gebräunt, ohne dass die Marinade verbrennt.
Tipp 5: Kontrolliere lieber etwas früher
Airfryer reagieren schnell. Fleisch kann deshalb innerhalb weniger Minuten perfekt oder plötzlich zu trocken sein. Kontrolliere das Grillgut lieber etwas früher als zu spät. Besonders kleinere Stücke und Spiessli garen oft schneller als erwartet.
Unser Tipp: Heize den Airfryer vor. Das ist zwar nicht immer nötig, sorgt beim Grillieren von Fleisch aber oft für eine schönere Kruste und eine gleichmässigere Bräunung.
Als Orientierung: Rindsspiessli waren in unserem Test nach rund 10 bis 12 Minuten gar, etwas dickere Schweinsfiletspiessli (ca. 200 g) benötigten ca. 17 Min.
Diese Tipps helfen zusätzlich:
Fleisch einmal wenden
Fleisch nach dem Grillieren ca. 3 Minuten ruhen lassen
Am besten lässt du das Fleisch dafür im ausgeschalteten Airfryer liegen. Die Restwärme wirkt schonend nach und die Fleischsäfte verteilen sich gleichmässig. Das Ergebnis: saftigeres und zarteres Fleisch.
Diese Grillklassiker gelingen besonders gut
Viele klassische Grillgerichte funktionieren im Airfryer erstaunlich gut. Besonders beliebt sind:
Bratwürste
Schweinsnierstück
marinierte Steaks
Spiessli
Pouletflügeli
Auch kleinere Grillportionen gelingen besonders praktisch. Ideal also für spontane Grillmomente unter der Woche oder wenn nicht gleich der ganze Grill aufgeheizt werden soll.
FAQ: Grillieren im Airfryer
FAQ Grillieren im Airfryer
AdobeStock | Aksana Kavaleuskaya
Warum raucht mein Airfryer beim Grillieren?
Meist ist zu viel Fett oder Öl der Grund. Verwende eher mageres Fleisch und tupfe überschüssige Marinade leicht ab. So grilliert das Fleisch gleichmässiger und es entsteht weniger Rauch.
Muss man Fleisch im Airfryer wenden?
Ja. Durch das Wenden bräunt das Fleisch gleichmässiger und bekommt rundum schöne Röstaromen.
Wie bleibt Fleisch im Airfryer saftig?
Kontrolliere das Fleisch lieber etwas früher und lass es nach dem Grillieren kurz ruhen. So bleibt mehr Fleischsaft erhalten.
Grillieren im Airfryer ist unkompliziert, schnell und überraschend vielseitig. Besonders Fleischgerichte wie Bratwürste, Spiessli oder Steaks gelingen richtig gut.
Der grosse Vorteil: Du bist unabhängig vom Wetter und musst deutlich weniger Rauch und Geruch in Kauf nehmen. Perfekt also für spontane Grillmomente zuhause – auch ohne Balkon oder Garten.
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